Wetter unbeständig

Erst der Keller, dann die Decke - Bauarbeiten an der Milseburghütte schreiten voran

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Das Betonieren der Bodenplatte des Kellers der Milseburghütte steht als nächstes auf dem Programm.

Der Neubau der Milseburghütte hängt oft am Wetter, das vor allem in der Rhön nicht immer beständig ist. So hat eine Schneedecke vor einer Woche jüngst die Fortsetzung verhindert. Dennoch soll in sechs Wochen eine Decke entstehen.

Milseburg - Der felsige Untergrund und die Unbilden des Wetters üben Einfluss auf den Fortgang des Neubaus der Milseburghütte aus. Am Montag, 25. März, etwa waren an Osthessens derzeit höchster Baustelle in 835 Metern Höhe die Nachwehen des nasskalten Wetters vom Wochenende präsent. Eine geschlossene Schneedecke auf dem Berg verhinderte die Fortsetzung der Arbeiten.

Rhön: Bauarbeiten an der Milseburghütte schreiten voran

Nachdem der Schnee im Laufe des Montagnachmittags und über Nacht fast komplett weggetaut war, ging es am Dienstag weiter. „Das ist keine Baustelle wie jede andere. Oft verhindert Felsgestein, das wir dann mühsam wegstemmen müssen, ein schnelleres Vorankommen“, verrät Polier Walter Glier von der ausführenden Firma Sonntag aus Gersfeld. Nächstes Etappenziel ist das Betonieren der Bodenplatte des Kellers.

In etwa sechs Wochen sollen die Arbeiten so weit gediehen sein, dass der Keller seine Decke erhalten wird. „Aber wie schon gesagt. Das ist keine herkömmliche Baustelle. Es gibt immer wieder Unwägbarkeiten, mit denen man vorher nicht rechnen konnte. Einen genauen Zeitplan kann man von daher nicht machen“, erklärt Glier.

Damit der Eingriff in die Natur so klein wie möglich gehalten wird, werden die Bauarbeiten von Mitarbeitern der Naturschutzbehörde in regelmäßigen Abständen kontrolliert. So wurde zu Beginn der Arbeiten Schotter auf dem von den Baufahrzeugen genutzten Fußweg aufgebracht, damit diese an den glitschigen Stellen nicht in den Wald abrutschen können.

Archiv-Video: Abriss der Milseburghütte hat begonnen

Um zu verhindern, dass Teile des Schotters sich mit dem Waldboden vermischen, wurden in den Kurven auf mehreren Metern Bretter angebracht, die das verhindern sollen.

Zuvor hatten die Arbeiter das Fundament der oberen Stützmauer des Geräteraums betoniert. (Von Paul Schmitt)

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