Stadtpolitik

Hochhaus nahe Frankfurter Messe soll höher werden dürfen

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So soll es auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Friedrich-Ebert-Anlage In Frankfurt einmal aussehen.
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Der Magistrat will den Bebauungsplan für das Areal des früheren Polizeipräsidiums ändern. Das soll etwa ein 175 Meter hohes Hochhaus ermöglichen.

Frankfurt – Der gemischt genutzte Turm, den die Düsseldorfer Gerch Group auf dem seit 20 Jahren brachliegenden Areal des ehemaligen Frankfurter Polizeipräsidiums errichten will, soll 30 Meter höher werden können als das bisher zulässig wäre. Das sieht der Aufstellungsbeschluss für einen geänderten Bebauungsplan für das Areal an der Friedrich-Ebert-Anlage in Nähe der Messe vor, den der Magistrat jetzt dem Stadtparlament vorgelegt hat.

Die vom Investor gewünschte Höhe von 175 statt 145 für das Hochhaus, das im Blockinnenbereich des zum Teil denkmalgeschützten Polizeipräsidiums entstehen soll, scheine im Zusammenspiel mit den Hochhäusern der nahen Umgebung geeignet, „zu einem stimmigen Ensemble beizutragen“, heißt es in der Magistratsvorlage. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hatte zudem früh geäußert, ein höherer Turm wirke filigraner. Die neue Blockrandbebauung im Areal, das die Gerch Group für 212,5 Millionen Euro vom Land Hessen erwarb, soll sechsgeschossig werden.

Hochhaus auf dem Areal des früheren Frankfurter Polizeipräsidiums soll höher werden dürfen

Auf dem bisherigen Areal der Matthäuskirche, das zum größten Teil inzwischen dem Immobilienunternehmen Becken gehört, soll, wie bereits im geltenden Bebauungsplan vorgesehen, ein bis zu 130 Meter hoher Turm errichtet werden können.

