VonKathrin Rosendorffschließen
Im ehemaligen Karstadt-Gebäude auf der Zeil öffnet die beliebte spanischen Modekette diese Woche ihre Türen. Bis 2026 soll der Pop-Up-Store bleiben.
Frankfurt – Nun steht das offizielle Eröffnungsdatum der spanischen Modekette Bershka im ehemaligen Karstadt-Gebäude auf der Zeil fest. Am Donnerstag (6. Juni) um 10 Uhr werden die Türen des neuen Ladens erstmalig geöffnet.
Das teilte Torsten Schulz, Geschäftsführer des Münchner Immobilienmaklers Storescouts, der die Fläche in zentraler Lage vermittelt hatte, der FR am Montag mit. „Es ist der größte Bershka in Europa“, so Schulz. Ende März war bekannt geworden, dass Bershka einzieht.
Bershka auf der Zeil: „Das Modelabel funktioniert sehr gut in Frankfurt“
Im Erdgeschoss habe die Kette dann mehr als 4000 Quadratmeter zur Verfügung. Wie groß die eigentliche Verkaufsfläche werde, solle eine Überraschung bis Donnerstag bleiben. 1900 Quadratmeter groß ist die Fläche in Mailand, dem bislang größten Laden von Bershka in Europa. „Ohne großen Klimbim“ sei die Eröffnung nun unweit der Konstablerwache von Bershka geplant. Denn wie auch Schulz betont: „Das Modelabel ist sehr beliebt und funktioniert sehr gut in Frankfurt.“
Erst im Februar hatte die Modekette Bershka, die günstige Fast Fashion verkauft, ihren Standort nach zwölf Jahren im Einkaufszentrum My Zeil aufgeben müssen, weil als Nachmieter der britische Sportmodehändler JD Sports die Fläche übernehmen wollte. Bislang hat dieser aber nicht eröffnet.
Bershka gehört zum spanischen Inditex-Konzern, zu dem auch Marken wie Zara, Massimo Dutti oder Pull & Bear zählen. Zuvor hatte der „Aachener Department Store“ ein kurzes Gastspiel im ehemaligen Karstadt. Warum dieser nach zwei Monaten wieder schloss, wurde nicht kommuniziert. Bershka ist als ein Pop-up-Store geplant, eine Interimsvermietung. Das hatte ein Vertreter des Familienunternehmens „Sahle Wohnen“ Ende März mitgeteilt. Bis 2026 läuft der Mietvertrag. Bis wann genau, sagte er nicht, denn das hinge davon ab, bis wann die langfristigen Ziele umgesetzt werden könnten.
An den Plänen, das Gebäude 2026 abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, wolle das Unternehmen weiter festhalten. Das Unternehmen und die Stadt Frankfurt sind bereits länger in Gesprächen über die zukünftige Nutzung. Sahle würde außer Einzelhandel gern auch ein Hotel im Neubau unterbringen.
