Augmented Reality

„Gibt es so noch nirgendwo anders“: Neue App lässt hinter Bremer Fassaden blicken

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Mit App vor dem Rathaus: Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Tourismus-Chef Oliver Rau.
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Bremen hat eine vielfältige Geschichte. Nicht immer ist diese ohne Weiteres sichtbar. Die neue AR-App „BremenGo“ ändert das nun.

Bremen – Mit einer Augmented-Reality-App bietet die Wirtschaftsförderung (WFB) Touristen und Bremen-Liebhabern einen neuen digitalen Service an. Die App „BremenGo“ lässt sich für iOS und Android kostenlos aus den gängigen App-Stores herunterladen. Am Dienstag wurde sie im Herzen des touristischen Trubels offiziell präsentiert – am Roland auf dem Bremer Marktplatz.

Augmented Reality (AR) ergänzt die reale Welt um digitale Informationen, Bilder und Filme. Wer sein Smartphone auf die entsprechenden Bremer Attraktionen richtet, sieht die passenden Bilder und Filme auf dem Display. Das erweiterte Bremen in der App nimmt nur wenige Schritte vom Roland entfernt seinen Ausgangspunkt, an den bronzenen Bremer Stadtmusikanten des Bildhauers Gerhard Marcks (1889 bis 1981) an der Nordwestseite des Rathauses. Schließlich ist die 1953 aufgestellte Plastik eines der bekanntesten Wahrzeichen Bremens. Und schließlich sind Esel, Hund, Katze und Hahn die bekanntesten Werbeträger jener Hansestadt, die sie im Märchen nie erreicht haben.

Aber hier geht es nicht um Märchenwelten, sondern um Augmented Reality, die ums Virtuelle erweitere Realität der digitalisierten Welt. Die App „BremenGo“, sie ermöglicht „einen einzigartigen Blick auf die Bremer Sehenswürdigkeiten“, wie es heißt – denn: „Die Stadtmusikanten erwachen als animierte 3D-Figuren zum Leben und begleiten Euch auf einer Tour durch die historische Altstadt.“ Mit ihnen lassen sich digitale Blicke hinter Fassaden und Kulissen werfen, im Rathaus zum Beispiel: Man steht vor dem Rathaus und blickt per App in die Obere Halle. Via „BremenGo“ können die Nutzer zudem von außen „in“ den Ratskeller und „in“ den Dom schauen. Auch der Roland ist ein Thema. Und natürlich – eben – die Stadtmusikanten selbst.

„Technisch jederzeit machbar“: Neue Bremer Tourismus-App lässt sich erweitern

„Das gibt es so noch nirgendwo anders“, so Bremens Tourismus-Chef Oliver Rau am Dienstag. Deutschlandweit ausgeschrieben, hatte die auf Augmented Reality spezialisierte Bremer Agentur Radiusmedia den App-Auftrag gewonnen. Und der am Dienstag präsentierte Anfang soll noch nicht das Ende der Geschichte sein – die App lässt sich um weitere Sehenswürdigkeiten ergänzen.

„Technisch ist das jederzeit machbar“, sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) am Dienstag. Es muss nur jemand bezahlen. So, wie sie jetzt ist, hat die App knapp 90.000 Euro gekostet – finanziert aus dem Bremen-Fonds zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie. „In der Tourismusstrategie Bremen 2025 haben wir die Entwicklung digitaler Angebote ausdrücklich verankert“, so Senatorin Vogt.

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