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Ministerpräsident Boris Rhein eröffnet in Fritzlar den 61. Hessentag. Währenddessen fing es an zu regnen.
Fritzlar – Der 61. Hessentag hat in der Dom- und Kaiserstadt Fritzlar begonnen. Unter teils strömendem Regen eröffneten der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein, Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat, Landrat Winfried Becker und das Hessentagspaar Franziska und Kevin Wathling das Landesfest.
„Süd- und Nordhessen sind eins und machen dieses Bundesland stark – und das macht natürlich auch der Hessentag“, sagte der Ministerpräsident in seiner Eröffnungsrede. Der Hessentag sei die Veranstaltung, die das Bundesland zusammenführe. Rhein hob zudem die Bedeutung der vielen Helfer hervor, die das Fest erst möglich machten: „Sie sind die Seele und das freundliche Gesicht des Hessentages und damit natürlich auch unseres Bundeslandes.“ Fritzlar sei ein gutes Beispiel dafür, wie attraktiv und lebendig Tradition sein könne. Er hob außerdem hervor, dass die Bundeswehr ein integraler Bestandteil eines jeden Hessentags sei. „Die Bundeswehr gehört in die Mitte der Gesellschaft.“
Der Fritzlarer Hessentag habe ein abwechslungsreiches Programm, halte sich aber an die Devise „klein aber fein“
Bürgermeister Hartmut Spogat betonte, dass Fritzlar nicht nur den Hessentag, sondern auch sein 1300-jähriges Bestehen feiert. „Wir freuen uns auf schöne und friedliche Festtage“, so Spogat weiter. Der Fritzlarer Hessentag habe ein abwechslungsreiches Programm, halte sich aber an die Devise „klein aber fein“. Bereits im Vorfeld habe der Hessentag ein großes Gefühl von Zusammengehörigkeit erzeugt. Lokalpatriotisch gab sich Landrat Winfried Becker. Er betonte die Schönheit Fritzlars und der Region und machte ein verführerisches Angebot in Richtung Südhessen: Denn in der Not, ist der Nordhesse auch bereit, die Ahle Wurscht zu teilen – das sorgte für viel Applaus und der Ministerpräsident reagierte prompt mit einem Gegenangebot: „Wenn Du mit mir deine Ahle Wurscht teilst, dann werde ich mit Dir den Bembel Äppelwoi teilen.“
Kurze Zeit später wurde auf der Bühne vor dem Dom das Trachtenland Hessen von Rhein eröffnet. „Hessen hat die größte Vielfalt an Trachten“, sagte er. Und einen Hessentag ohne die Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege habe es auch noch nie gegeben. Verschiedene Trachtengruppen präsentierten ihr Können auf der Bühne.
Die Stadt Fritzlar erwartet für den zehntägigen Hessentag rund 500 000 Besucher. (Lea Beckmann, Daniel Seeger)


