Konzern bekräftigt Schließung der Schlauchfertigung

Conti baut 300 Stellen ab

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Der Contitech-Standort in Northeim: Die Schlauchproduktion will das Unternehmen hier beenden.
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Die Schlauchfertigung im Northeimer Contitech-Werk wird zum Jahresende 2024 eingestellt. Es bleibt bei der bereits vor einem Jahr angekündigten Schließung.

Northeim – Das hat der Continental-Konzern am Donnerstag bekannt gegeben. Betroffen davon sind rund 300 Beschäftigte.

Änderungen gibt es indes für die beiden anderen Contitech-Standorte in der Region. Statt der Schließung des Standortes in Hann. Münden und dem Weiterbetrieb in Oedelsheim (Kreis Kassel) bleibt nun das Werk in der Drei-Flüsse-Stadt erhalten und das in Oedelsheim soll den Betrieb einstellen.

In Münden sind 560 Mitarbeiter beschäftigt, in Oedelsheim 190.

„Aufgrund der erforderlichen Investitionen in die Infrastruktur beim Erhalt von Oedelsheim ist die Fortführung des 25 Kilometer entfernten Hann. Münden wirtschaftlicher“, hieß es aus dem Konzern.

Die Produktion von Silikonschläuchen soll nach den Konzernplänen von Northeim nach Hann. Münden und nach Korbach verlagert werden. Die Fertigung von hochwertigen Formschläuchen bleibe teilweise am Standort Korbach erhalten, so der Konzern.

Im thüringischen Waltershausen soll die Produktion von Klimaschlauch-Meterware erhalten bleiben. Hintergrund für die Umstrukturierungen sind laut des Konzerns Überkapazitäten bei Gummischläuchen für Verbrennermotoren.

Alle Mitarbeiter an den Standorten würden regelmäßig über den weiteren Stand der Verhandlungen informiert. Auf Basis des bereits im März 2022 verabschiedeten Rahmensozialplans fänden seit einigen Monaten konstruktive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen statt, hieß es weiter.

In Northeim bleiben die Produktion von Transportbandsystemen, Elastomer-Beschichtungen, Präzisionsdichtungen und Formteilen für Bremse, Lenkung und Achsen erhalten, die von den übrigen drei Contitech-Gesellschaften am Standort produziert werden.

Die Ankündigung, die Schlauchfertigung zu schließen, war für die Belegschaft vor einem Jahr überraschend gekommen. Zuvor hatte die Geschäftsführung nur einen Stellenabbau angekündigt. Anfang Juli vergangenen Jahres hatten 600 Beschäftigte aus Hann. Münden und Northeim gegen die damaligen Schließungspläne demonstriert.  (Thomas Schlenz, Ekkehard Maaß, Olaf Weiss)

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