- VonTobias Stückschließen
Fünf Prozent der Bevölkerung von Meißner sind in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und sorgen so ehrenamtlich für den Brand- und Katastrophenschutz.
Vockerode – Bürgermeister Friedhelm Junghans lobte während der Jahreshauptversammlung dieses Engagement ausdrücklich. Kreisbrandinspektor Christian Sasse stellte der Feuerwehr Meißner insgesamt ein gutes Zeugnis aus.
Gemeindebrandinspektor Michael Brill begrüßte im Dorfgemeinschaftshaus von Vockerode neben vielen Feuerwehrmitgliedern auch Bürgermeister Friedhelm Junghans, Kreisbrandinspektor Christian Sasse, Jürgen Wagester vom Kreisfeuerwehrverband und Tim Strohmeyer von der Feuerwehr Wehretal. In seinem per Power-Point-Präsentation dargestellten Jahresbericht ging Brill ausführlich auf die Entwicklungen und Geschehnisse des Jahres 2022 ein.
Bilanz 2022
Insgesamt gibt es in der Feuerwehr Meißner 150 Aktive, davon 20 Frauen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von sechs Einsatzkräften. Die Aktiven leisteten insgesamt 6105 Stunden Dienst, davon 835 Stunden bei insgesamt 125 Einsätzen. Insgesamt gibt es aktuell 51 Atemschutzgeräteträger und 38 Fortbildungslehrgänge wurden im Jahr 2022 besucht. Alarmübungen im Besucherbergwerk Grube Gustav, der Fachklinik Haus Germerode oder der Firma Bohn wurden mit verschiedenen Wehren abgehalten, um für den Einsatzfall vorbereitet zu sein.
Ehrungen für aktive Einsatzkräfte
Für 10-jährige aktive Dienstzeit: Pia Eichenberg, Florian Goepel, Benjamin Grosser, Marcel Göttfert, Marcel Junghans, Holger Peter, Jens Röhrig.
Für 20-jährige aktive Dienstzeit: Thomas Bonnes, Sara Brill, Karoline Felmeden, Philipp Orth.
Für 40-jährige aktive Dienstzeit: Dirk Schott. ts
„Die Freiwilige Feuerwehr Weidenhausen hat beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübungen einen tollen Platz belegt und auch im Bezirksentscheid gut abgeschnitten“, erklärte Brill. Herausragend sei auch die Beschaffung eines neuen Einsatzleitwagens gewesen, für dessen Vorbereitung und Bedienung eigens eine 19-köpfige Projektgruppe gegründet wurde.
Zusätzlich wurde ein Katastrophenschutzstab auf Gemeindeebene gegründet, um möglichen Szenarien wie beispielsweise längerer Stromausfall oder Starkregenereignissen gewappnet zu sein.
Jugendfeuerwehr
Die Gemeindejugendfeuerwehrwartin Karoline Felmeden präsentierte den Bericht über die Jugendfeuerwehr Meißner. Diese hat aktuell zwölf Mitglieder in der Kinderfeuerwehr und 22 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und wird von insgesamt zwölf Betreuern mit einem breiten Programm betreut. Insgesamt 950 Stunden wurden in die feuerwehrtechnische Ausbildung und in Freizeitaktivitäten investiert. Höhepunkte waren das Kreisjugendzeltlager in Neu-Eichenberg sowie eine Fahrt in den Freizeitpark bei Leipzig.
Herausragend sei die Verleihung des Sozialpreises des Werra-Meissner-Kreises an die Jugendfeuerwehr Meißner als Würdigung für die herausragende Jugendarbeit insbesondere in der Corona-Zeit gewesen (wir berichteten).
Entwicklungen
Bürgermeister Junghans lobte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Feuerwehrwesen in der Gemeinde Meißner. Fünf Prozent der Bevölkerung von Meißner als Aktive sei eine tolle Zahl. Immer weitere Aufgaben im Feuerwehrwesen machten die Arbeit jedoch immer herausfordernder. „Die nächsten Investitionen wie z.B. in die Fahrzeughalle und ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Germerode stehen an und werden aufgrund der Kostenexplosionen in allen Bereichen zu einer großen Herausforderung“, sagt Junghans.
Kreisbrandinspektor Christian Sasse stellte der Feuerwehr Meißner ein gutes Zeugnis aus und informierte über aktuelle Entwicklungen. (Tobias Stück)
