VonOlaf Weissschließen
Am Wochenende kam es erneut zu mehreren Betrugsversuchen im Landkreis Northeim. Neben falschen Polizeibeamten sind nach Mitteilung der Polizei diesmal falsche Microsoft-Mitarbeiter aufgefallen.
Northeim – Diese täuschten ein Computerproblem oder eine Sicherheitsüberprüfung bei den Geschädigten vor und forderten sie auf, einen Fernzugriff auf das Gerät zu erlauben. So versuchen die Betrüger Zugriff auf Zugangsdaten und Passwörter zu erlangen. Zudem werde für den vermeintlichen Service eine Gebühr verlangt. Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim empfiehlt, bei derartigen Anrufen aufzulegen. Es gibt diese Hinweise:
- Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein vermeintlicher Servicemitarbeiter unaufgefordert melden, sofort einfach auflegen.
- Keine privaten Daten, wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (zum Beispiel PayPal) herausgeben.
- Keinen Fernzugriff auf PC oder ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet gewähren. Wer bereits auf eine solche Masche hereingefallen ist, sollte
- den Rechner vom Internet trennen und ihn herunterfahren;
- über einen nicht infizierten Rechner oder ein anderes mobiles Endgerät unverzüglich betroffene Passwörter ändern;
- das Fernwartungsprogramm auf dem Rechner löschen und ihn überprüfen lassen;
- Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen aufnehmen, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind,
- sich von seinem Geldinstitut beraten lassen, ob bereits getätigte Zahlungen zurückgeholt werden können; und
- Anzeige bei der Polizei erstatten. (ows)