Das sind die wichtigsten Wolkenkratzer in Frankfurt

Die Frankfurter Skyline gehört zu den absoluten Wahrzeichen der Stadt am Main. 18 der insgesamt 19 deutschen Wolkenkratzer stehen in Mainhattan.
Die Frankfurter Skyline gehört zu den absoluten Wahrzeichen der Stadt am Main. 18 der insgesamt 19 deutschen Wolkenkratzer stehen in Mainhattan.  © Boris Roessler/dpa
Mit 259 Metern ist der Commerzbank Tower nicht nur das höchste Gebäude in Deutschland, sondern auch in der EU. Zählt man die Antenne mit, ist die Konzernzentrale der Commerzbank sogar ganze 300 Meter hoch.
Mit 259 Metern ist der Commerzbank Tower nicht nur das höchste Gebäude in Deutschland, sondern auch in der EU. Zählt man die Antenne mit, ist die Konzernzentrale der Commerzbank sogar ganze 300 Meter hoch. © Frank Rumpenhorst/dpa
Nur knapp kleiner (256 Meter) ist der Messeturm von Architekt Helmut Jahn geraten. Der Turm besticht mit seiner charakteristischen Spitze.
Nur knapp kleiner (256 Meter) ist der Messeturm von Architekt Helmut Jahn geraten. Der Turm besticht mit seiner charakteristischen Spitze. © Daniel Reinhardt/dpa
Jedes Jahr quälen sich beim SkyRun tausende Läufer die 1.202 Treppenstufen des Messeturms hoch.
Jedes Jahr quälen sich beim SkyRun tausende Läufer die 1.202 Treppenstufen des Messeturms hoch. © Arne Dedert/dpa
Westend 1 beherbergt den Hauptsitz der DZ Bank und ist mit seinen 208 Metern das dritthöchste Gebäude der Stadt.
Westend 1 beherbergt den Hauptsitz der DZ Bank und mit seinen 208 Metern das dritthöchste Gebäude der Stadt. © Arne Dedert/dpa
Mit seiner markanten gläsernen Fassade und der roten Antenne ist der runde Main Tower (Zentrale der Landesbank Hessen-Thüringen) stets gut zu erkennen.
Mit seiner markanten gläsernen Fassade und der roten Antenne ist der runde Main Tower (Zentrale der Landesbank Hessen-Thüringen) stets gut zu erkennen.  © Frank Rumpenhorst/dpa
Der Tower 185 in der Friedrich-Ebert-Anlage misst exakt 200 Meter und ist der Hauptsitz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.
Der Tower 185 in der Friedrich-Ebert-Anlage misst exakt 200 Meter und ist der Hauptsitz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. © Emily Wabitsch/dpa
Inmitten des Bankenviertels besticht der Omniturm (189,9 Meter) durch seinen „Hüftschwung“ und die Tatsache, dass er kein Finanzinstitut, sondern Büros und Wohnungen beherbergt.
Inmitten des Bankenviertels besticht der Omniturm (189,9 Meter) durch seinen „Hüftschwung“ und die Tatsache, dass er kein Finanzinstitut, sondern Büros und Wohnungen beherbergt.  © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Nicole Brevoord
Auch das Hochhaus „One“ (190,9 Meter) fällt hier etwas aus der Reihe. Es ist Teil des Skyline-Plaza-Gebäudekomplexes und ist nicht die Zentrale einer Bank, sondern beherbergt ein 4-Sterne Hotel.
Auch das Hochhaus „One“ (190,9 Meter) fällt etwas aus der Reihe. Es ist Teil des Skyline-Plaza-Gebäudekomplexes und damit ebenfalls nicht die Zentrale einer Bank, sondern der Sitz eines 4-Sterne Hotel.  © Arne Dedert/dpa
Die Zentrale der DekaBank im Westend von Frankfurt besitzt die Form eines Dreiecks und wurde im Jahr 1993 fertiggestellt. Das Gebäude hört auf den Namen Trianon und misst 186 Meter.
Die Zentrale der DekaBank im Westend von Frankfurt besitzt die Form eines Dreiecks und wurde im Jahr 1993 fertiggestellt. Das Gebäude hört auf den Namen Trianon und misst 186 Meter. © Arne Dedert/dpa
Nur einen Meter kleiner ist der Sitz der Europäischen Zentralbank im Ostend der Stadt. Von hier aus wacht die EZB über die europäische Währung.
Nur einen Meter kleiner ist der Sitz der Europäischen Zentralbank im Ostend der Stadt. Von hier aus wacht die EZB über die europäische Währung. © Boris Roessler/dpa
Knapp 180 Meter misst der Grand Tower im Europaviertel und ist damit das höchste Wohnhochhaus Deutschlands.
Knapp 180 Meter misst der Grand Tower im Europaviertel und ist damit das höchste Wohnhochhaus Deutschlands. © Hannes P. Albert/dpa
Kein Hochhaus, aber dennoch das höchste Bauwerk in Frankfurt: der Europaturm. Der „Ginnheimer Spargel“ in Bockenheim ist ein Fernmeldeturm und misst 337,5 Meter.
Kein Hochhaus, aber dennoch das höchste Bauwerk in Frankfurt: der Europaturm. Der „Ginnheimer Spargel“ in Bockenheim ist ein Fernmeldeturm und misst 337,5 Meter.  © Sebastian Gollnow/dpa
Besonders bei Nacht ist der Anblick der Frankfurter Skyline ein Highlight.
Besonders bei Nacht ist der Anblick der Frankfurter Skyline ein Highlight. © Arne Dedert/dpa

Auch der neue Bebauungsplan, der im beschleunigten Verfahren erarbeitet werden soll, sieht eine gemischte Nutzung vor: mit Büros, Wohnungen, einer Turnhalle und mehr Platz für die Falkschule, Kitas, Läden und Lokalen. Die Matthäuskirche wird durch einen Neubau ersetzt. Neu ist, dass der Magistrat nun das Ziel verfolgt, dass 40 Prozent der Fläche als Wohnraum dienen. In städtebaulichen Verträgen mit den Investoren will er zudem festschreiben, dass 30 Prozent davon als geförderter Wohnungsbau entstehen müssen. Noch erarbeitet werden sollen unter anderem Konzepte zur Regenwasserbewirtschaftung im Areal sowie zur Gewinnung erneuerbarer Energien und zur Energieeffizienz. (Christoph Manus)

Das zuletzt von der Commerzbank genutzte frühere Posthochhaus am Hafentunnel im Frankfurter Gallus wird revitalisiert. Auf dem Nachbargrundstück könnte ein Wohnturm entstehen.

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