Richtfest für Riese T1

Frankfurter Skyline: Der höchste Turm im „Four“-Areal feiert Richtfest

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Das Projekt Four verändert die Skyline von Frankfurt enorm.
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Beim Mammutprojekt „Four“ haben drei der Türme ihre endgültige Höhe bereits erreicht. Der erste Mieter zieht im Oktober ein.

Frankfurt – Wer sich die Frankfurter Skyline genauer anschaut, etwa von der Alten Brücke aus, wird mittlerweile eine mächtige Konkurrenz für den Turm der Commerzbank ausmachen. Der Turm 1 des Mammutprojekts „Four“ hat nun seine endgültige Höhe von 233 Metern erreicht. Zieht man die Antenne des 259 Meter hohen Bankenturms ab, ist der „T1“ sogar noch höher, wie Peter Matteo von Groß&Partner betont: „T1 ist der höchste Büroturm in Deutschland.“ Für Ende der Woche ist das Richtfest geplant, was der verantwortliche Projektentwickler Groß&Partner zum Anlass nahm, über die Baufortschritte zu berichten.

Das niedrigste Gebäude des Türme-Quartetts im Bankenviertel hatte schon im Oktober 2022 seine endgültige Höhe erreicht. Auch T3, in dem Eigentumswohnungen und ein Hotel entstehen, hat seine Höhe von 120 Metern bereits erreicht. T2 hinkt ein bisschen hinterher und wird erst 2025 fertiggestellt werden. Im T4 hingegen wird im kommenden Monat mit der Großkanzlei Baker Mc Kenzie bereits der erste Mieter einziehen.

Vermietung des neuen Büroturms im Megaprojekt „Four“ erfolgreich

Bei der Vermietung der Büroflächen hat Groß&Partner schon einige Erfolge erzielt. Gut 70 Prozent der Büroflächen seien bereits vermietet, so Karolin Thoben, die zuständige Managerin für Vermietungen. Die zentrale Lage des Türmequartetts käme genauso gut an, wie die hochwertige Ausstattung.

Das Projekt FOUR

Turm 1 ist 233 Meter hoch (55 Etagen) und zu 91 Prozent für Büros vorgesehen. Im Sockel ist Platz für Einzelhandel, Gastronomie, eine Kindertagesstätte sowie Fitness, Wellness und Gesundheit.

Turm 2 wird 173 Meter hoch (48 Etagen) und zu 73 Prozent Mietwohnungen beherbergen. Dazu kommen ein Appartement-Hotel und ein klassisches Hotel. Im Sockel ist eine ähnliche Nutzung vorgesehen wie im T1.

Turm 3 ist 120 Meter hoch (31 Etagen) und zu 71 Prozent für Eigentumswohnungen vorgesehen. Mehr als ein Viertel der Gesamtfläche ist ebenfalls für Hotellerie reserviert.

Turm 4 ist 100 Meter hoch (25 Etagen) und hat fast ausschließlich Büros. (ote)

Bei den 600 Wohnungen ist man noch nicht ganz so weit. Gut 60 Prozent der Eigentumswohnungen, die im Schnitt 15 000 Euro pro Quadratmeter kosten, seien bislang verkauft. Durch die Pandemie und die Zinssteigerungen gebe es in dem Bereich aktuell noch eine gewisse Zurückhaltung. Noch gar nicht zu haben und preislich auch noch nicht fixiert sind die Mietwohnungen, von denen auch 78 gefördert werden.

Gemeinsamer Sockel der „Four“ Türme: Einzelhandel und Gastronomie

Im gemeinsamen Sockel der vier Gebäude entstehen 2300 Quadratmeter Einzelhandel und eine Gastronomiefläche von rund 2500 Quadratmetern. Thoben zufolge ein wesentliches Entscheidungskriterium für Mietinteressenten von Büroflächen. Denn die Unternehmen müssten den Beschäftigten immer mehr bieten, um sie überhaupt noch einstellen und in die Büros locken zu können. So werde auch der Pharmakonzern Sanofi seinen angestammten Standort teilweise verlassen und ins „Four“ ziehen, da die Innenstadt mehr locke als der Industriepark Höchst.

Geschäftsführer Matteo gab am Mittwoch auch Einblick in die immense Logistik der Großbaustelle, auf der aktuell rund 1500 Menschen beschäftigt seien und bis zu sieben Tage die Woche und 24 Stunden täglich gearbeitet werde. Allein der Rohbau des Projekts „Four“ habe 1,4 Millionen Lohnstunden produziert. Bis zum Abschluss der Arbeiten in zwei Jahren würden es bis zu fünf Millionen Lohnstunden werden. Um die gewaltige Logistik zu optimieren, werden die Materialien an einem Umschlagplatz in Rödelheim vorsortiert, bevor die bis zu 100 Lastwagenladungen täglich meist nachts in das Areal an der Junghofstraße angeliefert werden. Auch vor Ort erfolgt die Verteilung des Materials Matteo zufolge meist nachts, damit die Aufzüge der Türme tagsüber für die Bauarbeiten selbst zur Verfügung stehen. (Oliver Teutsch)

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