VonAnne Burkardschließen
Nach dem es 2019 großen Erfolg hatte, kehrt das Bonifatius-Musical auf den Fuldaer Domplatz zurück. Das Bistum Fulda bietet begleitend zu den Aufführungen vom 22. bis 31. August ein ganz religiöses Rahmenprogramm.
Fulda - „Das Musical bringt in einer künstlerischen Interpretation das Ringen des Heiligen Bonifatius um die Verwirklichung seiner Sendung zum Ausdruck“, hatte der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber bereits vor Längerem betont. Das berichtet das Bistum Fulda in einer Pressemitteilung. „Damit schlägt es auch einen Bogen zwischen den Themen, die Bonifatius seinerzeit herausgefordert haben und den Fragen, mit denen wir uns heute in Kirche und Gesellschaft beschäftigen.“
Fulda: Bonifatius-Musical kommt mit religiösem Rahmenprogramm
Von einem „klasse Zusammenspiel“ mit dem Bistum Fulda spricht Peter Scholz, Geschäftsführer der Fuldaer „spotlight“-Musicalproduktion, deren Erfolgsgeschichte vor genau 20 Jahren – eben mit „Bonifatius“ – begann. Parallel zum Musical biete das Bistum Fulda ein buntes Rahmenprogramm: Neben einer Sonderausstellung im Dommuseum zum Leben und Wirken des Heiligen Bonifatius - inklusive einzigartiger Exponate, mit Musical-Karte gibt es freien Eintritt - feiere Bischof Dr. Gerber am 28. August um 18 Uhr im Dom eine Heilige Messe.
Danach gebe es eine Lounge mit Abendimbiss im Domgarten. Der Garten des Bischofshauses öffne an den acht Musical-Abenden exklusiv für kirchliche Gruppen seine Pforten. Ab 18 Uhr gebe es jeweils bis zu 50 Plätze für ein Abendessen mit „Nelles Catering“. Weitere Angebote kommen von der Citypastoral, der Innenstadtpfarrei und weiterer Akteure rund um den Fuldaer Dom. Infos und Anmeldung finden Interssierte online unter bonifatiusmusical.bistum-fulda.de.
„spotlight“-Geschäftsführer Peter Scholz formuliert, dass man die „bonifatianische Kraft“ in unserer heutigen Zeit als Vorbild erachten könne: Der Glaube an eine Sache und den unbedingten Willen, das Ziel zu erreichen. Bonifatius sei stets voran gegangen, seiner Überzeugung treu geblieben und habe persönliche Opfer gebracht – bis hin zum Tod.
Der Heilige – und hier ähnele er Adolph Kolping, einer weiteren Musical-Figur von „spotlight“ – dürfe aufgrund seiner gesellschaftlichen Bedeutung nicht auf eine religiöse Figur reduziert werden. Peter Scholz weiter: „Das Musical nähert sich der Biografie des Bonifatius mit Respekt, aber auch mit all‘ den Möglichkeiten, denen uns die Kunst gibt. Und dazu gehört es auch, verstörend zu wirken, Fragen zu stellen und zu polarisieren.“.
„Die Aufführungen basieren auf der Regie des vor Kurzem verstorbenen Stefan Huber. 2004 und 2019 war Reinhard Brussmann in der Hauptrolle zu erleben. Diesmal ist es Thomas Borchert, der den ,Bonifatius‘ verkörpert. Zudem sind unter anderem Friedrich Rau als Sturmius, Sabrina Weckerlin als Alrun, Anke Fiedler als Lioba sowie Andreas Lichtenberger als Radbod dabei“, erklärt das Bistum weiter.
Die Besucher dürften sich auf eine komplett neue Tribünenstruktur freuen. Alle Plätze sollen über Komfort-Stühle verfügen, die Kapazität auf dem Domplatz sei auf mehr als 6000 Sitzplätze erweitert worden. Außerdem gebe es diesmal Abgänge von den Tribünen direkt auf die Pauluspromenade und die Johannes-Dyba-Allee.
Die Plätze im Innenraum wüerden mit extra breiten Stühlen angeboten, „um maximalen Komfort zu gewährleisten“. Begeistern soll das optische Spektakel auch dank verschiedener Videoprojektionen auf der Fassade des Domes. Im Einsatz würden unter anderem 300 LED-Scheinwerfer, Videowalls und Projektoren sein.

