Quote bei 3,6 Prozent

Arbeitsmarkt in Osthessen: Arbeitsagentur beklagt fehlende Impulse wegen schwacher Konjunktur

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Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Fulda ist im Juni im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig gesunken. (Symbolbild)
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Der Arbeitsmarkt in Osthessen zeigt sich im Juni relativ stabil. Laut Arbeitsagentur fehlen jedoch positive Impulse.

Fulda - Zum Ende des Monats Juni liegt die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Fulda mit 4622 lediglich um 2 niedriger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 596 Menschen mehr ohne Job (+14,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt unverändert 3,6 Prozent - und ist die niedrigste in Hessen.

Arbeitsagentur beklagt fehlende Impulse wegen schwacher Konjunktur

„Die verhaltene Entwicklung setzt sich wegen der schwachen Konjunkturlage vom Frühjahr in den Sommer fort. Wir beobachten eine Seitwärtsbewegung“, fasst Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die Zahlen vom Arbeitsmarkt zusammen.

Im Juni meldeten sich im Kreis Fulda 337 Menschen aus vorheriger Erwerbstätigkeit arbeitslos. Dies sind 27 mehr als im Vorjahr. Zugleich konnten nur 235 und somit 60 Personen weniger als im Juni 2023 ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden.

Erfreulich ist aus Sicht der Arbeitsvermittler, dass die Anzahl der schwerbehinderten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 4,3 Prozent auf 314 zurückgegangen ist. Es gelte, diese Menschen weiterhin „mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten und gezielt zu unterstützen“.

Arbeitsmarkt: Uhrmacher, Tierpfleger und Physiker gesucht

Trotz des schwierigen Umfeldes und der schwachen Konjunktur ist der Bedarf der hiesigen Betriebe und Unternehmen an Personal nach Einschätzung der Arbeitsagentur ungebrochen hoch. 1591 Stellen sind zu besetzen. „Gesucht werden unter anderem Fach- und Hilfskräfte im Lager, Fachinformatiker, Verkäufer und Anlagenmechaniker in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Auch seltenere Berufe sind im Angebot - wie Uhrmacher, Tierpfleger, Physiker und Bibliothekar“, so die Arbeitsagentur.

Ausbildung

Kurz vor den Sommerferien sind noch mehr als 400 Ausbildungsplätze zu besetzen. Möglichkeiten bestehen in vielen unterschiedlichen Bereichen und Berufen. „Die Chancen, eine passende Ausbildungsstelle zu bekommen, stehen gut“, freut sich Arbeitsagentur-Chef Waldemar Dombrowski. Er empfiehlt Jugendlichen, die nicht als Bewerber gemeldet sind, sich schnell einen Termin bei der Berufsberatung zu sichern. Möglich ist dies unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800 4 5555 00.

Im gesamten Agenturbezirk, zu dem neben dem Kreis Fulda auch Hersfeld-Rotenburg gehört, liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 7240. Das sind 25 weniger als im Mai und 560 mehr als vor einem Jahr (+8,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote: 3,7 Prozent.

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