Jahrmarkt

3 Gründe, warum die Frankfurter ihre Dippemess lieben

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Es ist so weit: Die Frankfurter Dippemess startet in ihre Frühjahrsausgabe 2025. Zweimal im Jahr findet der beliebte Jahrmarkt in Bornheim statt.

Frankfurt – Die Frankfurter Dippemess ist das größte und älteste Volksfest der Stadt – zweimal im Jahr stehen die Achterbahnen, Fahrgeschäfte und Buden für drei Wochen auf dem Festplatz am Ratsweg, gleich vor der Eissporthalle. Die Frühjahrsausgabe 2025 lockt die Menschen in der Mainmetropole und der näheren Umgebung nun wieder aus ihren Häusern und lässt den Winter endgültig hinter sich. Die Herbstvariante der Dippemess findet dann wie immer im September statt.

Warum die Frankfurter ihre Dippemess lieben: Das erste Open-Air-Highlight des Jahres

Die Dippemess im Frühjahr ist ein echter Stimmungsaufheller für die Frankfurter. Der Winterblues wird durch steigende Temperaturen und erste Blätter an den Bäumen endgültig abgelegt. Die Zeitumstellung lässt die Tage erst recht wieder länger werden. Außerdem steht auch noch Ostern vor der Tür.

Bei Groß und Klein beliebt: Die Frankfurter Dippemess. (Symbolfoto)

Traditionell findet die Dippemess im Frühjahr um die Osterfeiertage herum statt. 2025 beginnt der Rummel am Freitag, 11. April. An Karfreitag, 18. April, ist die Dippemess zwar geschlossen, kann aber an allen anderen Feiertagen besucht werden.

Warum die Frankfurter ihre Dippemess lieben: Herbstausgabe zieht Löwen-Fans an

Im Gegensatz zur Frühjahrsausgabe steht im Herbst eine Variante des Jahrmarktes an. Im September markiert die Dippemess quasi das Ende der wärmeren Jahreszeiten. Beliebt ist sie dann unter anderem bei den Eishockeyfans in Frankfurt, da dann die neue DEL-Saison gerade begonnen hat und die Eissporthalle direkt an den Festplatz grenzt. „Es ist auch wieder Dippemess“, ist ein Satz, der gerne fällt, wenn man den nächsten Besuch bei den Löwen plant.

Wer auf eine Partie Eishockey keine Lust hat, kann nebenan auch selbst die Schlittschuhe anziehen und auf der Eislaufbahn im Freien seine Runden drehen.

