Nicht nur ein oder zwei, sondern gleich drei Unfälle sorgten in der Nacht zu Dienstag (23. Januar) binnen kürzester Zeit auf den Autobahnen in Osthessen für Verkehrschaos und einen Gesamtschaden von rund 250.000 Euro.
Osthessen - Der erste der drei Unfälle trug sich am Montagabend, gegen 21 Uhr, zu. Auf der Autobahn 4 in Hessen, zwischen den Anschlussstellen Obersuhl und Hönebach zu einem Verkehrsunfall, heißt es in einer Pressenotiz der Polizei.
Hessen: Drei Lkw-Unfälle auf A4 und A7 innerhalb von fünf Stunden
Auf dem rechten Fahrstreifen fuhr ein 62-jähriger Fahrer aus Niederpöllnitz mit seinem Lkw, als ihm plötzlich der linke Vorderreifen seiner Sattelzugmaschine platzte. Daraufhin brach der Sattelzug nach links aus. Er geriet auf die Bankette des Mittelstreifens und kam am linken Fahrstreifen zum Stehen. Die Autobahnmeisterei wurde beauftragt, um den linken Fahrstreifen abzusichern. Die Bergungsarbeiten dauerten bis 2 Uhr. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei bei diesem Unfall auf etwa 50.000 Euro.
Nur 4 Stunden nachdem sich der Unfall auf der A 4 zugetragen hatte, geriet gegen 1 Uhr ein mit Spülen, Tabak und Zubehör beladener Lkw mit Anhänger auf der A7, zwischen Kirchheimer- und Hattenbacher Dreieck, aus bisher ungeklärter Ursache in Vollbrand. Fahrer und Beifahrer konnten sich noch rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten, heißt es.
Durch den Einsatz der Feuerwehr Kirchheim konnte das Fahrzeug schnell gelöscht werden. Die Strecke ist seit 10.30 Uhr wieder frei. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 120.000 Euro.
Nur eine Stunde später, gegen 2 Uhr, geriet in der Gegenrichtung, zwischen dem Hattenbacher- und Kirchheimer Dreieck, unmittelbar vor einer Baustelle, ein Sattelzug aufgrund eines medizinischen Notfalls des 61-jährigen Fahrzeugführers aus Kiebrich nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen die Betongleitschutzwand des Mittelstreifens.
Hierbei wurde das Führerhaus komplett vom Fahrgestell abgerissen und kippte linksseitig auf die Fahrbahn. Der Fahrer konnte laut Polizei durch andere Verkehrsteilnehmer aus dem Führerhaus befreit werden und befindet sich aktuell im Klinikum Bad Hersfeld zur weiteren Untersuchung. Bei dem Unfall traten Betriebsstoffe aus, die sich über alle dortigen drei Fahrstreifen verteilten.
Durch die Feuerwehr Niederaula wurden die ersten Maßnahmen zur Aufnahme der ausgelaufenen Betriebsstoffe in die Wege geleitet. Die Bergung des Sattelzuges zog sich bis in die frühen Morgenstunden. Seit 9 Uhr ist die Autobahn wieder frei. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 80.000 Euro.
Am vergangenen Wochenende kam es auf den Autobahnen 45 und 66 zu Unfällen. In beiden Fällen musste die Feuerwehr aus Langenselbold ausrücken. (ssa)


