VonSebastian Reichertschließen
Das Herbstwetter in Hessen bleibt regnerisch und windig - auch in der Region Fulda und in der Rhön. Ein Experte warnt bereits vor Hochwasser.
Fulda - Jüngst hatten die Wetterdienste die ersten Prognosen für das Wetter an Weihnachten veröffentlicht. Ob es Schnee gibt - die Vorhersagen der beiden führenden Wettermodelle für Dezember liegen da deutlich auseinander. Doch wie wird das Wetter in den nächsten November-Tagen?
Kurz gesagt: regnerisch. „Sintflut 2.0! Über 200 Liter Regen in den nächsten Tagen!“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Deutschland wird weiter stark bewässert! Die stramme Westwetterlage bleibt uns erhalten – vielleicht bis in den Winter!“
Fulda: Herbstwetter in Hessen bleibt regnerisch - Hochwassergefahr?
Regnerisch, windig und mild: Die Hessen müssen sich zum Wochenstart auf anhaltend wechselhaftes Herbstwetter mit vielen Wolken einstellen. Das prognostizieren auch die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Es gehe weiter wie bisher, sagt eine DWD-Meteorologin.
Zwar lasse der Wind am Montag etwas nach, doch gerade im Bergland seien erneut starke bis stürmische Böen zu erwarten. Die Höchsttemperaturen seien mit 11 bis 13 Grad eher mild. Immer wieder können laut den DWD-Experten Schauer auftreten - wenn auch überwiegend schwache.
Auch am Dienstag müssen die Hessen mit diesen Aussichten rechnen. Die Höchsttemperaturen liegen dann zwischen 9 und 12 Grad. Mittwoch ist es den Angaben zufolge zunächst wechselnd bewölkt und weitgehend niederschlagsfrei, ehe ab dem Nachmittag wieder Regen aufkomme.
Für die Region der Rhön und Fulda erwartet der Deutsche Wetterdienst bei Regen und Temperaturen zwischen 3 und 6 Grad schwere Sturmböen. „In Hochlagen sind einzelne Sturmböen bis 75 km/h nicht ausgeschlossen“, teilt der DWD in Offenbach mit.
Auch am Dienstag sei mit Regen in Form von einzelnen Schauern zu rechnen. In der Nacht zum Donnerstag könnten die Tiefstwerte in Hochlagen auf bis 1 Grad sinken. Vor allem im Bergland sei dann wieder mit starken bis stürmischen Böen in Hessen zu rechnen.
Besonders in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen und Baden-Württemberg sind die Flüsse randvoll.
Meteorologe Dominik Jung empfiehlt indes, die Fluss-Pegel in den nächsten Tagen gut im Auge zu behalten „Regen und kein Ende. Im Südwesten bleibt die Hochwassergefahr bestehen. Besonders in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen und Baden-Württemberg sind die Flüsse randvoll“, sagt er.
Zuletzt war es in der Region Fulda und in Osthessen im Frühjahr 2023 nach starkem Dauerregen zu Hochwasser gekommen. Die gute Nachricht indes bei so viel Regen. „Der Grundwasserspiegel ist regional wieder deutlich angestiegen. Die Wasserreserven füllen sich auf“, erklärt der Wetter-Experte.
Jung weist unterdessen daraufhin, dass wir uns - Stand heute - mittendrin im wärmsten Herbst seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 befinden. Bereits die Monate September und Oktober waren derweil deutlich zu warm ausgefallen.
„Wenn der November nicht bald deutlich abkühlt, werden wir einen Rekord-Herbst in Deutschland, aber auch in den meisten Teilen von Europa erleben“, sagt Dominik Jung. „Aktuell ist der Herbst rund 3,4 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum der Jahre 1961 bis 2020. Der Herbst 2023 ist auf bestem Weg einen neuen Rekord aufzustellen.“
Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa


