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Corona in Hessen: Die letzten Regeln fallen Ostern weg - Umfrage zu Maßnahmen zeigt klares Bild

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Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Gehweg. Mit dem 7. April entfallen die letzten Beschränkungen.

In Hessen bleiben die Corona-Zahlen auf sehr niedrigem Niveau. Ostern fallen die letzten Schutzmaßnahmen weg.

  • Corona in Hessen: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am 7. April bei 16,9.
  • Mit dem 7. April fallen die letzten bundesweiten Schutzmaßnahmen weg
  • Sozialminister Kai Klose spricht von einer „Zäsur“

Update vom 6. April, 6.43 Uhr: Mehr als drei Jahre nach dem Beginn der Corona-Pandemie laufen in dieser Woche die letzten Corona-Regeln aus. Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) bezeichnet das als „Zäsur“. Die derzeitige Lage, in der Corona sich zu einem endemischen Virus entwickelt habe, stimme optimistisch, teilte er am Mittwoch in Wiesbaden mit. Corona stelle inzwischen ein beherrschbares Risiko dar.

Mit dem 7. April enden die verbliebenen Corona-Regelungen wie die Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen. Ausnahmen gebe es in einzelnen Einrichtungen, die via Hausrecht Regelungen durchsetzen, teilte das Ministerium mit. Die einst zahlreichen Alltagsauflagen mit Maskenpflichten in Geschäften oder Verkehrsmitteln und Testpflichten vor dem Zutritt zu Pflegeheimen und vielen Innenräumen waren bereits zuvor aufgehoben worden. Der 7. April steht als letzter Geltungstag der Corona-Bestimmungen im bundesweiten Infektionsschutzgesetz.  

Corona in Hessen: Letzte Schutzmaßnahmen werden aufgehoben

In einem Schreiben an Schülerinnen, Schüler und Eltern hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) bereits Ende März auf das Ende der verbliebenen Corona-Regelungen in den Schulen hingewiesen.

Diese waren im Schulalltag eh kaum noch spürbar gewesen und hatten zuletzt beispielsweise noch Erleichterungen bei einer Befreiung beim Präsenzunterricht betroffen. Die drei zurückliegenden Jahre seien vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien besonders kräftezehrend gewesen, hieß es in dem Schreiben.

Die nun endenden staatlichen Corona-Schutzvorgaben finden laut einer Umfrage im Rückblick breites Einverständnis. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nannten 48 Prozent der Befragten die Maskenpflichten alles in allem völlig richtig und weitere 25 Prozent eher richtig. Als völlig falsch bewerteten sie 14 Prozent, als eher falsch 11 Prozent. Die Testpflichten beurteilten 41 Prozent der Befragten rückblickend insgesamt als völlig richtig und 32 Prozent als eher richtig. Als völlig falsch stuften sie 12 Prozent ein, als eher falsch 11 Prozent. Damit gibt es ein klares Bild.

Update vom 2. März, 7.44 Uhr: Weitere Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus enden ab März auch in Hessen. Am Mittwoch entfielen bundesweit die festgelegten Masken- und Testpflichten für Beschäftigte und Bewohner in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Wer Patienten oder Heimbewohner besuchen und Arzttermine wahrnehmen will, muss jedoch weiterhin eine Maske tragen.

Zuletzt war Anfang Februar bereits die Maskenpflicht in Fernzügen und Fernbussen vorzeitig ausgesetzt worden. In den öffentlichen Bussen und Bahnen im Nahverkehr müssen die Hessen ebenfalls keine Maske mehr zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus tragen. In Flugzeugen ist die Maskenpflicht schon seit dem Herbst passé. Beendet wurde auch bereits die Isolationspflicht für Corona-Infizierte.

Am 7. April sollen dann die letzten bundesweiten Corona-Vorgaben auslaufen. Das betrifft dann auch die Maskenpflicht für Besuche in Praxen, Kliniken und Heimen.

Corona in Hessen: „Pandemie in Pflegeheimen nicht vorbei“

Update vom 23. Februar, 7.36 Uhr: Pflegebedürftige in Heimen waren einer Krankenkasse zufolge viel stärker von Corona-Infektionen betroffen als der Rest der hessischen Bevölkerung. Wie aus dem aktuellen Pflegereport der Barmer hervorgeht, lag im Januar 2021 der Anteil der Pflegebedürftigen mit einer Covid-19-Diagnose in hessischen Heimen bei über zehn Prozent. Damit war der Wert rund acht Mal höher als im Rest der Bevölkerung, in der zum gleichen Zeitpunkt nur 1,2 Prozent infiziert waren, wie die Barmer am Mittwoch in Frankfurt berichtete.

