VonVolker Niesschließen
Der Landkreis Fulda will für die Florenbergschule in Pilgerzell ein neues Gebäude errichten. „Der Baubeginn ist im Frühjahr 2024 geplant, sodass die Fertigstellung des Neubaus voraussichtlich im Sommer 2026 erfolgen kann“, erklärte Landrat Bernd Woide (CDU) auf eine Anfrage der CWE.
Pilgerzell - Im Oktober 2021 hatte der Landkreis Fulda das Ergebnis des Architektenwettbewerbs für die Schule vorgestellt. Mittlerweile – nämlich im Juni 2023 – hat der Landkreis den Bauantrag eingereicht, wie Woide der CWE berichtet. Die Anfrage formuliert hatte CWE-Fraktionsvorsitzender Thomas Grünkorn, der auch Pilgerzeller Ortsvorsteher ist.
Fulda: Baubeginn für Florenbergschule in Pilgerzell erst 2024
Nach dem Neubau soll das bestehende Gebäude abgerissen werden. „Das Bestandsgebäude wird voraussichtlich ab Herbst 2026 zurückgebaut. Der Neubau des Schulhofs ist im Jahr 2027 vorgesehen“, sagt Woide. Im Vergleich zu dem im Wirtschaftsauusschuss des Kreistag im Oktober 2021 vorgestellten Entwurf gab es, so Woide, „Optimierungen im Bereich der Verwaltung, der Aula und der Fachräume.“
Zudem sei die Planung der Freiflächen und technischen Anlagen (etwa durch eine Photovoltaikanlage, Erdwärmesonden, Lüftungsanlagen und die Regenwassernutzung für Toilettenspülung) weiter ausgeführt. Und es seien Wünsche für bessere schulinterne Abläufe eingearbeitet worden. Diese Pläne wurden der Schulleitung Ende Juni vorgestellt. Dort habe es keine Einwände gegen die Planungen gegeben.
In der Ausschussitzung im Oktober 2021 hatte der Landkreis Fulda die Grundzüge der Planung bekanntgegeben. Er wird die Grundschule komplett neu bauen. Die heutige Schule wird danach abgerissen. Die Sporthalle bleibt.
Die Grundschule in Pilgerzell war 1971 erbaut worden. Viele Instandsetzungen standen in den nächsten Jahren an. „Der Landkreis prüfte, ob eine Sanierung oder ein Neubau sinnvoll ist, berichtete Woide dem Wirtschaftsausschuss des Kreistags in Fulda. „Am Gebäude ist aber so viel zu machen, und die pädagogischen Anforderungen haben sich so sehr verändert, dass wir uns für den Neubau entschieden haben.“ Ursprünglich habe der Neubau Ende 2024 fertig sein sollen. Insgesamt waren die Verzögerung so groß, dass jetzt der Sommer 2026 als Fertigstellungsdatum angestrebt wird. Vorläufige Kostenschätzungen belaufen sich auf 10 bis 15 Millionen Euro, berichtete Jürgen Obermeier, Fachdienstleiter Gebäudemanagement beim Landkreis, in der Ausschusssitzung.
Die Schule wird sich in Zukunft auf vier Blöcke aufteilen. Das heutige Schulgebäude kann zunächst weiter genutzt werden, während der Neubau entsteht. Mit ihrer zweigeschossigen Bauweise passt sich der Neubau in das Umfeld ein, das überwiegend aus Wohnhäusern besteht. „Der Entwurf ist nicht nur optisch schön, sondern auch die Abläufe in der Schule – etwa mit der Anordnung von Eingang, Mensa und Verwaltung, sind gelungen“, lobte Obermeier. Der Haupteingang der neuen Schule führt durch einen Windfang in die öffentliche Aula mit der Mensa.
Mit dem Neubau wird sich die Nutzfläche der Schule von 2000 auf 4000 Quadratmeter verdoppeln. Das beauftragte Architektenbüro Sturm undWartzeck aus Dipperz hat bereits die Rauschenbergschule in Petersberg gebaut.
