Flugverkehr

Bombendrohung mit gravierenden Folgen am Frankfurter Flughafen

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Ein Lufthansa-Passagier sorgte mit einer Bombendrohung für Aufregung am Frankfurter Flughafen. Für den 38-Jährigen hat die Äußerung, die offenbar als Scherz gedacht war, weitreichende Folgen.

Frankfurt – Am Frankfurter Flughafen kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall, als ein 38-jähriger US-Amerikaner in einem Flieger eine Bombendrohung äußerte. Der Mann mit ägyptischen Wurzeln wollte am Donnerstagvormittag (13. Februar) mit dem Lufthansa-Flug LH 430 von Frankfurt nach Chicago reisen. Kurz vor dem Start sprach er jedoch eine Drohung aus, die offenbar im Scherz gemeint war, von den Mitreisenden aber ernst genommen wurde.

Polizeieinsatz am Flughafen Frankfurt nach Bombendrohung

Alarmierte Passagiere informierten daraufhin laut einem Bericht der Bild umgehend die Sicherheitskräfte. Die Bundespolizei nahm den Mann fest, und die Maschine wurde evakuiert sowie durchsucht. Erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung konnten die Passagiere mit einer Ersatzmaschine ihre Reise vom Flughafen Frankfurt in die USA fortsetzen.

Der Flieger startete ohne den US-Bürger vom Flughafen Frankfurt. (Symbolbild)

Doch der US-amerikanische Staatsbürger war nicht an Bord: Die Lufthansa verweigerte dem 38-Jährigen die Beförderung. In Deutschland hat der Mann nun auch weitere Probleme: Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet.

US-Bürger wird nach Bombendrohung am Flughafen Frankfurt abgeschoben

Zudem muss er das Land verlassen: „Das Mobiltelefon und das Gepäck wurden gesichtet. Nachdem eine Gefahr ausgeschlossen und der Verdacht der Vorbereitung eines Terroranschlags nicht erhärtet werden konnte, wurde der Abschiebung in die USA zugestimmt“, erklärt Staatsanwalt Dominik Mies gegenüber der Bild. Letzteres hat für den Mann weitreichende Folgen: Aufgrund der Abschiebung darf er mindestens fünf Jahre lang nicht nach Deutschland einreisen.

Der zwischenzeitliche Verdacht der Vorbereitung eines Terroranschlags hatte sich nicht erhärtet. (fd)

Die Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt sind derweil im Januar gesunken. Lufthansa-Kürzungen führten zu Engpässen und Herausforderungen.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt

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