Gerade die hohen Pflegegrade waren den Daten zufolge am stärksten von Corona-Infektionen betroffen. Im Beispielmonat Januar 2021 waren knapp sechs Prozent der Menschen im Pflegegrad fünf mit Corona infiziert - drei Mal mehr als im Pflegegrad zwei, wo nur zwei Prozent eine Infektion hatten.

Datengrundlage sind die Versichertendaten der Barmer. Die Krankenkasse versichert rund 741.000 Menschen in Hessen. „Für viele mag die Pandemie vorbei sein, in Hessens Pflegeheimen ist sie es nicht“, sagte der Landeschef der Barmer in Hessen, Martin Till.

Tourismus in Hessen zieht deutlich an - Zahlen vor Corona aber höher

Update vom 18. Februar, 9.09 Uhr: Der Tourismus in Hessen hat 2022 angezogen und das Niveau der ersten Corona-Jahre deutlich übertroffen. Allerdings sei er noch nicht auf dem Stand von vor der Pandemie, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Im vergangenen Jahr seien 88 Prozent mehr Gäste und 59 Prozent mehr Übernachtungen von den Herbergen gemeldet worden als noch 2021. Allerdings seien das immer noch 20 Prozent weniger Gäste und 16 Prozent weniger Übernachtungen als 2019.

Im vergangenen Jahr kamen 12,7 Millionen Gäste ins Bundesland, ein Anstieg um 5,9 Millionen. Bei den Übernachtungen sei die Zahl von knapp elf Millionen auf fast 30 Millionen gestiegen. Beide Werte hätten in allen kreisfreien Städten und Landkreisen zugenommen, wobei 80 Prozent der Gäste aus Deutschland und 20 Prozent aus dem Ausland kamen. Fulda hat im vergangenen Jahr die zweithöchste Besucherzahl der Stadthistorie erreicht.

Der Trend setzte sich dem Landesamt zufolge nach vorläufigen Ergebnissen auch im Januar 2023 fort. So stieg die Zahl der Gäste im Vergleich zum Vorjahresmonat um 113 und die Übernachtungen um 67 Prozent.

Corona in Hessen: Weitere Schutzvorgaben enden vorzeitig

Update vom 15. Februar, 7.52 Uhr: Weitere bundesweite Corona-Schutzvorgaben sollen nach Plänen von Bund und Ländern vorzeitig zum 1. März auslaufen - auch in Hessen. Die Gesundheitsministerinnen und -minister vereinbarten am Dienstag ein früheres Ende der eigentlich bis 7. April festgelegten Masken- und Testpflichten für Beschäftigte und Bewohner in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Für Besuche in Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen soll aber noch weiterhin Maskenpflicht gelten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte, unter dem Strich sei die Infektionslage seit Wochen stabil. Die Krankenhäuser könnten Corona-Kranke gut versorgen. Nur beim Besuch medizinischer Einrichtungen gelte es nach wie vor, vorsichtig zu sein. Wer Patienten oder Heimbewohner besuche und Arzttermine wahrnehme, müsse weiterhin Maske tragen. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Aber die Pandemie hat ihren Schrecken verloren. Das Virus ist im Alltag beherrschbar. Und daraus ziehen wir Konsequenzen.“

„Hessen unterstützt die Entscheidung des Bundesgesundheitsministers, die Testpflichten für Beschäftigte und Besuchende vulnerabler Einrichtungen zum 1. März 2023 analog zur auslaufenden Finanzierung der Corona-Tests, die die Bundesregierung bereits vor einiger Zeit beschlossen hatte, aufzuheben“, betonte Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne). Hessen habe im Vorfeld darauf hingewiesen, dass diese Personengruppe sonst einen Test hätte nachweisen müssen, ohne eine Testung kostenfrei in Anspruch nehmen zu können.

