Dippemess

Fragen und Antworten zum Bau der Europäischen Schule auf dem Festplatz

+
Die Dippemess muss umziehen, wenn die Europäische Schule auf dem Festplatz gebaut werden sollte.
  • schließen

Müssen die Gärten weichen? Wohin zieht die Dippemess? Die FR beantwortet Fragen zum Bau der EU-Schule auf dem Festplatz

Warum braucht die Europäische Schule einen Neubau?

Die Europäische Schule Frankfurt (EFS) ist an ihrem heutigen Standort in Niederursel voll. Das Areal ist zu klein, um die wachsende Zahl der Schüler:innen unterzubringen. 1600 Schüler:innen werden dort unterrichtet, in den nächsten fünf bis sieben Jahren sollen es rund 2300 sein. Die Stadt muss ein größeres Grundstück zur Verfügung stellen.

Wieso muss die Stadt für die EU-Schule ein Grundstück bereitstellen?

Europäische Schulen werden gemeinsam von den Regierungen der EU-Mitgliedstaaten gegründet. Die Stadt Frankfurt hat sich im Zuge der Ansiedlung der Europäischen Zentralbank vertraglich verpflichtet, der Schule ein angemessenes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Der Bund zahlt den Bau der Schule.

Warum soll die Schule auf dem Festplatz am Ratsweg gebaut werden?

Mehr als ein Jahrzehnt lang hat die Stadt erfolglos nach einem geeigneten Grundstück für die ESF gesucht. Der Festplatz ist der erste Vorschlag, der sowohl von Stadtregierung als auch von Bund, Land, EZB und ESF als möglich erachtet wird. Im November haben alle eine Projektvereinbarung für einen möglichen Neubau der Schule auf dem Festplatz unterzeichnet. Einen Beschluss für den Bau an diesem Standort gibt es aber noch nicht.

Werden beim Bau der Schule auf dem Festplatz Kleingärten wegfallen?

Einer Machbarkeitsstudie nach, die im Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführt worden war, müssten 44 Kleingärten des KGV Riederwald weichen, damit der Raumbedarf der Schule gedeckt ist. Der Verein ist empört, der Vorsitzende trat sogar zur OB-Wahl an. Die Stadtverordneten wollen ebenfalls die Gärten erhalten oder den Eingriff so gering wie möglich halten. Der Magistrat prüft, ob das möglich ist, die Studie ist kein endgültiger Entwurf.

Wohin zieht der Festplatz?

Im Gespräch ist ein Umzug des Festplatzes auf einen Messeparkplatz auf dem Rebstockgelände. Doch dabei müssen auch die Interessen der Messe berücksichtigt werden, die den Platz für ihre Logistik braucht. Schausteller:innen sorgen sich um Umsatzeinbußen, Anwohner:innen um den Verkehr.

Es gibt viele offene Fragen zu Bau und Umzug – wer klärt sie?

Es ist eine stadtinterne Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Sie soll die planungsrechtlichen, verkehrlichen, umwelt- und naturschutzrechtlichen Fragen klären. Wie etwa ein Verkehrskonzept in Bornheim aussehen könnte, ob die Messe an den Festplatz ziehen kann, ob die Gärten erhalten bleiben können.

Wann ist mit Ergebnissen der Arbeitsgruppe zu rechnen?

Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) hat erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe für Juni angekündigt.

Zusammengestellt von Sandra Busch

Kommentare