VonSebastian Petersschließen
Der angekündigte EVG-Streik wird Auswirkungen auf Hamburg haben. Wie auch beim letzten Streik werden Hamburgs S-Bahnen betroffen sein. U-Bahnen, Busse und die Fähren fahren aber.
Update von Samstag, 13. Mai 2023, um 18:55 Uhr: Streik abgewendet: Die Gewerkschaft EVG und die Verantwortlichen der Deutschen Bahn haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Der angedrohte 50-Stunden-Streik ist damit vom Tisch. Aufgrund des Deals in letzter Sekunde rechnen die DB-Planer jedoch trotzdem mit Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr.
S-Bahnen in Hamburg durch kommenden EVG-Streik stark betroffen
Erstmeldung von Freitag, 12. Mai 2023: Hamburg – Ab Sonntagabend, 14. Mai 2023, will die Gewerkschaft EVG den Bahnverkehr in Deutschland für 50 Stunden bestreiken. Für Pendler und Reisende bedeutet das zum dritten Mal im laufenden Tarifkonflikt erhebliche Einschränkungen. Auch auf Hamburg wird sich der angekündigte Streik der EVG Auswirkungen.
HVV Streik Hamburg 2023 – durch EVG Streik droht Stillstand bei der S-Bahn Hamburg
Betroffen sind sämtliche Unternehmen, die im aktuellen Tarifstreik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) involviert sind. „Da sich an den Verhandlungstischen nur wenig bewegt, wird jetzt noch einmal gestreikt“, teilte EVG-Tarifvorständin Cosima Ingenschay am Donnerstag mit. Bei dem letzten Streik kam es sogar zu gefährlichen Situationen. Ein Mann wollte, weil keine Züge fuhren, zu Fuß nach Sylt laufen. Dafür betrat der Mann die Bahnschienen, die durch den Güterverkehr allerdings noch genutzt wurden.
Insbesondere der Fernverkehr der Deutschen Bahn wird stark beeinträchtigt sein. Wie stark die Auswirkungen beim HVV sein werden, ist noch nicht ganz gewiss.
HVV bei Streik als Notnagel: Deutsche Bahn Streik in Hamburg –auch S-Bahn in Hamburg betroffen
Einen ersten Warnstreik hatte die EVG bereits Ende März gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi organisiert. Damals lag nicht nur der Regional- und Fernverkehr auf der Schiene, sondern auch der Luft- und Wasserverkehr still. Verdi verhandelt derzeit mit Bund und Kommunen über mehr Geld für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
Was ist ein Warnstreik?
Warnstreiks sind nach dem Ultima-Ratio-Prinzip erst zulässig, wenn alle Möglichkeiten der Verhandlung ausgeschöpft sind. Diese sind dann ausgeschöpft, wenn das Scheitern der Verhandlungen erklärt worden ist. Ein Warnstreik ist eine auf kurze Zeit befristete Arbeitsniederlegung, durch die einer Forderung Nachdruck verliehen, Kampfbereitschaft demonstriert oder gegen etwas protestiert werden soll.
Wie groß die Auswirkungen des Streiks auf Hamburg sind, wird erst noch bekannt gegeben. Beim letzten Warnstreik stand sämtliche Züge der Deutschen Bahn im Nah- und Fernverkehr stehen. Betroffen war unter anderem auch die S-Bahn. Gute Nachrichten gibt es vom HVV – dieses Mal sind U-Bahnen, Busse und Elbfähren nicht vom Streik betroffen.
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