Corona in Hessen: Mehr als 400 Entschädigungsanträge nach Impfungen

Update vom 8. Februar, 7.17 Uhr: Wegen möglicher Schäden durch Corona-Impfungen sind in Hessen bislang mehr als 400 Anträge auf Entschädigung gestellt worden. Über 260 seien bereits entschieden worden, davon 22 positiv, teilte das Regierungspräsidium Gießen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Anträge würden auch Hinterbliebenenversorgung und Bestattungsgelder beinhalten.

Die Grundlagen für mögliche Entschädigungen sind im Paragraf 60 des Infektionsschutzgesetzes geregelt. Für einen Antrag muss eine Impfung nachgewiesen werden. Ebenso müssen der Behörde zufolge Gesundheitsschäden nachgewiesen werden, wofür Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte angefordert werden.

Ein weiterer Faktor sei, dass die Probleme nicht nur vorübergehend, sondern mehr als sechs Monate aufgetreten und auf die Impfung zurückzuführen seien. „Es reicht für die Annahme des ursächlichen Zusammenhangs nicht aus, dass dieser nur möglich ist“, heißt es beim Regierungspräsidium.

Für eine Entschädigung geltend gemacht würden Angstzustände, Sehstörungen, Hirninfarkt, Migräne, Herzmuskelentzündungen, Schwindel, kreisrunder Haarausfall, Diabetes, Allergien oder Tinnitus. Anerkannt würden aber überwiegend die Folgen von Herzmuskelentzündungen, Sinusvenenthrombosen oder das Guillain-Barré-Syndrom, eine seltene Nervenerkrankung, die im schlimmsten Fall zu einer Lähmung führen kann.

Corona in Hessen: 151 Millionen Euro für Verdienstausfälle ausgezahlt

Update vom 3. Februar, 8.05 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Hessen über 151 Millionen Euro als Entschädigung für Verdienstausfälle nach dem Infektionsschutzgesetz ausgezahlt worden. Von den rund 236.000 eingegangenen Anträgen seien bereits etwa 180.000 bearbeitet worden, teilte das Regierungspräsidium Darmstadt am Donnerstag mit.

Um die Gesundheitsämter zu entlasten, hatte das Regierungspräsidium Anfang 2020 die Anträge übernommen und eine eigene Projektgruppe gegründet. Den Angaben zufolge arbeiteten 370 Personen in der Projektgruppe, wovon 92 aus der Finanzverwaltung stammten. In der Hoch-Phase haben demnach 200 Angestellte gleichzeitig an den Anträgen gearbeitet. 

Zum Jahreswechsel 2023 gab das Regierungspräsidium die noch offenen Anträge wieder an die zuständigen Gesundheitsämter ab. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) lobte die Arbeit der Projektgruppe: Deren Leistung verdiene höchste Anerkennung und zeige, wie leistungsstark die Verwaltung sei.

Wer durch eine amtlich angeordnete Quarantäne nicht arbeiten darf, hat gemäß dem Infektionsschutzgesetz Anspruch auf eine Entschädigung für Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in voller Lohnhöhe gewährt, danach zu 67 Prozent. Die Kosten trägt der Bund.

Corona-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen endet in Hessen

Update vom 1. Februar, 9.12 Uhr: In den öffentlichen Bussen und Bahnen im Nahverkehr müssen die Hessen ab diesem Donnerstag (2. Februar) keine Maske mehr zum Schutz vor eine Ansteckung mit dem Coronavirus tragen. Bundesweit fällt dann auch Maskenpflicht in Fernzügen weg. In Flugzeugen ist die Maskenpflicht schon seit dem Herbst passé. Beendet wurde auch bereits die Isolationspflicht für Corona-Infizierte.

In hessischen Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen ist es dagegen weiterhin erforderlich, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Sozialminister Kai Klose (Grüne) hatte trotz sinkender Corona-Zahlen jüngst nochmals an die Bürger appelliert, sich zum Schutz gegen die Krankheit impfen zu lassen. Es gebe die Hoffnung, dass die Infektionszahlen noch weiter zurückgehen werden. Wenn es aber geboten sei, sollten die Menschen noch weiter Abstand halten und eine Maske tragen, wenn sie sich unsicher fühlten.

