VonChristoph Sahlerschließen
Die Tarifverhandlungen für Klinikärzte kommen nicht voran. Nun erhöht die Gewerkschaft den Druck mit einem bundesweiten Warnstreik.
Berlin/Frankfurt – Die Gewerkschaft Marburger Bund erhöht den Druck aufgrund festgefahrener Verhandlungen über höhere Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte. Sie ruft zu einem Warnstreik an kommunalen Kliniken am Montag (16. September) auf.
Der Marburger Bund mobilisiert für einen bundesweiten Warnstreik, der rund 60.000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern betrifft. Der Streik, der den ganzen Montag andauern soll, zielt darauf ab, die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen, so die Mitteilung des Marburger Bundes aus Berlin. Eine zentrale Streikversammlung ist in Frankfurt geplant.
Zentrale Streikversammlung in Frankfurt – Marburger Bund macht mobil
Die Forderungen der Gewerkschaft beinhalten unter anderem eine Gehaltserhöhung von 8,5 Prozent für ein Jahr und eine Überarbeitung der Schichtarbeitsregelungen. Nach zwei erfolglosen Verhandlungsrunden mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ist die Frustration unter den Ärztinnen und Ärzten groß, so die Aussage des Marburger Bundes. Der Warnstreik ist kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde am Dienstag angesetzt.
Der Tarifvertrag gilt laut Angaben für kommunale Krankenhäuser, mit Ausnahme der Vivantes-Kliniken in Berlin und Kliniken mit Haustarifverträgen. Während der Streikzeit werden Notdienste in Absprache mit den Kliniken vor Ort eingerichtet, so die Gewerkschaft. (csa/zrm)
