Innenstadt

Direkt an der Hauptwache: Abriss der früheren Sportarena beginnt

+
So soll das neue Gebäude direkt an der Katharinenkirche in der Frankfurter Innenstadt aussehen.
  • schließen

An der Hauptwache in Frankfurt beginnt der Abriss des großen Geschäftshauses, das unter anderem als Sportarena bekannt war. Der Neubau bietet große Büroflächen und nur noch wenig Platz für Einzelhandel.

Frankfurt – Der Wandel der jahrzehntelang von Textilkaufhäusern und Warenhäusern dominierten Frankfurter Innenstadt setzt sich fort. Direkt an Hauptwache und Katharinenkirche beginnt nach Angaben des Investors Signa Real Estate jetzt der Abriss der früheren Sportarena, der eigentlich schon für Mai oder Juni angekündigt worden war. Das bereits entkernte und eingerüstete Geschäftshaus war nach Auszug der Kaufhof-Tochter als Design-Outlet genutzt worden, bevor Karstadt Sports einzog.

Das sind die wichtigsten Wolkenkratzer in Frankfurt

Die Frankfurter Skyline gehört zu den absoluten Wahrzeichen der Stadt am Main. 18 der insgesamt 19 deutschen Wolkenkratzer stehen in Mainhattan.
Die Frankfurter Skyline gehört zu den absoluten Wahrzeichen der Stadt am Main. 18 der insgesamt 19 deutschen Wolkenkratzer stehen in Mainhattan.  © Boris Roessler/dpa
Mit 259 Metern ist der Commerzbank Tower nicht nur das höchste Gebäude in Deutschland, sondern auch in der EU. Zählt man die Antenne mit, ist die Konzernzentrale der Commerzbank sogar ganze 300 Meter hoch.
Mit 259 Metern ist der Commerzbank Tower nicht nur das höchste Gebäude in Deutschland, sondern auch in der EU. Zählt man die Antenne mit, ist die Konzernzentrale der Commerzbank sogar ganze 300 Meter hoch. © Frank Rumpenhorst/dpa
Nur knapp kleiner (256 Meter) ist der Messeturm von Architekt Helmut Jahn geraten. Der Turm besticht mit seiner charakteristischen Spitze.
Nur knapp kleiner (256 Meter) ist der Messeturm von Architekt Helmut Jahn geraten. Der Turm besticht mit seiner charakteristischen Spitze. © Daniel Reinhardt/dpa
Jedes Jahr quälen sich beim SkyRun tausende Läufer die 1.202 Treppenstufen des Messeturms hoch.
Jedes Jahr quälen sich beim SkyRun tausende Läufer die 1.202 Treppenstufen des Messeturms hoch. © Arne Dedert/dpa
Westend 1 beherbergt den Hauptsitz der DZ Bank und ist mit seinen 208 Metern das dritthöchste Gebäude der Stadt.
Westend 1 beherbergt den Hauptsitz der DZ Bank und mit seinen 208 Metern das dritthöchste Gebäude der Stadt. © Arne Dedert/dpa
Mit seiner markanten gläsernen Fassade und der roten Antenne ist der runde Main Tower (Zentrale der Landesbank Hessen-Thüringen) stets gut zu erkennen.
Mit seiner markanten gläsernen Fassade und der roten Antenne ist der runde Main Tower (Zentrale der Landesbank Hessen-Thüringen) stets gut zu erkennen.  © Frank Rumpenhorst/dpa
Der Tower 185 in der Friedrich-Ebert-Anlage misst exakt 200 Meter und ist der Hauptsitz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.
Der Tower 185 in der Friedrich-Ebert-Anlage misst exakt 200 Meter und ist der Hauptsitz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. © Emily Wabitsch/dpa
Inmitten des Bankenviertels besticht der Omniturm (189,9 Meter) durch seinen „Hüftschwung“ und die Tatsache, dass er kein Finanzinstitut, sondern Büros und Wohnungen beherbergt.
Inmitten des Bankenviertels besticht der Omniturm (189,9 Meter) durch seinen „Hüftschwung“ und die Tatsache, dass er kein Finanzinstitut, sondern Büros und Wohnungen beherbergt.  © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Nicole Brevoord
Auch das Hochhaus „One“ (190,9 Meter) fällt hier etwas aus der Reihe. Es ist Teil des Skyline-Plaza-Gebäudekomplexes und ist nicht die Zentrale einer Bank, sondern beherbergt ein 4-Sterne Hotel.
Auch das Hochhaus „One“ (190,9 Meter) fällt etwas aus der Reihe. Es ist Teil des Skyline-Plaza-Gebäudekomplexes und damit ebenfalls nicht die Zentrale einer Bank, sondern der Sitz eines 4-Sterne Hotel.  © Arne Dedert/dpa
Die Zentrale der DekaBank im Westend von Frankfurt besitzt die Form eines Dreiecks und wurde im Jahr 1993 fertiggestellt. Das Gebäude hört auf den Namen Trianon und misst 186 Meter.
Die Zentrale der DekaBank im Westend von Frankfurt besitzt die Form eines Dreiecks und wurde im Jahr 1993 fertiggestellt. Das Gebäude hört auf den Namen Trianon und misst 186 Meter. © Arne Dedert/dpa
Nur einen Meter kleiner ist der Sitz der Europäischen Zentralbank im Ostend der Stadt. Von hier aus wacht die EZB über die europäische Währung.
Nur einen Meter kleiner ist der Sitz der Europäischen Zentralbank im Ostend der Stadt. Von hier aus wacht die EZB über die europäische Währung. © Boris Roessler/dpa
Knapp 180 Meter misst der Grand Tower im Europaviertel und ist damit das höchste Wohnhochhaus Deutschlands.
Knapp 180 Meter misst der Grand Tower im Europaviertel und ist damit das höchste Wohnhochhaus Deutschlands. © Hannes P. Albert/dpa
Kein Hochhaus, aber dennoch das höchste Bauwerk in Frankfurt: der Europaturm. Der „Ginnheimer Spargel“ in Bockenheim ist ein Fernmeldeturm und misst 337,5 Meter.
Kein Hochhaus, aber dennoch das höchste Bauwerk in Frankfurt: der Europaturm. Der „Ginnheimer Spargel“ in Bockenheim ist ein Fernmeldeturm und misst 337,5 Meter.  © Sebastian Gollnow/dpa
Besonders bei Nacht ist der Anblick der Frankfurter Skyline ein Highlight.
Besonders bei Nacht ist der Anblick der Frankfurter Skyline ein Highlight. © Arne Dedert/dpa

