Wohnen

Frankfurt: Büros sollen zu Wohnraum werden

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In der früheren Bürostadt Niederrad sind bereits viele Hundert Wohnungen durch Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum entstanden.
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Die Zahl neuer Wohnungen ist in Frankfurt stark gesunken, der Leerstand an Büroflächen aber wächst. Die Linke im Römer nimmt das zum Anlass, mehr Umwandlungen zu fordern.

Die Linke im Frankfurter Römer hält es angesichts der stark gesunkenen Zahl neuer Wohnungen für nötig, wieder stärker über die Umwandlung leerstehender Büroflächen in Wohnraum nachzudenken. Dieses Potenzial müsse endlich genutzt werden, fordert der Stadtverordnete Eyup Yilmaz. Dabei bezieht er sich auf Marktberichte, nach denen derzeit mehr als eine Million Quadratmeter kurzfristig vermietbare Bürofläche in Frankfurt leerstehen, sowie auf eine Analyse des Maklerhauses JLL, das für die Top 7 der wichtigsten Bürostandorte ein Potenzial von zusammen 20 000 Wohnungen durch Umwandlung von Büroraum sieht.

Wie die Bauaufsicht Frankfurt am Dienstag berichtete, sind im vergangenen Jahr 463 Wohnungen durch Umwandlung zuvor gewerblich genutzter Flächen entstanden, im Jahr zuvor 872. Deren Leiterin Simone Zapke geht aber wie JLL davon aus, dass eine solche Konversion angesichts des hohen Leerstands und zunehmend mobilen Arbeitens wieder ein größeres Thema werden könnte.

Die Linke im Römer kritisiert, dass unter den 2951 Wohnungen, die im vergangenen Jahr fertig wurden, nur 160 Sozialwohnungen sind. Da im selben Jahr 870 Wohnungen ihre Bindung verloren, schreite der Schwund an Sozialwohnungen „unaufhörlich voran“. Die Stadt müsse nun selbst tätig werden, statt sich auf Investoren zu verlassen, fordert die Fraktion. „Die öffentlichen Wohnungsgesellschaften müssen endlich die Pflicht genommen werden, deutlich mehr bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen im Bestand und im Neubau zu schaffen“ , sagt Yilmaz. cm

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