Update vom 20. Januar, 7.11 Uhr: Wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Subventionsbetrug haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag die Wohnungen und Geschäftsräume von zwölf Beschuldigten durchsucht. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Steuerberatungskanzlei in der Wetterau, unter deren Namen für mehrere Gastronomen falsche Anträge auf Corona-Überbrückungshilfen gestellt wurden, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte.

Corona in Hessen: Razzia gegen mutmaßliche Subventionsbetrüger

Fälschlich ausgezahlt wurden demnach 320.000 Euro bei Anträgen über zusammen 750.000 Euro. Die Auszahlungen waren nach Kontrollen des Regierungspräsidiums Gießen und der Finanzämter gestoppt worden. Durchsucht wurden bei der Razzia 24 Gebäude in Hessen, dem fränkischen Main-Tauber-Kreis und in Lübeck. Beteiligt waren mehr als 70 Einsatzkräfte. Die Frankfurter Ermittler haben zwei weitere Parallel-Verfahren, bei denen es um mutmaßlich betrügerische Steuerberatungen aus den Kreisen Gießen und Groß-Gerau geht.

Im aktuellen Komplex steht ein 86 Jahre alter Steuerberater unter dem Verdacht, seinen Titel wissentlich zur Verfügung gestellt zu haben, damit drei Mitarbeiter des Büros die Zahlungen beantragen konnten. Die Anträge zur Überbrückungshilfe III und III Plus durften nur über sogenannten „Prüfende Dritte“ - also Steuerberater, Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer - eingereicht werden, um Missbrauch zu vermeiden. Unter den zwölf Beschuldigten sei außer dem 86-Jährigen kein weiterer „Berufsträger“, erklärte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Corona in Hessen: Maskenpflicht in Bus und Bahn soll am 2. Februar fallen

Update vom 14. Januar, 11.03 Uhr: Die Maskenpflicht in öffentlichen Bussen und Bahnen in Hessen soll am 2. Februar fallen. Das teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Wiesbaden am Freitag mit. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zuvor angekündigt, dass es ab 2. Februar keine Maskenpflicht mehr im öffentlichen Fernverkehr geben soll.

Update vom 3. Januar 2023, 8.58 Uhr: In Hessen wurden zuletzt 3943 Corona-Infektionen sowie 14 weitere Todesfälle registriert, wie das RKI am Dienstag meldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 229,8.

Nach zwei Silvester-Jahren mit starken Corona-Einschränkungen wurde zum Jahreswechsel diesmal zwar kräftig geböllert - ansonsten verlief der Start ins Jahr 2023 in Hessen aber meist ruhig. Die Polizei registrierte keine größeren Einsätze. Viele Brände hielten die Feuerwehren auf Trab.

Corona in Hessen: Inzidenz bei 229,8 - viel Böllerei an Silvester

Update vom 29. Dezember, 9.58 Uhr: Nach zwei Jahreswechseln mit pandemiebedingten Einschränkungen und Böllerverbot bereiten sich die hessischen Städte und Gemeinden auf ein Silvester fast wie gewohnt vor. Die Kommunen rechnen wieder mit volleren Straßen - und mahnen zu verantwortungsvollem Feiern. Allerdings macht sich auch die Energiekrise bemerkbar, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter hessischen Städten ergab. So müssen etwa die Wiesbadener auf das städtische Feuerwerk vor dem Kurhaus verzichten, das abgesagt wurde.

Wer privat Raketen und anderes Feuerwerk zünden will, muss die Tabuzonen beachten: Böllern ist grundsätzlich nicht erlaubt in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen sowie von besonders brandempfindlichen Gebäuden wie Fachwerkhäusern. Zudem können die Kommunen weitere Verbote regeln.

Auf Frankfurts berühmter Mainbrücke, dem Eisernen Steg, ist an Silvester kein Feuerwerk zugelassen. „Ziel ist es, die meist eng gedrängten Menschen auf der Brücke vor Verletzungen zu schützen“, erklärte die Stadt. Die Regelung gilt ab drei Stunden vor und bis drei Stunden nach Mitternacht und bezieht sich auf Raketen, Böller, Kanonenschläge und Feuerwerksbatterien, aber auch auf bengalische Fackeln oder Feuerfontänen.

Zudem sind auf der Fußgängerbrücke Taschen oder Tüten mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern verboten. Auf beiden Seiten würden entsprechende Kontrollen durchgeführt, hieß es. Bei einer Überlastung durch zu viele Menschen könne die Brücke auch kurzfristig gesperrt werden.

