„Das erste große Festival, bei dem ich spiele“

Vox-Serienstar tritt mit seiner Musik beim Open Flair auf

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Timur Bartels hat den diesjährigen Flair-Bandcontest gewonnen.
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INTERVIEW Flair-Contest-Gewinner Timur Bartels war vor seinem Auftritt auf der Seebühne ein bisschen aufgeregt.

Timur Bartels (27) hat beim Flair-Bandcontest die meisten Stimmen bekommen: Mit 554 Votes setzte er sich gegen die anderen neun Finalisten durch und konnte 159 Stimmen mehr für sich gewinnen als die zweitplatzierte Band Birgit Jones. In seinen Songs verarbeitet Timur Gefühle, Erlebnisse und Emotionen. Im Interview haben wir mit dem 27-jährigen Berliner über seine Festivalerfahrungen, den Unterschied zur Arbeit vor der Kamera und sein Wissen über Eschwege gesprochen.

Trittst du zum ersten Mal mit deiner Musik bei einem Festival auf?

Das Open Flair ist tatsächlich das erste große Festival, bei dem ich spiele. Ich bin vorher erst bei einem kleinen Festival mit meinen Songs aufgetreten. Regelmäßig veröffentliche ich erst seit anderthalb Jahren Musik, von daher ist das voll groß für mich.

Bist du deshalb ein bisschen aufgeregt?

Ich bin auf jeden Fall aufgeregt, ja. Heute Morgen hatte ich schon Kontakt zur Band SDP, weil die schon mal beim Flair gespielt haben. Die haben mir gesagt, dass die Leute hier geil sind und Bock auf Musik haben. Ich werd’s genießen, haben sie mir versprochen – da vertraue ich ihnen mal.

Du bist als Schauspieler bereits sehr erfolgreich. Wie unterschiedlich fühlt es sich an, vor der Kamera oder auf der Bühne zu stehen?

Das ist komplett anders. Bei einem Film kann es passieren, dass es beispielsweise über Netflix am Ende 20 Millionen Menschen sehen, das Gefühl hat man beim Drehen natürlich nicht. Das direkte Feedback gibt es in dem Moment auch nicht. Das ist beim Musikmachen schon echt besonders.

Und du hast keinen zweiten Take, wenn mal etwas nicht so gut klappt ...

Genau! Ich finde auch, dass Musik einfach die schönste Kunstform ist. Viele werden meine Songs noch nicht kennen, aber vielleicht kann man sie nach kurzer Zeit trotzdem schon checken, fühlen und verstehen. Bei einem Song kann es so sein, dass man ihn zehn Sekunden hört und er catcht dich, bei einem Film ist das schwieriger.

Du kommst aus der Hauptstadt – kanntest du Eschwege vor deinem Flair-Aufritt überhaupt?

Ich kannte Eschwege tatsächlich vorher nicht und hatte leider auch noch keine Zeit, die Stadt zu erkunden. In dieser Ecke Deutschlands drehe ich auch eigentlich nie Filme. Das spielt sich meist in Berlin, Köln, München oder Hamburg ab. Aber ich feier’ das – ich wohne in Berlin auch ganz am Rand und kann mich gut mit Eschwege identifizieren.

Welchen Song spielst du am liebsten live?

Mein Song „Explosiv“ ist noch gar nicht veröffentlicht – den spiele ich immer zum Schluss meiner Show. Ich habe ihn schon ein paar Mal live ausprobiert und der Song funktioniert mit am besten für die Leute. Außerdem ist es auch eins meiner Lieblingslieder. (Theresa Lippe)

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