Neuaufstellung geplant

Opti-Wohnwelt insolvent: Zwei Filialen in Bremen betroffen

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Die Möbelkette Opti-Wohnwelt hat Insolvenz angemeldet. In Bremen unterhält das fränkische Familienunternehmen zwei Filialen.

Bremen – Die fränkische Möbelkette Opti-Wohnwelt hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Schweinfurt beantragt. Das Unternehmen hofft nun auf einen kompletten Neustart und spricht von einer „angespannten wirtschaftlichen Situation“.

Die Opti-Wohnwelt-Gruppe ist insolvent.

Von der Insolvenz betroffen sind auch die Standorte in Bremen und bei Bremerhaven. In Bremen unterhält Opti-Wohnwelt Filialen im ehemaligen Kaufhof-Gebäude und im Weserpark. Eine weitere Filiale befindet sich in Spaden bei Bremerhaven. Die Zukunft dieser Standorte ist nun ungewiss.

Opti-Wohnwelt insolvent: Unsichere Zukunft für Bremer Filialen

Gegenüber Buten un Binnen teilte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage mit, dass alle Filialen vorerst geöffnet bleiben. Aktuell könnten keine Aussagen zu möglichen Standortschließungen oder Entlassungen gemacht werden, so die Sprecherin.

Offenbar hat sich die Opti-Wohnwelt-Gruppe mit der Übernahme von 20 neuen Standorten übernommen. „Der Antrag auf Eigenverwaltung ist uns alles andere als leicht gefallen“, erklärte Geschäftsführer Oliver Föst in einer Firmenverlautbarung. Angesichts der „angespannten wirtschaftlichen Situation“ sei dies jedoch die beste Option. Externe Faktoren wie der Ukraine-Krieg, zerrissene Lieferketten und hohe Inflation hätten zur Krise beigetragen.

Trotz der Insolvenz soll der Geschäftsbetrieb wie gewohnt fortgesetzt werden. Kunden sollen in den Filialen weiterhin einkaufen können. Man wolle sich nun „mit allem Engagement auf die Kernkompetenzen des Unternehmens und die besonders rentablen Standorte konzentrieren“, wird Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Philipp Grub zitiert, der nun die Geschäftsführung bei der Neuaufstellung unterstützt.

Sanierungsplan und Zukunftsaussichten: „Die Chancen stehen gut“

Das Unternehmen sieht in dem Insolvenzverfahren eine Chance zur Neuaufstellung. Es ermögliche, „das Unternehmen bei laufendem Geschäftsbetrieb langfristig auf solide finanzielle Füße zu stellen“, sagt Grub. Er äußerte sich zuversichtlich: „Die Chancen stehen gut, dass wir die Opti-Wohnwelt schon bald wieder auf solide Füße stellen.“

Stefan Debus wurde vom Gericht als vorläufiger Sachverwalter bestellt. „Zu den zentralen Elementen einer erfolgreichen Sanierung gehören eine klare Positionierung des Unternehmenskerns, tragfähige Kostenstrukturen und eine nachhaltige Positionierung des Unternehmens nach innen und außen“, so Debus.

Opti-Wohnwelt meldet Insolvenz an: Unternehmen unterhält bundesweit 41 Möbelhäuser

Opti-Wohnwelt wurde 1978 gegründet und eröffnete 1979 sein erstes Möbelhaus. Das Familienunternehmen wird derzeit von Oliver und Michael Föst geleitet. Mit 41 Möbelhäusern bundesweit zählt Opti-Wohnwelt zu den 20 größten Möbelhändlern in Deutschland. Diese setzen sich aus 28 Opti-Wohnwelten und 13 Opti-Megastores zusammen.

Das Unternehmen befindet sich laut eigenen Angaben in der „größten Umstrukturierung“ seiner fast 50-jährigen Geschichte.

Rubriklistenbild: © Opti-Wohnwelt

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