Ausbau ab November

Glasfaser: UGG will 10.000 Anschlüsse im Eschweger Stadtgebiet schaffen

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Mehmet Kaya von O2 (links) und Ralf Stratmann vom Unternehmen Unsere Grüne Glasfaser informierten in der Stadthalle über den geplanten Glasfaserausbau im Eschweger Stadtgebiet sowie entsprechende Tarife.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die nächsten Infostände der UGG in Eschwege angekündigt, die für den 30. (Dienstag) und 31. (Mittwoch) Juli geplant sind.

Eschwege – Ab November soll auch in Eschwege der Glasfaserausbau durch das Unternehmen „Unsere Grüne Glasfaser“, kurz UGG, beginnen: Rund 10 000 Wohneinheiten sollen in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederdünzebach, Niederhone, Oberdünzebach und Oberhone für eine leistungsfähigen digitalen Anschluss mit der Glasfasertechnologie versorgt werden.

Das sagte UGG-Vertreter Ralf Stratmann jetzt während einer entsprechenden Informationsveranstaltung in der Stadthalle. Der gesamte Prozess solle in maximal zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein. Stratmann betonte: „Wir haben mit Eschwege etwas Großes und Schönes vor.“ Anders als in den benachbarten Kommunen, die mit der UGG zusammenarbeiten, nahm die Stadtverwaltung nicht offiziell an der Veranstaltung teil. Bürgermeister Alexander Heppe hatte sich krankgemeldet und auch keine Vertretung geschickt. So erläuterte allein das Unternehmen die Schritte, die notwendig seien, um Glasfaser in die Haushalte der Kommune zu bringen. Diese umfassten die Planung, die Bauphase und die abschließende Aktivierung der Glasfaseranschlüsse.

Vor Baubeginn sei eine Begehung mit Vertretern der Kommune vorgesehen, Abstimmungen über Trassen und Baumethoden würden jeweils genau dokumentiert, das gelte auch ´für die Verlegung der Haupttrassen im Geh- oder Radweg. Vorhandene Glasfaseranschlüsse würden nicht neu erschlossen, um eine verlustfreie Übertragung zu gewährleisten.

Ralf Stratmann machte deutlich, dass es keine Generalvollmacht der Stadt gebe, „überall einfach die Straße aufzureißen“. Die Genehmigungen würden lediglich abschnittsweise erteilt und es müsse eine enge Abstimmung mit der Verwaltung erfolgen, um die Maßnahmen mit anderen Bauprojekten zu koordinieren: „Wir wollen ja nicht unnötig zweimal die Straße aufmachen und lieber gleich da mitverlegen, wo ohnehin schon etwas gemacht wird.“

Auch die Vorstellung der verschiedenen Tarife durch Mehmet Kaya, einen Mitarbeiter des Internetanbieters O2, stand auf der Tagesordnung der Informationsveranstaltung, an der vor Ort 150 Interessierte teilnahmen und ebenso viele online. Die Angebote umfassen vier Haupttarife, die unterschiedliche Geschwindigkeiten und Preise bieten. Das Unternehmen UGG empfahl den Abschluss eines Internetvertrages während der Angebotsphase, da dies gerade zu besonders attraktiven Konditionen möglich sei. Bei aktueller Marktlage fielen im Vergleich mit dem Wettbewerb mehrere Hundert Euro an, wenn die Erschließung erst nach der Angebotsphase erfolgte.

Ralf Stratmann schätzt, dass in einigen Jahren neben O2 auch andere große Internetanbieter mit der UGG zusammenarbeiten werden, konnte jedoch keinen genauen Zeitpunkt nennen. Er konnte in der sich an seine Präsentation anschließenden Fragerunde auch nicht sagen, welche Bauunternehmen mit den notwendigen Arbeiten beauftragt werden, betonte jedoch, dass es eine Qualitätssicherung seitens des Unternehmens geben werde.

Aus dem Plenum kam der Vorschlag, bei der Stadt eine Clearing-Stelle einzurichten, falls es zu Schwierigkeiten mit den Baumaßnahmen komme. Stratmann erklärte, dass dies politisch gesteuert werden könne, hielt es aber nicht unbedingt für notwendig, da die unternehmenseigene Qualitätssicherung sicherstellen werde, dass die Bauarbeiten zügig und professionell verlaufen: „Wir verbuddeln hier Millionen und wollen das ordentlich machen.“

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die nächsten Infostände der UGG in Eschwege angekündigt, die für den 30. (Dienstag) und 31. (Mittwoch) Juli geplant sind. Dann stehen jeweils ab 12 Uhr Mitarbeiter in der Fußgängerzone am Stad 16 für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung. (Melanie Salewski)

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