VonEike Zennerschließen
Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im März gegenüber dem Vormonat nur leicht zurückgegangen. Die schwache Konjunktur schlägt weiter durch.
Fulda - Die Arbeitslosigkeit im Kreis Fulda liegt Ende März bei 5033 und somit um lediglich 49 niedriger als im Februar. Die Arbeitslosenquote beträgt unverändert 3,9 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). Sie ist bei weitem die niedrigste in Hessen, der Landesdurchschnitt liegt bei 5,8 Prozent.
Quote unverändert: Keine Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt
Dennoch kommen mahnende Worte von der Agentur für Arbeit: „Die Frühjahrsbelebung ist bisher ausgeblieben. Wir sehen eine Seitwärtsbewegung auf dem Arbeitsmarkt, die stark geprägt von der konjunkturellen Schwäche ist“, erläutert der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, Matthias Dengler.
Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vormonat macht sich insbesondere bei Männern bemerkbar (-2,7 Prozent auf 2812), während die Arbeitslosigkeit bei Frauen geringfügig anstieg (+1,3 Prozent auf 2221). Bei jüngeren Personen unter 25 Jahren ging die Arbeitslosigkeit zurück (-5,1 Prozent auf 573).
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen sowohl die Arbeitsagentur als auch das Kreisjobcenter einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, wobei dieser beim Jobcenter mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 3041 deutlich geringer ausfiel als bei der Agentur für Arbeit. Hier sind zum Ende des Monats 1992 Menschen erwerbslos gemeldet - 16,8 Prozent mehr als im März des vergangenen Jahres. Die Langzeitarbeitslosigkeit stieg innerhalb eines Jahres um 12,1 Prozent. In der Region sind 1424 Männer und Frauen seit mehr als einem Jahr ohne Job.
Wir sehen eine Seitwärtsbewegung auf dem Arbeitsmarkt.
Positiv: Agentur-Chef Dengler berichtet von einer „konstanten Nachfrage von Arbeitgebern nach Fachkräften und damit auch Chancen auf dem Arbeitsmarkt“. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur konnte im März in der Region Fulda 266 Stellen akquirieren. Das waren zwar 52 weniger als vor einem Jahr. Derzeit liegen der Agentur für Arbeit in der Region Fulda aber 1404 Stellen zur Vermittlung vor.
Um Unternehmen bei der Suche nach qualifiziertem Personal zu unterstützen, setzen Arbeitsagentur und Kreisjobcenter verstärkt auf Qualifizierung und Weiterbildung. 426 Personen nehmen derzeit an geförderten Qualifizierungen teil – 85 mehr als im vergangenen Jahr.
Unternehmen setzen weiter auf Kurzarbeit
Die Unternehmen in der Region nutzen zunehmend das Instrument der Kurzarbeit zur Stabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen. „Im Agenturbezirk haben seit April vergangenen Jahres 184 Betriebe für 5010 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt“, heißt es im Monatsbericht der Arbeitsagentur. Tatsächlich in Anspruch genommen wurde Kurzarbeit in der Region Fulda im September 2024 von 21 Betrieben für 926 Mitarbeiter. Betroffen war vor allem das verarbeitende Gewerbe.
Im gesamten Agenturbezirk, zu dem neben Fulda auch Bad Hersfeld gehört, liegt die Zahl der Arbeitslosen im März bei 7900 und damit um 27 niedriger als im Februar (-0,3 Prozent) und um 391 über dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote beträgt unverändert 4,1 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent).
