VonCaspar Felix Hoffmannschließen
Am Frankfurter Flughafen werden Zollbeamte fündig: In einem „kreativen Versteck“ entdecken sie 100.000 Euro Bargeld – und beschlagnahmen es.
Frankfurt – Einen besonders raffinierten Schmuggelversuch haben Zöllner am Flughafen Frankfurt in den Abendstunden des 10. Oktober aufgedeckt: Bei der Kontrolle einer thailändischen Staatsangehörigen, die kurz vor ihrem Abflug nach Bangkok am Gate stand, fanden die Einsatzkräfte 101.119,50 Euro – versteckt in den Nähten zweier Geldbörsen. Das teilte das Hauptzollamt Frankfurt am Dienstag (24. Oktober) mit.
Die Kontrolle führte eine Kontrollgruppe des Hauptzollamts Frankfurt durch, die sich unter anderem auf die Bekämpfung der Geldwäsche spezialisiert hat. Bei der Kontrolle des Handgepäcks der 50-jährigen Reisenden stellten die Zöllner Unregelmäßigkeiten an den Nähten der Geldbörse fest. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich das „kreative Versteck“: Ein Großteil des Bargeldes war in das Innenfutter der Geldbörsen eingenäht.
100.000 Euro am Flughafen Frankfurt beschlagnahmt – Bußgeld droht
„Europaweit sind Drittlandreisende verpflichtet, Barmittel ab 10.000 Euro bei der Ein- oder Ausreise in die oder aus der Europäischen Union anzumelden“, erklärt Isabell Gillmann, Pressesprecherin des Hauptzollamts Frankfurt. „Im vorliegenden Fall hat die Dame das Geld nicht nur nicht angemeldet, sondern die Noten sogar in einem kreativen Versteck verstaut.“
Wegen des Verdachts der Geldwäsche wurde das Bargeld sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt nun die Spezialeinheit Geldwäsche des Zollfahndungsamtes Frankfurt. Der thailändischen Reisenden droht zudem ein Bußgeld in fünfstelliger Höhe wegen Verstoßes gegen die Barmittelanmeldepflicht.
Immer wieder gehen den Zöllnern am Frankfurter Flughafen Schmuggler ins Netz – auch solche, die Falschgeld transportieren: Mehr als 200.000 Euro Falschgeld fischten die Zöllner im Frühjahr aus dem Verkehr. (cas)
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