US-Rocklegende

Bruce Springsteen kommt nach Frankfurt – und „Demagoge“ Trump schaut zu

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US-Rocklegende Bruce Springsteen kommt am 18. Juni in den Deutsche Bank Park nach Frankfurt. Es dürfte ein höchst politisches Konzert werden.

Frankfurt – Am Mittwoch (18. Juni) kommt der große Protest gegen Donald Trump nach Frankfurt. Dann tritt Bruce Springsteen im Deutsche Bank Park auf – und dürfte seine scharfe Kritik am US-Präsidenten abermals erneuern. Der „Boss“, der derzeit mit seiner E Street Band durch Europa tourt, ist einer der lautesten Kritiker von Trump.

Jedes der bisher zehn Tour-Konzerte eröffnete die Rocklegende mit einem Monolog über die Zustände in seinem Heimatland. Auch jenes am Mittwoch im Berliner Olympiastadion. Das Amerika, das er liebe, über das er geschrieben habe und das 250 Jahre ein Leuchtturm der Hoffnung und der Freiheit gewesen sei, sei „in den Händen einer korrupten, inkompetenten und verlogenen Regierung“, sagte der 75-Jährige dort vor seinem ersten Song.

Bruce Springsteen teilt gegen Donald Trump aus – auch in Frankfurt?

Zwischen den insgesamt 29 Songs kam Springsteen in Berlin immer wieder minutenlang auf die Themen Demokratie und Freiheit zurück. Er habe stets versucht, ein guter Botschafter für Amerika zu sein. „Aber gerade geschehen Dinge, die das Wesen der Demokratie in unserem Land verändern und die zu wichtig sind, um sie zu ignorieren“, sagte der US-Musiker.

Seinen Song „Rainmaker“ widmete der „Boss“ explizit Donald Trump und kommentierte: „Wenn die Bedingungen in einem Land reif für einen Demagogen sind, dann kann man darauf wetten, dass einer auftauchen wird.“

Springsteen wandte sich auch direkt an seine Fans aus Ostberlin.

Die Auseinandersetzung zwischen Springsteen und Trump ist auch der Streit zweier Männer, die aus der gleichen Ecke der USA und aus einer Generation kommen, allerdings aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Hier das stolze Arbeiterkind Springsteen, 75, das den Zusammenhalt und respektvollen Umgang besingt, dort der Millionärssohn Trump, 78, dessen Präsidentschaft ein großes Bereicherungsprogramm für sich und seine Familie ist.

Bruce Springsteen am 18. Juni live in Frankfurter Arena

Springsteen kritisierte in Berlin auch den Umgang mit den Protesten in Los Angeles, wo Menschen gegen Trumps harten Migrationskurs und die Abschieberazzien der Einwanderungsbehörde ICE demonstrierten. Er sagte: „Sie setzen das amerikanische Militär auf Amerikas Straßen ein, basierend auf Unwahrheiten über eine ausländische Invasion.“

Trotz der vielen Fehler sei Amerika ein „großartiges Land“ mit „großartigen Menschen“, betonte Springsteen. Vor den begeisterten Fans fügte er hinzu: „Wir werden auch diesen Moment überleben.“ Laut Veranstalter waren etwa 68.000 Konzertbesucher anwesend.

Trump reagierte auf die Worte bereits mit einer unverhohlenen Drohung. Nachdem der Sänger im englischen Manchester die US-Regierung scharf kritisiert hatte, reagierte Trump mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social. Er schrieb unter anderem, Springsteen sei ein „aufdringlicher, unausstehlicher Trottel“. Und: Der Sänger solle seinen Mund halten, bis er wieder im Land sei. „Dann werden wir alle sehen, wie es für ihn weitergeht!“

Bruce-Springsteen-Fans in Frankfurt dürfen sich auf politisches Konzert freuen

Vergangenen Monat hatte sich bereits der Bandleader der E Street Band, Steven Van Zandt, zum Streit mit Trump geäußert. „Es ist offensichtlich, dass Bruce und ich nicht im Trump-Lager übernachten. In Amerika haben wir deshalb in den letzten Jahren die Hälfte unseres Publikums verloren“, sagte er in der deutschen Ausgabe des Magazins „Playboy“. Der „Trumpismus“ sei „heute stärker als der Rock'n‘Roll“.

Das war der World Club Dome – die schönsten Fotos vom Festival in Frankfurt

 World Club Dome 2025 Moon Edition
Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller
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Das war der World Club Dome in Frankfurt. © Monika Müller

Ihre Botschaft würden die Rocklegenden deshalb nicht ändern, stellte er in dem Interview klar: „Irgendwann im Leben musst du die Entscheidung treffen, ob du ein ehrlicher Künstler sein willst, der auch ein Bürger dieses Landes ist mit all seinen Verantwortlichkeiten, oder du willst ein reicher Entertainer sein und tun, was jeder erfolgreiche Entertainer in der Geschichte getan hat, wenn er Geld verdienen will: Politik und Religion vermeiden.“ 

Die Springsteen-Fans in Frankfurt dürfen sich am Mittwoch also auf ein höchst politisches Konzert freuen, dass womöglich sogar der US-Präsident im Blick haben wird. (nhe/dpa)

Der Verkehr rund um den Deutsche Bank Park in Frankfurt ist zeitweise eine Zumutung. Autofahrer und Anwohner sind gleichermaßen betroffen.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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