Corona in Hessen: Ministerpräsident „würde auch ohne Pflicht im ÖPNV eine Maske tragen“

Update vom 28. Dezember, 7.15 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat zu Besonnenheit in der Debatte um weitere Lockerungen der Corona-Regeln aufgerufen. „Wir wollen so viel Freiheit wie möglich im Zusammenhang mit den Corona-Regeln gewähren“, sagte Rhein der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. „Wir schauen sehr auf die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen.“ Das gelte auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

„Wir beobachten die Lage und entscheiden dann, wie wir weiter mit der Maskenpflicht umgehen“, erklärte der Regierungschef. Derzeit bleibe es für den ÖPNV aber bei der Maskenpflicht. Er halte diese Maßnahme für einen verhältnismäßig geringen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Die Lage müsse aber weiter beobachtet und dann entsprechend reagiert werden.

Als Frankfurter Bürger fahre er auch mit der U-Bahn und dem Bus, berichte der Ministerpräsident. „Das Gedränge ist oft so groß in Bus und Bahn, dass ich selbst jedenfalls - auch wenn es keine Pflicht gäbe - eine Maske tragen würde.“ Weitere Corona-Maßnahmen bis auf die Maskenpflicht im ÖPNV seien von der Landesregierung derzeit nicht geplant.

Indes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch bei 220,3. Binnen eines Tages kamen zudem 5566 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Elf weitere Menschen starben in Verbindung mit Corona.

Update vom 24. Dezember, 11.43 Uhr: Das RKI weist am Samstag (24. Dezember) indes daraufhin, dass die Lage nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel epidemiologisch nicht in gleicher Weise wie im restlichen Jahr bewertet werden können. „Schulen und Kitas sind bundesweit geschlossen, Kontaktmuster und Mobilitätsverhalten sind anders.“

„Da in dieser Zeit weniger Personen eine Arztpraxis aufsuchen, werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dadurch werden auch weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. In dieser Zeit werden auch nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI Daten übermitteln.“

Update vom 21. Dezember, 8.54 Uhr: Hat sie trotz Corona-Infektion und Quarantäne einen Bekannten besucht, der dann starb? Um diese Frage ging es im Verfahren gegen eine Frau in Hessen (siehe Update vom 20. Dezember), das nun mit einem Freispruch endete. Die 72-Jährige musste sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung durch eine vorsätzliche Corona-Infektion vor Gericht verantworten.

Das Amtsgericht Seligenstadt sprach sie im Juni frei - doch die Staatsanwaltschaft Darmstadt legte Berufung ein. Nun hat sie diese zurückgezogen. Damit gilt das Urteil der Vorinstanz und die 72-jährige Angeklagte ist freigesprochen.

Update vom 20. Dezember, 9.58 Uhr: In Hessen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am 20. Dezember bei 212,0. Das meldet das Robert Koch-Institut. Die Gesundheitsämter haben 3771 weitere Infektionen gemeldet. Vier Menschen sind in Hessen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Corona in Hessen: Bekannten angesteckt? Frau wegen Körperverletzung vor Gericht

Corona beschäftigt indes auch weiter die Justiz: Weil sie einen Mann mit dem Virus angesteckt haben soll, steht an diesem Dienstag (13 Uhr) eine 72 Jahre alte Frau wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Darmstädter Landgericht. Das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach hatte Ende März 2020 die Frau nach einem positiven Coronatest unter Quarantäne gestellt. Laut Staatsanwaltschaft besuchte sie dennoch in dieser Zeit einen langjährigen Bekannten in seiner Wohnung.

Laut Anklage hat die Frau den damals 68 Jahre alte Mann mit Corona infiziert. Er starb später in einem Krankenhaus. Das Landgericht verhandelt den Fall in der zweiten Instanz. Das Amtsgericht Seligenstadt hatte die Angeklagte im Juni freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat gegen dieses Urteil Berufung eingelegt.

Update vom 17. Dezember, 9.22 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Samstag bei 213,1. Binnen eines Tages kamen zudem 2229 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Fünf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Corona in Hessen: Neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Update vom 14. Dezember, 10.35 Uhr: Zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sind in Hessen in den vergangenen zwei Jahren über 270 unbefristete Vollzeitstellen geschaffen und besetzt worden. Zudem habe es über 220 befristete Stellen durch den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Land gegeben, teilte Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne) auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion in Wiesbaden mit.

