- VonPetra Ihm-Fahleschließen
Als sehr gelungen gestaltete sich das »22. European Elvis Festival« am Wochenende. Tausende Besucher genossen die ansprechenden Angebote der Elvis-Presley-Gesellschaft (Bonn) und der Stadt.
Von den zunehmend extremen Wetterlagen blieb auch das 22. European Elvis Festival am Wochenende nicht verschont. War es zunächst heiß und sonnig, änderte sich das ab 17 Uhr am Samstag abrupt. Zweimal regnete es so heftig, dass das Becken in der Bad Nauheimer Trinkkuranlage teilweise voll Wasser stand, als der Auftritt des US-amerikanischen Sängers Terry Mike Jeffrey anstand. Die Stadt rief die Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften kam. Danach konnte der Künstler mit seiner großartigen Show »Von Hollywood nach Nashville« anfangen.
Gabi Späth und Gabi Schmid aus München regten sich dabei auf. »Was ist das hier für ein Service? Wir sitzen hier und spannen den Schirm auf. Was ist, wenn hier ein Blitz runterfährt.« Früher seien die großen Konzerte im Dolce Theater über die Bühne gegangen was sinnvoller als ein Open Air sei, beschwerten sie sich. .Eine Besucherin aus Marburg und ihr Begleiter aus Stuttgart fanden allerdings: »Für das Wetter kann ja keiner was. Es wird sich bemüht, alles ist gut.« Jochen Mörler, städtischer Fachbereichsleiter Kultur, erklärte: »Laut Wettervorhersage war es unklar, ob es heute regnet. Und es sollte lange nicht so viel regnen, wie es jetzt gekommen ist.« Letztlich wurde die Panne aber souverän gemeistert.
Allerorten viele gut gelaunte Menschen
Die Innenstadt war so voll wie schon lange nicht mehr, überall sah man gut gelaunte Menschen wie Karin Bleicher aus Bad Bodendorf. »Ich komme jedes Jahr nach Bad Nauheim, bin seit 60 Jahren Elvis-Fan und finde die Stimmung gut wie immer. Viele Fans, Zeitzeugen, es ist wunderbar.«
In Petticoat und Jumpsuit zeigten sich einige, vor allem aber sah man viele geblümte Kleider, bunte Oberteile und Jeans-Bermudas mit Shirts. In der City standen vollbesetzte Tische vor den Lokalen, an vielen Ecken war Musik des King zu hören. Entweder aus Lautsprechern oder von Live-Interpreten, etwa beim »Music Contest«. Es gab verlockende Essens-Stände wie den von Diana van Elkan aus Wetzlar, deren Unternehmen extra einen stilgerechten Imbisswagen gebaut hatte. »Wir dachten: Elvis-Festival, da muss was Besonderes hin«, sagte sie mit einem Lächeln.
Nicht nur mit Festivalpass konnte man das Großereignis genießen, da auf der Straße oder durch private Organisation viel geboten wurde. Beispielsweise im Restaurant Duckys mit unter anderem den »Steele Brothers«, vor dem Hotel Spöttel mit Künstlern wie Elvis Mioveni und Mike Bender, an der Villa Grunewald mit Carsten Hesse oder vor der Stele in der Fußgängerzone. Dort traten Künstler wie Christian Gutsch auf.
In der Dankeskirche begeisterte Nils Strassburg die Gäste, organisiert von Petra Michel (Eventaria).
Zu den Stargästen des Festivals gehörten Donna Presley, die Cousine von Elvis, und Jerry Scheff, einst Bassist in der TCB-Band. Sie waren schon bei der offiziellen Eröffnung in der Trinkkuranlage kurz zu sehen, wo Fachbereichsleiter Mörler und Maria Hesterberg, Vorsitzende der Elvis-Presley-Gesellschaft (EPG), rund 300 Besucher begrüßen konnten. Wie dort bekannt wurde, wird bei der Stadt statt Matthias Baumann nun Manuel Baena-Loth für das Elvis-Festival zuständig sein.
Zu den Höhepunkten gehörte ein Meet & Greet mit Donna und Scheff im Dolce. Andrea Reiser aus Österreich war schon recht aufgeregt. »Ich bin seit meinem 13. Lebensjahr Elvis-Fan, und es war immer mein Traum, hier zu sein und das alles zu sehen. Ich komme schon das sechste Mal und liebe diese Stadt.«
Die Oldtimer fahren auch nach Friedberg
Kurz darauf fuhren die beeindruckenden Oldtimer des Korsos zum Vergnügen der Zuschauer zwei Runden durch Bad Nauheim und anschließend nach Friedberg. Wer ein Souvenir suchte, wurde an vielen Orten fündig, nicht zuletzt beim Fan-Markt im Dolce. Dort bot beispielsweise die EPG interessante Artikel an, die man nicht überall bekomme. Mit einem Wort: es war wieder sehr gelungen.

