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Coworking-Angebot im ehemaligen Kerber-Kaufhaus in Fulda ist gefragt

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Das Coworking-Angebot im ehemaligen Kerber-Kaufhaus in Fulda ist gefragt. Das Konzept wurde jetzt im StadtGarten vorgestellt.
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Das Coworking-Angebot im ehemaligen Kerber-Kaufhaus in Fulda ist gefragt. Das Konzept wurde jetzt im StadtGarten vorgestellt.

Fulda - Die Arbeitswelt ist im Wandel: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen flexibler sein, was auch durch den Trend zum Home-Office gefördert wird. In Fulda soll dieser Entwicklung mit einem Coworking-Space Rechnung getragen werden. Das Angebot kommt gut an.

Fulda: Coworking-Angebot im ehemaligen Kerber-Kaufhaus ist gefragt

„Coworking ist ein Trend, der auch durch die aktuelle Entwicklung in den Innenstädten vorangetrieben wird, erläuterte Leonie Günther vom City Marketing Fulda am Donnerstag (24. August) bei einem Pressetermin. Zu diesem hatte die Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH gemeinsam mit der Stadt Fulda und dem City Marketing in den StadtGarten eingeladen.

„In ganz Deutschland und auch hier in Fulda macht sich bemerkbar: Kundenverhalten ändert sich. Die Frequenz in Innenstädten sinkt“, führte Günther aus. Um diesem Trend entgegenzuwirken sei es wichtig, neue Zielgruppen nach Fulda zu bringen, junge, kreative Menschen, welche die Innenstadt wieder beleben.

Orte, an denen Coworking stattfindet, komme insbesondere dieser Zielgruppe entgegen, so Günther: „Coworking erfüllt den Wunsch nach Autonomie und harmoniert gut mit dem Trend zum Home-Office, der durch die Corona-Pandemie noch einmal vorangetrieben wurde.“

Fotostrecke: Konzeptkaufhaus „Karl“ eröffnet im ehemaligen Kerber

Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet.
Am Samstag wurde das neue Konzeptkaufhaus „Karl“ im ehemaligen Kerber eröffnet. © Marcus Lotz

Dieser Trend soll auch im ehemaligen Kerber-Kaufhaus aufgegriffen werden. „Wir stellen das Angebot auf rund 600 Quadratmetern zur Verfügung“, erklärte Dr. Maximilian Kutzner, Projektleiter des Co-KARL Coworking Space Fulda. „Möglich ist beispielsweise der Erwerb eines Tagestickets, um hier einen Tag lang einen Platz zum Arbeiten zu finden.“

Neben festen Büros biete das Konzeptkaufhaus auch mehrere Meetingräume. Insgesamt sei das Angebot sehr gefragt, sagte Kutzner. „Diese Arbeitsform ist sehr beliebt. Wir könnten noch mehr vermieten, wenn wir mehr Platz hätten.“

Das Co-KARL Coworking Space Fulda ist Teil des Stadtlabors im ehemaligen Kerber-Kaufhaus und wird von der Region Fulda GmbH betrieben. „Ziel ist es, verschiedene Formate auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und daraus Lösungen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln“, sagte Kutzner.

Das Angebot, das seit März besteht, nutzte bereits eine Stammkundschaft bestehend aus sechs bis acht Leuten. „Eine solche Community ist wichtig, damit Coworking für alle funktioniert“, stellte Kutzner heraus. 

Stichwort „Co-Working“

Der Begriff „Coworking“ oder auch „Co-Working“ ist Englisch und bedeutet soviel wie „zusammenarbeiten“. Auf die Arbeitswelt übertragen geht es darum, dass verschiedene Arbeitnehmerinnen und -nehmer – beispielsweise Freiberufler oder Start-Ups – an einem Ort zusammenarbeiten und davon profitieren.

Eine Besonderheit in Fulda sei, dass die Interessenten schwerpunktmäßig weder einer bestimmten Altersgruppe noch einer Branche zugerechnet werden könnten. „Wir haben hier in Fulda einen bunten Mix. Wir haben viele, die sich noch nicht allzu lange im Berufsleben befinden, dann aber auch wieder Rentner, die an einem Projekt arbeiten. In Großstädten zieht Coworking dagegen eher junge Menschen an.“

Die Motive seien vielfältig, berichtet Kutzner: „Mancher sagt, er bucht bei uns, weil er konzentriert arbeiten möchte, der nächste sagt, er hält es daheim nicht mehr aus.“ Die beiden großen Meeting-Räume werden laut Kutzner sogar von Kundinnen und Kunden aus ganz Deutschland genutzt.

Video: Neues Leben im ehemaligen Kerber - Konzeptkaufhaus „Karl“ eröffnet

Um das Konzept zu erläutern und den Menschen näher zu bringen, verließen die „Coworker“ am Donnerstag ihren Arbeitsplatz und zeigten im StadtGarten Präsenz. Kutzner kündigt an: „Wir probieren das jetzt eineinhalb Jahre aus. Dann ziehen wir Bilanz und schauen, was sich weiterentwickeln wird.“

Im alten Kerber-Kaufhaus in Fulda ist seit dem 25. März das Konzept-Kaufhaus Karl eröffnet. Gleichzeitig gibt es dort seitdem auch einen InstaMarkt. Am 21. August besuchte der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir das Konzept-Kaufhaus Karl in Fulda. Der Besuch war Teil seiner Sommertour.

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