Südringgauschule Herleshausen

Code-Week: Schüler der Südringgauschule Herleshausen lernen Programmieren

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Schüler Hassan war einer von zehn Teilnehmern des Kurses „Let’s rock the turtle“ an der Südringgauschule Herleshausen – die verständlichen Erklärungen und ihr sofortiges Umsetzen in der Praxis haben ihm sehr gut gefallen.
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Die Programmiersprache Python haben die Schüler der Südringgauschule Herleshausen kennengelernt. Die Schule nahm an der Nordhessischen Code-Week teil.

Herleshausen – Anika, Luna, Yannick und Julian tippen print („Hallo Welt!“) an ihren Rechnern ein, drücken Enter und auf den Bildschirmen erscheint „Hallo Welt“ – traditionell das erste bisschen Code für alle, die programmieren lernen. Und das Programmieren gilt als wichtige Kompetenz für die digitale Zukunft, besonders für Kinder und Jugendliche. Pädagogen sprechen von „informatischem Denken“, also Fragen so zu formulieren und zu analysieren, dass ein Computer sie beantworten könnte. Das hilft nicht nur beim Programmieren, sondern ganz allgemein dabei, Probleme logisch zu lösen.

Insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 7 der Südringgauschule Herleshausen haben sich am gestrigen Dienstag (31. Oktober) für den mehrstündigen Kursus „Let’s rock the turtle – Eine kurze Einführung in Python“ angemeldet. „Und es hätte noch viel mehr interessierte Schüler gegeben“, sagt Ursula Woth, Trainerin bei der Gesellschaft Bildungsarchitekten mit Sitz in Kassel, begeistert. Die IT-Spezialistin schult die Jugendlichen an diesem Tag routiniert in der Programmiersprache Python. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Für die Schüler ist Programmieren wie eine neu erlernte Sprache. Sie können selbst erschaffen – „und die Fähigkeiten sind für das spätere Leben nützlich“, weiß Schulleiterin Regina Nizold. Die Teilnahme an dem Angebot war für die Schüler kostenlos; die benötigten Laptops wurden gestellt.

Das Angebot an der Südringgauschule war Bestandteil der nordhessenweiten Code-Week; eine Aktion, die den Heranwachsenden helfen soll, ihre Begeisterung für das Tüfteln, Hacken und Programmieren zu entdecken. Eigentlich aber sind die Herleshäuser über diese Phase längst hinaus: Erste Erfahrungen mit Codes haben sie in AGs gesammelt; Siebtklässler Julian erzählt sogar, dass er zuhause gern an „einer Website für den Eigennutz“ bastele.

Was aber hat es nun mit der namensgebenden „turtle“ (zu deutsch: Schildkröte) des Kurses auf sich? „Turtle ist ein integriertes Modul in Python, mit denen Programmier-Anfänger einfache Zeichnungen auf dem Bildschirm erstellen können“, erklärt Ursula Woth mit Elan. Und dann legen die Schüler selbst los: Als Nutzer steuern sie einen Pfeil, den man sich als Schildkröte vorstellen kann – daher der Name „turtle“. Mit einer Zeile Code erhält der Pfeil aber auch die Umrisse einer Schildkröte. Die Schüler können sie durch durchdachte Befehle vorwärts bewegen, drehen, farbige Linien zeichnen und noch viel mehr. „Programmieren ist immer auch probieren“, sagt Ursula Woth. Und so helfen sich die Schülerinnen und Schüler bei Problemen auch untereinander und geben Tipps. (Emily Hartmann)

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