VonElias Bartlschließen
Der Hamburger Tierschutzverein appelliert an die Bürger, auf Feuerwerk zu verzichten. Stattdessen sollen sie das Geld für die Versorgung von Tierheimtieren spenden.
Hamburg – Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) hat einen Appell an die Bevölkerung gerichtet, an Silvester auf Feuerwerkskörper zu verzichten und stattdessen für die Versorgung von Tierheimtieren zu spenden. Der Verein weist darauf hin, dass die 34,4 Millionen Haustiere und zahlreichen Wildtiere in Deutschland unter dem Lärm und den grellen Lichtern von Feuerwerkskörpern leiden.
Silvester ohne Knall: Tierschutzverein plädiert für Spenden statt Böllern
Trotz des bestehenden Böller- und Raketen-Verbots am Jungfernstieg und vor dem Rathaus in Hamburg, befürchten die Behörden eine Zunahme illegaler Böllerei. „Wir hoffen, dass die Menschen sich besinnen und nur die organisierten Feuerwerke anschauen. So müssten in der Silvesternacht Millionen Tiere keine Angst erleiden“, so Janet Bernhardt, die 1. Vorsitzende des HTV.
Als Alternative zum traditionellen Feuerwerk schlagen der Deutsche Tierschutzbund e.V. und die Deutsche Umwelthilfe e.V. eine Drohnen-Licht-Show vor. Diese könnte spektakuläre Bilder erzeugen, ohne Tier, Mensch und Umwelt zu schaden.
„Spendet das Geld lieber, bevor Ihr es in die Luft jagt!“
Die Tierheimtiere, die keine eigenen Familien haben, die sie vor dem ohrenbetäubenden Krach schützen können, sind besonders betroffen. Aber auch Haustiere und Wildtiere leiden unter der Lärmbelästigung. Der HTV weist darauf hin, dass es viele Alternativen gibt, um Geld sinnvoller anzulegen als in Silvesterböller. „Spendet das Geld lieber, bevor Ihr es in die Luft jagt!“, so Bernhardt.
Das Tierheim in der Süderstraße beherbergt aktuell etwa 700 Tiere. Wer den Tierschutz unterstützen möchte, kann unter dem Spendenbetreff „Spenden statt Böllern“ den HTV finanziell unterstützen.