Wegen der Corona-Pandemie hatten Bund und Länder 2020 den Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst beschlossen, um das Personal vor allem in den rund 400 Gesundheitsämtern in Deutschland aufzustocken.

Update vom 9. Dezember, 7.24 Uhr: Hessen bekommt ein Landesgesundheitsamt. Das hat der hessische Landtag am Donnerstag in Wiesbaden mit den Stimmen der schwarz-grünen Regierungskoalition beschlossen. Mit dem Beschluss verbessere Hessen den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, stärke den öffentlichen Gesundheitsdienst und ziehe eine wichtige Lehre aus der Corona-Pandemie, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne).

Corona in Hessen: Neues Landesgesundheitsamt als Lehre aus der Pandemie

Die Behörde soll als Bindeglied zwischen dem Sozialministerium und den Gesundheitsämtern im Land eine koordinierende Rolle einnehmen. Dabei wird es etwa um die Erarbeitung von Empfehlungen gehen, um ein einheitliches Vorgehen in Hessen zu gewährleisten. Die Behörde soll die Gesundheitsämter zudem durch Beratung unterstützen und eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis werden.

Das hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege ist als dezentral organisierte Gesundheitsfachbehörde an vier Standorten geplant. Der Hauptsitz der Behörde soll in Darmstadt sein.

Corona in Hessen: Zahl der geimpften Kinder und Jugendlichen deutlich gesunken

Update vom 24. November, 8.24 Uhr: Die Zahl der geimpften Kinder und Jugendlichen in Hessen ist im Verlauf der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind aktuell rund 66.000 Jungen und Mädchen weniger geimpft, das ist ein Rückgang von elf Prozent, wie sich aus dem hessischen Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit ergibt. „Unsere Auswertung zeigt, dass selbst etablierte Impfungen vernachlässigt worden sind. Dies kann schlimme Folgen haben“, sagte die DAK-Landeschefin Britta Dahlhoff.

Besonders ausgeprägt ist der Rückgang bei Impfungen gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Kinderlähmung (minus 29 Prozent) und HPV-Erstimpfungen zur Krebsvorsorge (minus 30 Prozent). Für die repräsentative Analyse wurden Behandlungsdaten von 86.000 Mädchen und Jungen im Land wissenschaftlich untersucht und mit der Situation vor der Pandemie verglichen.

Indes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen am Donnerstag bei 191,0. Binnen eines Tages kamen zudem 2371 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Zwölf weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Corona in Hessen: Isolationspflicht für Infizierte aufgehoben

Update vom 23. November, 9.18 Uhr: Hessen hebt die Isolationspflicht für Corona-Infizierte auf. Die Regelung gilt von diesem Mittwoch an, wie die Landesregierung nach einer Entscheidung des Kabinetts am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Erstmeldung vom 18. November, 17.12 Uhr:

Wiesbaden - Die Isolationspflicht für Corona-Infizierte in Hessen fällt voraussichtlich ab kommenden Mittwoch weg. Anfang nächster Woche wolle das Kabinett einen entsprechenden Beschluss fassen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit.

Die Pflicht für positiv Getestete, sich zu isolieren, entfalle damit. Dafür müssten sich Corona-Infizierte an andere Schutzmaßnahmen halten, wie etwa eine Maskenpflicht in Innenräumen.

Das Sozialministerium hatte den Schritt bereits angekündigt. Viele Menschen in Deutschland seien geimpft oder hätten eine Infektion durchgemacht, hieß es zur Begründung. Zudem wurde auf die zurückgehenden Infektionszahlen verwiesen. Auch in anderen Bundesländern ist die Isolationspflicht weggefallen.

Derweil liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen laut Robert-Koch-Institut am Freitag bei 200,4. Binnen eines Tages kamen zudem 1732 Neuinfektionen mit dem Virus hinzu. Acht weitere Menschen sind in Verbindung mit Corona gestorben.

Außerdem hat sich die Zahl der Corona-Patienten in Hessen im zweiten Pandemie-Jahr verdoppelt. Insgesamt 27.900 Menschen wurden 2021 vollstationär behandelt.

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