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Im Altkreis Münden kamen 288 Kinder im Jahr 2022 zur Welt. 2021 waren es noch mehr. Damit folgt die Region um Hann. Münden aber dem deutschlandweiten Trend.
Altkreis Münden – Der Trend zu mehr Geburten wie im Jahr 2021 ist im Altkreis im vergangenen Jahr nicht mehr zu beobachten gewesen. 2022 gab es 288 Geburten in Hann. Münden, Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld. Die Geschlechteraufteilung war ausgeglichen: 142 Babys waren männlich, 146 weiblich.
Altkreis Münden: 2022 weniger Geburten als 2021
2021 hatte es mit 318 geborenen Kindern noch etwa zehn Prozent mehr Geburten gegeben. Damit folgte der Altkreis dem deutschlandweiten Trend: 2021 habe es laut Statistischem Bundesamt mit fast 800 000 Neugeborenen die höchste Anzahl seit 1997 gegeben.
In der Stadt Hann. Münden kamen laut Stadtsprecher Mathias Simon 2022 mit 154 die meisten Kinder im Altkreis zur Welt. 75 davon waren männlich, 79 weiblich. Das waren 25 Prozent weniger Geburten als die 202 aus dem Vorjahr. Weil es im Hann. Mündener Klinikum keine Geburtenstation gibt, kämen die Kinder meistens in Kassel oder Göttingen zur Welt. Nur drei Geburten haben Mathias Simon zufolge in Hann. Münden stattgefunden.
Bei den Mädchen sei der Vorname Mia besonders beliebt gewesen, bei den Jungen Luca, Henry und Emil. In der Gemeinde Staufenberg gab es einen Zuwachs von 62 Neugeborenen, mehr als die 58 Kinder im Vorjahr.
Staufenberg und Dransfeld: Keine Trends bei den Namen erkennbar
Frank Hartmann vom Standesamt Staufenberg berichtet, dass 32 davon männlich sind und 30 weiblich. In der Gemeinde seien vier Geburten beurkundet worden. Zwei davon seien jedoch in Neuseeland und China gewesen und wurden aufgrund des letzten Wohnortes der deutschen Staatsbürger in Staufenberg aufgenommen. Bei Namen habe es keine erkennbaren Trends gegeben, so Hartmann.
Die Zahl der in Dransfeld gemeldeten neugeborenen Kinder blieb 2022 auf dem Level des Vorjahres. 72 Kinder seien laut Michaela Arand vom Einwohnermeldewesen der Samtgemeinde zur Welt gekommen (2021: 73). Entgegen der Häufigkeiten im Jahr 2021 gab es 2022 mit 37 mehr Mädchen als die 35 Jungen.
Auch in Dransfeld wurden die Kinder überwiegend in den umliegenden Geburtsstationen in Kassel oder Göttingen geboren. Direkt in der Samtgemeinde seien keine Kinder zur Welt gekommen. Einen Trend bei den Vornamen habe es laut Arand nicht gegeben. Diese seien durchgehend sehr individuell gewesen. Einzig die Tatsache, dass die Vornamen oft kurz seien, war Arand besonders aufgefallen. (Fabian Diekmann)
Im Altkreis Münden liegt auch die Statistik für die Eheschließungen im Jahr 2022 vor.
