VonLeon Schmittschließen
Eike Zennerschließen
Ex-Hurrikan „Kirk“ hat in der Nacht auf Donnerstag Deutschland erreicht. Im Süden sorgten Sturm- und Orkanböen teilweise für umgestürzte Bäume und Verkehrseinschränkungen. Hessen kam glimpflich davon.
- Ungemütliches Wetter in Hessen: Ex-Hurrikan „Kirk“ sorgte für Unwetter-Gefahr
- Deutscher Wetterdienst (DWD) warnte vor Dauerregen und Sturmböen
- Zahlreiche Unwetter-Einsätze in Baden-Württemberg und Bayern - Hessen kommt glimpflich davon
- Alle wichtigen Informationen zur Lage in Hessen und Osthessen in diesem News-Ticker
Update vom 10. Oktober, 10.54 Uhr: Ex-Hurrikan „Kirk“ hat in Baden-Württemberg und Bayern für Feuerwehreinsätze sowie Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gesorgt. Bei Stuttgart musste etwa eine S-Bahnstrecke wegen einer beschädigten Oberleitung gesperrt werden, wie die Deutschen Bahn mitteilte.
Laut Polizei fielen am frühen Morgen im Südwesten auch mehrere Bäume auf Fahrbahnen. Auch in Bayern gab es Feuerwehreinsätze wegen umgestürzter Bäume.
Ex-Hurrikan „Kirk“ trifft Südwesten - Hessen weitgehend verschont
In Hessen sind größere Unwetter-Schäden oder Verkehrsbeeinträchtigungen hingegen ausgeblieben. „Das Haupt-Sturmfeld ist an Hessen vorbeigeschrammt“, wird hr-Meteorologe Tim Staeger in einem Hessenschau-Bericht von Donnerstagmorgen zitiert.
Im Vogelsberg gab es Staeger zufolge Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 76 Stundenkilometer, auf dem Feldberg im Taunus erreichten sie bis zu 68 Stundenkilometer. Staeger sprach von einem moderaten Verlauf.
Auch am Donnerstag beeinflusst Kirk das Wettergeschehen in Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. „Allerdings geht ihm so allmählich die Puste aus“, so DWD-Meteorologin Tanja Egerer. Im Norden und Osten Deutschlands - darunter auch in Nordhessen wird weiterhin vor Wind- und Sturmböen gewarnt.
+++ 10.56 Uhr: Nachdem der DWD am Morgen die Warnung vor Dauerregen in Osthessen aufgehoben hatte (siehe Update von 6.40 Uhr), ist nun eine Warnung vor Sturmböen (Stufe 2 von 4) herausgegeben worden. Demnach bestehe in der Nacht auf Donnerstag sowie am Donnerstagmorgen die Gefahr durch „einzelne herabstürzende Äste“ und „umherfliegende Gegenstände“. Nahezu der komplette Westen und Süden Deutschlands sind betroffen - darunter auch alle Landkreise in Hessen.
Update vom 9. Oktober, 6.40 Uhr: Wie schwer die Zugbahn des Ex-Hurrikans „Kirk“ vorherzusagen ist, zeigen die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. Denn nur 15 Minuten nachdem die amtliche Warnung vor Dauerregen in den osthessischen Landkreisen (siehe Erstmeldung) aktiv geworden ist, wurde sie bereits wieder aufgehoben.
Der DWD hatte zunächst von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 10 Uhr, vor Dauerregen (Stufe 2 von 4) in Osthessen gewarnt. In West- und Nordhessen gilt die Warnung jedoch weiterhin. Teilweise wird sogar ergiebiger Dauerregen (Stufe 3 von 4) erwartet.
Ex-Hurrikan „Kirk“ bringt Dauerregen und Sturm nach Hessen
Erstmeldung vom 9. Oktober, 5.58 Uhr:
Fulda - „Couch-Potato-Wetter“ hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) zum Wochenstart angekündigt. Heißt: Viel Regen und vereinzelte Gewitter, die über Hessen niedergehen. Jetzt wird das Herbst-Wetter noch ein wenig ungemütlicher - und mancherorts gefährlicher.
Der DWD hat amtliche Warnungen vor Dauerregen herausgegeben. Sie gelten in allen osthessischen Landkreisen, also Fulda, Main-Kinzig, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg. Die Wetter-Experten erwarten Dauerregen der Stufe 2 von 4 zunächst im Zeitraum von Mittwoch (9. Oktober), 6 Uhr, bis Donnerstag (10. Oktober), 10 Uhr. Der DWD warnt vor vereinzelten Überflutungen von Straßen und Unterführungen.
Grund für das schlechte Wetter ist vor allem Ex-Hurrikan „Kirk“, der zunächst über dem Atlantik wütete und jetzt auf Europa trifft. „Hessen steht in den kommenden Tagen eine Extremwetterlage mit Sturm und ergiebigem Regen bevor“, erklärt auch das Hessische Landesamt für Naturschütz, Umwelt und Geologie (HLNUG).
Ausläufer von „Kirk“ sollen bereits ab Mittwoch anhaltende und intensive Niederschläge nach Hessen bringen. „An den hessischen Flüssen besteht derzeit noch keine Hochwassergefahr. Da die Verlagerung des Tiefdruckgebietes nur langsam vonstattengeht, kommt es jedoch ab Mittwoch in der Fläche zu hohen Niederschlagssummen, die auf bereits gesättigte Böden fallen. Daher ist in Hessen ab Mittwochmittag von Südwesten her mit lokal stark steigenden Wasserständen vor allem an kleinen und mittleren Gewässern zu rechnen“, warnt die Landesbehörde.
Sturmtief „Kirk“ - Behörde warnt vor Überflutungen
Auch höhere Meldestufen-Überschreitungen seien möglich. Vor allem in der Nacht zu Donnerstag kann „Kirk“ als dann außertropisches Sturmtief in Hessen wüten. Im Laufe des Donnerstags zieht „Kirk“ dann nach Nordosten ab. Das HLNUG rät, in den kommenden Tagen entsprechende Unwetterwarnungen des Wetterdienstes zu beachten. Diese würden auf mögliche lokal auftretende Überschwemmungen und Überflutungen hinweisen.
Rubriklistenbild: © Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa



