VonLeon Schmittschließen
Glatte Straßen haben in Hessen und Unterfranken am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag zu vielen Autounfällen geführt - teils auch mit Verletzten.
Update vom 5. Dezember, 10.33 Uhr: In einer Mitteilung hat die Polizei weitere Angaben zum Glätte-Unfall auf der A7 im Kreis Hersfeld-Rotenburg (siehe Erstmeldung) gemacht. Nach derzeitigen Erkenntnissen habe ein 54-jähriger ukrainischer Fahrer eines polnischen Sattelzugs den linken von drei vorhandenen Fahrstreifen befahren. „Auf winterglatter Fahrbahn verlor der Sattelzugfahrer die Kontrolle über sein tonnenschweres Fahrzeug und geriet ins Schleudern“, heißt es.
Unfall mit vier Lkw auf der A7 - Polizei macht weitere Angaben
Dabei sei der polnische Sattelzug mit einem Sattelzug aus Deutschland kollidiert, welcher sich auf dem zweiten Fahrstreifen befand. Der 48-jährige Fahrer des deutschen Sattelzuges wurde laut Polizei leicht verletzt und kam zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus.
„Zwei weitere nachfolgende Sattelzüge konnten den Trümmerteilen auf der Fahrbahn nicht mehr ausweichen, überfuhren diese und wurden beschädigt“, so die Beamten. Für die Bergungsmaßnahmen musste die A7 zeitweise voll gesperrt werden. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen und Rückstau. Der Sachschaden wird auf circa 140.000 Euro geschätzt.
Erstmeldung vom 5. Dezember, 8.07 Uhr:
Region Fulda - Seit Montagnachmittag warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in den osthessischen Landkreisen vor glatten Straßen. Bis Dienstagmorgen bestand erhöhte Glättegefahr durch Reif/Eis, Eisbruch oder Glatteis.
Eis und Schnee in Hessen: Viele Glätte-Unfälle auf den Straßen
In Hessen und in Unterfranken haben die winterlichen Straßenverhältnisse für einige Unfälle gesorgt. Die Polizei in Offenbach meldete am Dienstagmorgen für Südosthessen seit Montagabend 25 Unfälle mit neun Verletzten.
Dabei wurde unter anderem am Montag ein Autofahrer auf einer Landstraße bei Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis schwer verletzt, nachdem er mit seinem Wagen auf der glatten Straße ins Schleudern geraten war und in den Gegenverkehr rutschte.
Die Polizei in Gießen sprach für Mittelhessen bis zum frühen Dienstagmorgen von 28 Unfällen, bei denen ein geschätzter Sachschaden von 150.000 Euro entstand. Zwei Autofahrer wurden zudem bei Stadtallendorf und Laubach leicht verletzt. Sie mussten aber nicht ins Krankenhaus.
Unfall mit vier Lkw auf der A7 bei Bad Hersfeld
Während die Nacht in Fulda vergleichsweise ruhig war - die Leitstelle Fulda meldete keinen Einsatz - kam es auf der A7 am frühen Dienstagmorgen zwischen Homberg (Efze) und Bad Hersfeld West zu einem Unfall mit vier Lastwagen. Die Strecke musste wegen Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Süd voll gesperrt werden, wie die Polizei mitteilte.
Nach ersten Erkenntnissen der Beamten war es zwischen zwei Lastwagen auf der glatten Fahrbahn zunächst zu einem Auffahrunfall gekommen. Zwei weitere Lastwagen fuhren daraufhin über Trümmerteile und wurden beschädigt. Ein Insasse wurde den Angaben zufolge leicht verletzt.
Mehrere Glätte-Unfälle in Unterfranken - Appell der Polizei
Auch in Unterfranken haben Schnee und Eis für Unfälle und Verkehrseinschränkungen gesorgt. Wie die Polizei berichtete, blieben an den Steigungstrecken im Bereich Bad Brückenau Lkws vorübergehend hängen. Bis Dienstagmorgen waren der Polizei Bad Brückenau drei Verkehrsunfälle gemeldet worden.
So war am Montag gegen 17 Uhr ein 19-jähriger Mann mit seinem VW Golf in Zeitlofs aufgrund schneeglatter Fahrbahn von der Straße abgekommen und gegen einen Gartenzaun geschleudert worden. „Schlussendlich kippte das Fahrzeug und stürzte mit der Front zwei Meter tief auf den Hof eines Anwesens“, so die Polizei.
Auch bei Schildeck rutsche ein Auto in den Straßengraben. Laut Polizeibericht ist die 21-jährige Fahrerrein aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen und überschlug sich dort. Sie blieb unverletzt.
Am späteren Abend sei es bei dem Schneefall zu einem Wildunfall gekommen. Eine 20-jährige Fahrerin war mit ihrem Pkw auf der Staatsstraße 2289 in Richtung Wildflecken unterwegs, als kurz vor Riedenberg ein Reh die Fahrbahn überquerte. „Das Reh wurde mit der Front des Pkws erfasst und in den angrenzenden Straßengraben geschleudert“, so die Polizei. Das Reh verendete an der Unfallstelle. Die Fahrerin blieb unverletzt.
„Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass bei vielen Unfällen die Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen nicht angepasst war“, so die Polizei Bad Brückenau. Im Hinblick auf aktuell weiter winterliches Wetter appellierten die Beamten an die Autofahrer, ihre Geschwindigkeiten entsprechend anzupassen.
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