Grundsteinlegung

Künftiges Wohnquartier bei Göttingen bietet 130 neue Wohneinheiten – Erste Einzüge 2026

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Das Baugebiet „Luhbach Auen“ liegt im Westen Rosdorfs in unmittelbarer Nachbarschaft zum Altenhilfezentrum Johannishof (rechts im Bild).
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Grundsteinlegung für neues Wohnquartier „Luhbach-Auen“ in der Gemeinde Rosdorf bei Göttingen: Volksheimstätte Göttingen investiert 20 Millionen Euro.

Rosdorf – Im Westen Rosdorfs (Kreis Göttingen) entsteht das neue Wohnquartier „Luhbach-Auen“. Auf einer 20.000 Quadratmeter großen, bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche werden insgesamt 130 Wohneinheiten gebaut.

Neben zahlreichen Doppel- und Reihenhäusern, die durch regionale Bauträger errichtet und verkauft werden, investiert auch die Volksheimstätte 20 Millionen Euro in vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 70 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Am Freitag wurde dafür der Grundstein gelegt.

Neues Wohnquartier in Rosdorf: Volksheimstätte Göttingen investiert 20 Millionen Euro

„In der heutigen Situation ist es alles andere als einfach, solche Bauvorhaben umzusetzen“, betonte die Volksheimstätten-Vorstandsvorsitzende Heike Klankwarth mit Blick auf die explodierten Preise und die gestiegenen Zinsen. Daher sei es auch kein Wunder, dass von den von der Bundesregierung gewünschten 400.000 Wohnungen mit bezahlbarem Wohnraum jährlich nicht einmal die Hälfte gebaut würden.

Unter den Augen zahlreicher Gäste legte die Volksheimstätten-Vorsitzende Heike Klankwarth zusammen mit weiteren am Bauprojekt Beteiligten den Grundstein für das neue Wohnquartier.

„Umso schöner ist daher jetzt dieser Moment“, freute sich Klankwarth. Schließlich würden die Mietpreise der von der Genossenschaft geplanten Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen dank öffentlicher Förderung durch das Land Niedersachsen bei maximal 7,80 Euro pro Quadratmeter und damit weit unter dem durchschnittlichen Mietspiegel in Rosdorf liegen.

Neben bezahlbarem Wohnraum stand bei der Projektentwicklung auch die Nachhaltigkeit im Fokus. „Durch den Anschluss an das kommunale Nahwärmenetz einer örtlichen Biogasanlage werden hier künftig alle Gebäude CO₂-neutral beheizt“, erläuterte Karl Prange, Geschäftsführer der mit der Umsetzung beauftragten RTW Architekten GmbH aus Hannover.

Volksheimstätte: Preis pro Quadratmeter soll bei maximal 7,80 liegen

Daneben sollen „modernste Technologien“ genutzt werden, sodass die neuen Gebäude hohen ökologischen Standards entsprechen werden.

„Mit diesem Neubaugebiet wollen wir als Genossenschaft ein starkes Zeichen für die Zukunft setzen“, betonte Heike Klankwarth. „Hier wird neuer Wohnraum in direkter Anbindung zur Stadt Göttingen geschaffen, in einem Umfeld, das allen Ansprüchen an Lebensqualität gerecht wird.“

Die Vision von gemeinschaftlichem Wohnen und lebendiger Nachbarschaft, in der Menschen aus allen Generationen und Lebensbereichen zusammenkommen, solle hier Wirklichkeit werden.

Wohnquartier „Luhbach-Auen“ bei Göttingen ein echter „Glücksfall“ für Gemeinde Rosdorf

„Für Rosdorf ist dies ein echter Glücksfall, da hier ganz viel Bedarf besteht für bezahlbaren Wohnraum“, betonte Gemeindebürgermeister Sören Steinberg. Die Tatsache, dass in dem von der Kommunalen Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (KGE) Rosdorf und der Volksheimstätte gemeinsam erschlossenen Neubaugebiet sowohl bezahlbare Wohnungen als auch Doppel- und Reihenhäuser in Privatbesitz entstehen, nannte Steinberg „einen gelungenen Mix“.

Was den Baufortschritt angehe, sei dieser „fast schon ein bisschen zu schnell“, da man als Gemeinde gezwungen sei, im sozialen Bereich bei den Kita- und Schulplätzen nachzuschärfen. Nachdem im März mit dem Bau der vier Mehrfamilienhäuser begonnen wurde, wird mit der Fertigstellung bereits Mitte kommenden Jahres gerechnet.

Die restlichen Häuser sollen dann Ende 2026 für neue Mieter bezugsfertig sein. (Per Schröter)

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