Die Abbrucharbeiten sollen nach Zeitplan des Investors im September abgeschlossen sein. Wo viele Jahre lang Laufschuhe, Trikots, Schläger und Bälle verkauft wurden, soll nach Plänen von Signa dann bis Ende 2024 ein Neubau entstehen, der zu fast drei Vierteln für Büros genutzt werden soll. Diese werden auf 7200 Quadratmeter in den Stockwerken eins bis fünf unterkommen. Einzelhandel soll es nur noch im Erdgeschoss geben. Dort gibt es 2300 Quadratmeter teilbare Fläche für Ladeneinheiten und Gastronomie. Diese soll offenbar auch den angrenzenden Friedrich-Stoltze-Platz nutzen dürfen.

Darf Signa am Opernplatz in Frankfurt ein Hochhaus bauen?

Den Neubau nach Plänen des Kölner Architekturbüros Caspar preist Signa als nachhaltig an. Es weist etwa auf eine Photovoltaik-Anlage hin, die auf dem Dach des Gebäudes entstehen soll und die Nutzung von Fernwärme. Eine „reichlich bepflanzte“ Dachlandschaft ist geplant. Terrassen und Balkone werden zum begrünten Innenhof hin ausgerichtet.

Die Stadt hatte Signa vor knapp zwei Jahren in Zusammenhang mit dem Versprechen des Konzerns, den Karstadt auf der Zeil bis Januar 2025 offen zu halten, ermöglicht, das Geschäftshaus an der Hauptwache durch einen Neubau zu ersetzten. Damals hatte die Stadt zudem versprochen, zu prüfen, ob Signa ein inzwischen abgerissenes 50-Jahre-Gebäude am Opernplatz statt durch einen achtstöckigen Neubau durch ein Hochhaus ersetzten dürfe. Zuletzt hieß es, die Stadt werde ein Hochhaus an dieser Stelle nur erlauben, wenn der Standort in den neuen Hochhausrahmenplan aufgenommen wird. Dieser ist immer noch in Arbeit. Signa äußerte sich am Montag auch auf FR-Anfrage nicht zum Stand des Projekts. (Christoph Manus)

Kommentare