VonEva Burghardtschließen
In Bremen gibt es einen Ort, wo Weihnachten nie endet. Das Geschäft „Weihnachtsträume“ hält die festliche Stimmung das ganze Jahr über aufrecht.
Bremen – Es gibt einen Ort in Norddeutschland, da ist immer Weihnachten. Im historischen Schnoor-Viertel in Bremen, um genau zu sein. In den engen Gassen reiht sich ein schmuckvolles Haus ans andere. Und mittendrin, an der Marterburg 45, liegen die „Weihnachtsträume“. In dem Geschäft gibt es Kugeln für den Weihnachtsbaum, Lichterketten und andere weihnachtliche Gegenstände. Der Laden hat eine lange Tradition.
Darum ist an diesem Ort in Bremen das ganze Jahr Weihnachten
Wenn es um Weihnachten geht, gibt es in Norddeutschland allerhand interessante Bräuche, so schwimmt an einem Ort sogar ein Weihnachtsbaum auf dem Wasser. Und dann ist da noch Bremen, wo im ganzen Jahr Weihnachten ist. Angefangen hat alles zur Mitte der 90er Jahre, heißt es auf der Website der Weihnachtsträume. Damals eröffnete Uschi Fritz ihr Geschäft im historischen Schnoor-Viertel. Das ist übrigens der plattdeutsche Begriff für „Schnur“. Das Viertel heißt so, weil dort im Mittelalter vor allem Taue und Seile hergestellt wurden.
Mit dem Laden erfüllte sich die Betreiberin einen Wunsch. Zuvor hatte sie ihren selbst gemachten Weihnachtsschmuck vor allem auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Mit „Weihnachtsträume“ hatte sie nun die Möglichkeit, ihre Waren das ganze Jahr über anzubieten. Die Nachfrage scheint jedenfalls groß zu sein, berichtet die Wirtschaftsförderung Bremen in einem Artikel über das Geschäft. Ständig seien dort Kunden und kauften die Produkte – selbst im Sommer, wie es heißt.
Betreiber des Bremer Ladens kaufen ihre Produkte vor allem auf Messen
Im Jahr 2014 übergab die Betreiberin ihr Geschäft an Victoria Petre und ihren Partner Olaf Nehlsen. „Wir waren uns damals mit der ehemaligen Inhaberin Frau Fritz auf Anhieb sympathisch“, sagt Nehlsen im Gespräch mit der Wirtschaftsförderung Bremen. Sie hatten eigentlich ein Modegeschäft übernehmen wollen. Letztendlich wurde es dann aber das Weihnachtsgeschäft – also ein Bereich, in dem beide sich noch gar nicht auskannten.
Doch gemeinsam mit der ehemaligen Betreiberin arbeiteten sich die beiden in ihr neues Fachgebiet ein. Heute seien sie Experten, heißt es in dem Bericht. Über die neuesten Trends in der Weihnachtsbranche informieren sich die beiden auf Messen, etwa auf der „Christmasworld“ in Frankfurt.
Ein Großteil der bunten Kugeln, festlichen Girlanden und weihnachtlichen Figuren stammt aus Produktionsstätten in Europa. „Allen voran aus den Traditionsregionen Thüringens sowie aus Tschechien“, heißt es auf der Website. Zudem arbeiten die Betreiber weiterhin mit Uschi Fritz zusammen, die sich übrigens darauf spezialisiert hat, „herkömmlichen Glasschmuck durch ihr Design individuell“ zu gestalten.
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