Bad Vilbel (pm). Seit Kurzem biete eine Tankstelle an der Frankfurter Borsigallee synthetischen Dieselkraftstoff an, der aus biologischen Rest- und Abfallstoffen besteht und zu 90 Prozent klimaneutral sei. Es handelt sich dabei um hydriertes Pflanzenöl (HVO), bei dem beispielsweise aus altem Frittierfett Kraftstoff hergestellt wird. Mitglieder der FDP Bad Vilbel, darunter Jörg-Uwe Hahn, haben nun dort ihre Autos aufgetankt, schreibt Hahn in einer Pressemitteilung.
Er sei froh, dass endlich klimafreundliche Kraftstoffe in den Verkauf an die Tankstellen kommen. »HVO ist lediglich der Einstieg in die vielfältige Welt von regenerativen XtL-Kraftstoffen, wie es zum Beispiel auch E-Fuels sind. Diese Kraftstoffe sind zur Defossilisierung und Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor unerlässlich«, erklärt er.
Chance für Unternehmen
Joachim Pfeil, der in der Baubranche arbeitet, ergänzt: »Unsere schweren Baumaschinen sind ohne Dieselmotoren undenkbar. HVO ermöglicht hier, ohne kostspielige Neuanschaffungen oder Umrüstungen, den C02 Fußabdruck zu minimieren.« Auch Andreas Bauditz ist von HVO überzeugt. Er tanke sein Auto seit fünf Jahren mit diesem Diesel. »Neben der erfreulichen Klimabilanz überzeugen mich die technisch besseren Eigenschaften, das ist mir den Aufpreis von einigen Cent pro Liter wert.«
»Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wurde deutlich überschätzt«, erklärt Markus Velte. Es sei wenig engagiert, nur auf Elektroautos zu setzen. Regenerative Kraftstoffe müssten zusätzlich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. »Insbesondere Behörden und Gemeinden sollten Vorbild sein und diese klimafreundlichen Kraftstoffe tanken. Ebenso haben Unternehmen mit HVO die Möglichkeit, ihren CO2 Fußabdruck im Fuhrpark deutlich zu minimieren und in ihrer betrieblichen Klimabilanz zu dokumentieren«, so der Bad Vilbeler FDP-Vorsitzende Hahn.