Besondere Fachwerkhäuser in Frankfurt: Hier lohnt sich ein Besuch

Das Haus Wertheim (oder auch „Wertheym“) ist das einzige Fachwerkhaus der Frankfurter Altstadt, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat und heute noch in seiner ursprünglichen Gestalt steht.
Das Haus Wertheim (oder auch „Wertheym“) ist das einzige Fachwerkhaus der Frankfurter Altstadt, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat und heute noch in seiner ursprünglichen Gestalt steht. Es wurde um 1600 gebaut und ist nahe dem Römerberg zu finden. Das repräsentative Fachwerkhaus der Renaissance besteht laut Denkmalamt aus einem „arkadiertem Erdgeschoss in Stein und doppelt ausgekragten Obergeschossen in dekorativem Holzgefüge“. (Archivbild) © G. Thielmann/imago/imagebroker
Goldene Waage Rekonstruktion 2019 Altstadt Frankfurt
Das Haus zur Goldenen Waage in Frankfurt war ein teils aus dem Mittelalter stammendes Fachwerkhaus in der Altstadt. Nachdem es im Krieg zerstört wurde, wurde es bei der Rekonstruktion der Altstadt nahe dem Römer neu errichtet. Das Gebäude wurde 2019 eröffnet.  © IMAGO/imageBROKER/Michael Weber
Frankfurter Altstadt um 1930
Diese Aufnahme von circa 1930 zeigt das Haus vor seiner Zerstörung im Jahr 1944. Die detailreiche Renaissancefassade stammte von 1619. Das Haus hat eine umfangreich dokumentierte Geschichte.  © Institut für Stadtgeschichte
Blick auf das Haus Großer Engel bei der Ostzeile vom Samstagsberg beim Römerberg in Frankfurt am Main
Das Haus „Großer Engel“ prägt als eines von vielen Fachwerkhäusern den Römerberg. Der östliche Teil des Römerberges, auf dem die „Ostzeile“ steht, wird auch Samstagsberg genannt. Vom Platz aus gesehen ist der Große Engel das ganz linke Haus und hat die Adresse Römerberg 28. Fast vollständig im Krieg zerstört, wurde der Große Engel in den 1980ern originalgetreu wieder aufgebaut.  © STPP/imago
Altes Berger Rathaus, Spätrenaissance, ab 1300 erbaut
Das alte Berger Rathaus beherbergt heute das Heimatmuseum des Stadtteils Bergen-Enkheim. Es gilt als eines der schönsten erhaltenen Fachwerkhäuser in Frankfurt. Das heutige Erdgeschoss wurde schon ab 1300 errichtet. Aufgestockt wurde 1507 und zwischen 1502 und 1530 im Stil der Spätrenaissance.  © brennweiteffm/imago
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Der Höchster Schlossplatz liegt in dem westlichen Stadtteil Frankfurts zwischen dem Schloss, der Justinuskirche, der Bolongarostraße und der alten Stadtfestigung aus Zollturm und Maintor. In den historischen Gebäuden haben die Traditionsgaststätten „Alte Zollwache“, „Zum Bären“ und „Zum Schwan“ ihren Platz. © xDreamstimexLesniewsk/imago
The renaissance building dalbergerhaus in the historic old town frankfurt hoechst germany, The renai
Das Dalberghaus (auch Dalberger Hof genannt) ist laut Denkmalamt das historisch und kunsthistorisch bedeutendste Gebäude der Altstadt in Frankfurt-Höchst. Dieses Archivbild von 2019 zeigt das Haus aus dem Jahr 1582 mit seinem reichen Zierfachwerk am oberen Geschoss von 1586/87. Das Gebäude war Adelssitz von Hartmuth XIII. von Cronberg, danach von Wolfgang von Dalberg. Heute ist im Erdgeschoss unter anderem die Werkstatt eines Cembalobauers, den historischen Kreuzgrat-Gewölbekeller kann man als Veranstaltungsort mieten.  © Dreamstime/Lesniewsk/imago
Petrihaus an der Nidda in Rödelheim, Archivbild von 2016
Das Petrihaus wurde um 1720 als Fachwerkhaus am Ufer der Nidda in Rödelheim errichtet und liegt heute direkt gegenüber dem Brentanopark auf der anderen Seite des Flusses. 1819 erwarb es der Kaufmann und Bankier Georg Brentano von dem Bäckermeister Johannes Petri für 1.150 Gulden und baute es 1820 in einen romantisch-klassizistischen, pseudo-schweizerischen Stil um. Die Dichterin Bettina von Arnim, eine Tochter von Peter Anton Brentano und seiner Frau Maximiliane, traf sich im Petrihaus mit Freunden und anderen Schriftstellern und Schriftstellerinnen. Es wurde 2003 vollständig restauriert (Archivbild von 2016).  © Lesniewski/Panthermedia/imago
Das Alte Zollhaus am östlichen Rand von Frankfurt-Seckbach, Archivbild von 2015
Nördlich des Stadtteils Seckbach, direkt an der viel befahrenen B521, liegt das Alte Zollhaus. Erbaut wurde es 1775. 1795 soll bei einem Gefecht in der Nähe des Hauses eine Kanonenkugel ins Haus eingeschlagen sein. Diese historische Kugel ist heute wieder rechts von der Eingangstür befestigt. 1797 wurde hier über einen Waffenstillstand verhandelt, der später von Kaiser Franz II. und Napoleon besiegelt wurde. Familie Hell führte das Haus von 1981 bis 2024. Seit Mai 2024 gibt es neue Betreiber.  © Gerald Abele/alimdi/imago
tteil Seckbach bietet viele weitere schöne Fachwerkansichten. Hier zu sehen ist das Gebäude „Im Mühlchen“.
Der alte Ortskern von Frankfurts Stadtteil Seckbach bietet viele weitere schöne Fachwerkansichten. Darunter sind die ehemalige Lutherische Schule und das heutige Heimatmuseum von Seckbach, ursprünglich Pedellwohnung. Hier zu sehen ist das Gebäude „Im Mühlchen“. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die einstige Seckbacher Wassermühle durch den Mühlbach angetrieben. Es steht in der Hintergasse. (Archivbild) © brennweiteffm/imago
Das Frankfurter Haus ist ein ehemaliges Forsthaus im Süden Frankfurts.
Das „Frankfurter Haus“ ist ein ehemaliges Forsthaus im Süden Frankfurts. Es liegt am Stadteingang von Neu-Isenburg, wird aber im Denkmalkatalog dem Stadtteil Sachsenhausen zugeordnet. Erbaut wurde es 1701 und erweitert 1777. Laut Katalog wurde es „zum Schutz des Frankfurter Stadtwaldes gegen den ‚Waldfrevel‘ der Neu-Isenburger errichtet“. Seit 1889 hält die Straßenbahn aus Frankfurt vor dem Haus.  © Karsten Ratzke/CCO 1.0

Warum die Frankfurter ihre Dippemess lieben: Attraktionen für Groß und Klein

Die Frankfurter Dippemess ist Tradition in der Mainmetropole. Mit zahlreichen Imbiss- und Spezialitätengeschäfte, Mandeln- und Süßwarengeschäften, Spiel-/Los- und Schießständen sowie 14 Verkaufsständen kam der Jahrmarkt im Herbst 2024 auf über hundert Stände und Attraktionen.

Für die Frühjahrsausgabe 2025 dürfte also für Groß und Klein wieder jede Menge dabei sein. (Christoph Sahler)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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