Treffen auf dem Northeimer Mühlenanger

Bauerndemo am Montag in Northeim

+
ProxyServlet.jpg
  • schließen
  • Jürgen Dumnitz
    schließen

Das Landvolk Northeim-Osterode plant trotz Einlenkens der Ampel Aktion am Montag

Northeim / Uslar / Göttingen – Auch wenn gestern Nachmittag bekannt wurde, dass die Bundesregierung hinsichtlich der geplanten Streichungen von Vergünstigungen für Landwirte (wir berichteten) einen Rückzieher machen will, halten die Bauern im Landkreis Northeim an ihren geplanten Protestaktionen fest. Das bestätigte Manuel Bartens, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Landvolk Northeim, gestern auf HNA-Anfrage. Er kündigte an, dass man an einer für Montag, 8. Januar, geplanten Aktion in Northeim festhalten werde.

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages werden am Montag die teilnehmenden Landwirte mit ihren Traktoren bis 9 Uhr zur Aktion des Landvolk Northeim-Osterode auf dem Northeimer Mühlenanger anreisen. Um 10 Uhr soll dann eine Protestfahrt durch die Northeimer Altstadt erfolgen. Außerdem sollen die Autobahnauffahrten blockiert werden.

„Die Stimmung unter den Landwirten ist seit Längerem aufgeheizt, weil der Berufsstand schon seit mehreren Jahren immer wieder mit unverhältnismäßig hohen Auflagen und Bürokratie überzogen wird“, sagt Vorsitzender Claus Hartman. „Wir rechnen daher mit einer großen Beteiligung.“ Dass die Landwirte mit der Streichung der finanziellen Unterstützung in so großem Maß erneut herangezogen würden, um die jüngsten Haushaltslöcher der Bundesregierung zu stopfen, habe das Fass zum Überlaufen gebracht, so Hartmann.

Laut Landvolk haben sich inzwischen viele Betriebe, darunter Fuhrunternehmer, Handwerker und Lebensmittelverarbeiter dem Protest angeschlossen. Einzelne Geschäfte in Northeim werden am Montag aus Solidarität mit den Landwirten geschlossen bleiben.

Bereits gestern waren unter anderem auch aus dem Landkreis Northeim an einer Protestaktion beteiligt. In der Uslarer Ortschaft Wiensen starteten Landwirte um 6.30 Uhr mit 130 Fahrzeugen zu dem von Henning Gehrke organisierten und von der Polizei begleiteten Korso über Adelebsen bis auf die Weender Straße und den Markt in Göttingen. Der Platz am Göttinger Gänseliesel war zentraler Kundgebungsort.

Die Laut Polizei zog sich die Treckerschlange aus dem Solling über drei Kilometer und sorgte für erhebliche Verzögerungen im Berufsverkehr. In vielen Orten auf der Strecke reihten sich weitere Landwirte mit ihren Treckern ein, und auch aus anderen Bereichen des Landkreises fuhren protestierende Landwirte nach Göttingen. (Niko Mönkemeyer, Jürgen Dumnitz)

Kommentare