Feuerwehren Meißner

Freiwillige Feuerwehren Meißner wollen weiter zusammenwachsen

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Für Verdienst geehrt: Michael Brill (links) und Andreas Vedder (rechts) freuen sich mit den Trägern des Brandschutz- ehrenzeichen und Empfängern der Anerkennungsprämie (v. l.) Dirk und Kerstin Lehmann, Daniel Wagner, Armin Eberhardt, Martin Schulze, Andreas Lindeke, Armin Eichelkraut und Arno Gießler.
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Bei einer gemeinsamen Jaheshauptversammlung haben die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Meißner auf das Jahr 2023 und kommende Aufgaben geblickt.

Germerode – Weiter zusammenwachsen, das möchten die sechs Wehren der Gemeinde Meißner. In einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung blickten sie auf Einsätze, Übungen, die Ausbildung und die Nachwuchsarbeit des Jahres 2023. Letztere lobte Andreas Vedder, stellvertretender Kreisbrandinspektor, als „vorbildlich, wie immer“. Stellvertretend für die Gemeindejugendfeuerwehrwartin Karoline Felmeden berichtete Alisa Hollstein von den 1.416 geleisteten Stunden in der Kinder- und Jugendarbeit, zu denen 797 der 14 Betreuer hinzukommen. Das Programm reichte von Wettbewerben und dem Besuch der Suchhundestaffel Werra-Meißner über Fahrten bis hin zum Pizzabacken für die Tatze I. Drei Mitglieder wechselten in eine der Einsatzabteilungen; zwei von ihnen werden auch Betreuer der 21 Kinder und 20 Jugendlichen bleiben. „Unser Nachwuchs ist auch euer Nachwuchs“, so Alisa Hollstein.

Bei den Wehren der Orte Abterode und Wolfterode gab es Neuwahlen. Ernannt wurden die Gewählten nun von Bürgermeister Friedhelm Junghans (rechts) im Beisein von Gemeindebrandinspektor Michael Brill (links).

Rund 8.963 Stunden hatten die 141 Einsatzkräfte 2023 geleistet. Davon berichtete Gemeindebrandinspektor Michael Brill. Unter anderem absolvierten fünf den Grundlehrgang. „Das heißt, junge Leute kommen rein“, so Brill. Alarmiert wurden die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr 175 Mal. 43 dieser Alarmierungen gingen von der Firma Umweltdienste Bohn aus. „Das sind die meisten Einsätze, die wir haben“, sagte Brill über die durch eine Brandmeldeanlage (wir berichteten) ausgelösten Alarmierungen. Um diese Zahl zu minimieren, habe die Firma das System nun so angepasst, dass die Wehr nur dann gerufen wird, wenn ein Brand nicht von der eigenen Anlage gelöscht werden kann.

Das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen erhielten zwölf Einsatzkräfte.

Dass die Einsatzkräfte nie genau wissen, was sie erwartet, wenn der Melder losgeht, erklärte Brill mit Blick auf einen tödlichen Verkehrsunfall im Dezember. Dabei war zu einem Unfall ohne eingeklemmte Person alarmiert worden. Um auf unterschiedliche Einsätze vorbereitet zu sein, absolvierten acht Einsatzkräfte die Realbrandausbildung. Vedder rief dazu auf, dass die 18 noch nicht einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger die letzten Schritte ihrer Ausbildung absolvieren sollen. Mit ihnen würden die Wehren über 53 Atemschutzgeräteträger verfügen.

Dank und Anerkennung

Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wehren wurden Einsatzkräfte befördert und geehrt.

Hessisches Brandschutzehrenzeichen am Bande: Arno Gießler und Kerstin Lehmann (Silber), Armin Eberhardt, Armin Eichelkraut, Andreas Lindeke, Dirk Lehmann und Martin Schulze (Gold).

Hessisches Feuerwehrlesitungsabzeichen: Christian Boche, Jenny Dannecker, Lars Göttfert, Michaela Hiebenthal, Sebastian Kuntke und Kerstin Lehmann (Eisen), Alisa Hollstein, Dirk Lehmann, Tom Thiel und Bastian Zapf (Bronze), Hubertus Kuntke (Gold) und Jan Eberhardt (Gold 5).

Beförderungen: Bastian Zapf (Oberfeuerwehrmann), Konstantinos Panou (Hauptfeuerwehrmann), Tobias Zinngrebe und Jan Eberhardt (Löschmeister), Jens Röhrig (Oberlöschmeister), Sebastian Stelzer, Jens Thomas und Michael Brill (Hauptbrandmeister).

Ernannt wurden Thomas Schill (Wehrführer Abterode) und Marcel Frank-Schreiber (1. Stellvertretender Wehrführer Abterode).

Wiederernannt wurden Philipp Orth (Wehrführer Wolfterode), Simon Orth (1. Stellvertretender Wehrführer) und Jan Eberhardt (2. Stellvertr. Wehrführer).

Anerkennungsprämie: Daniel Wagner (zehn Jahre), Armin Eichelkraut, Martin Schulze, Dirk Lehmann und Armin Eberhardt (40 Jahre). (esr/red)

Neben dem Zusammenwachsen der Wehren Alberode und Germerode zu einer Bereichsfeuerwehr solle der Zusammenhalt aller Wehren gestärkt werden. „Wir wollen eine Wehr der Gemeinde Meißner werden“, so Brill. Zeigen wolle man das mit einheitlichen Jacken und gemeinsamen Auftritten in den sozialen Medien, die die der einzelnen Wehren ergänzen.

Bürgermeister Friedhelm Junghans hatte eine Unterstützung für die Jugendarbeit mitgebracht. Als Vorreiter gehe die Kinder- und Jugendfeuerwehr Meißner ihren Weg seit 20 Jahren zusammen, was die Identität als eine gemeinsame Wehr stärke. Ein großes Thema für 2024 sei der Bedarfs- und Entwicklungsplan. Gestiegene Preise für Fahrzeuge und Gerätehäuser sowie gesetzliche Vorgaben stellten eine Problematik dar. Der Dank aller Redner galt den Einsatzkräften. (Eden Sophie Rimbach)

Gemeindebrandinspektor Michael Brill (Hauptbrandmeister), Jens Röhrig (Oberlöschmeister), Jan Eberhardt (Löschmeister), Sebastian Stelzer, Jens Thomas (Hauptbrandmeister), Konstantinos Panou (Hauptfeuerwehrmann), Bastian Zapf (Oberfeuerwehrmann), Tobias Zinngrebe (Löschmeister) und Bürgermeister Friedhelm Junghans.

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