Stadt investiert 5,8 Millionen

Im Sommer soll gebaut werden: Lehnerz bekommt neue Kita

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Gebaut wird am Standort des bisherigen Kindergartens, der vor dreieinhalb Jahren abgerissen wurde.
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Warum dauerte es so lange, bis Lehnerz einen neuen Kindergarten erhält? Diese Frage kam in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses von mehreren Fraktionen. Bürgermeister Dag Wehner (CDU) hätte sich einen schnelleren Start gewünscht. Ab Juli oder August werde nun tatsächlich gebaut.

Lehnerz - „Lehnerz ist seit vier Jahren ohne Kita im Stadtteil. Das ist nur schwer zu erklären“, monierte Edith Bing (SPD) in der Sitzung. Stefan Euler, für die CDUAusschussmitglied und Ortsvorsteher von Lehnerz (Fulda), sah es ähnlich: „Wir planen seit 2016. Wir alle hätten den Baubeginn gern früher gehabt.“ „Das Vorhaben in Lehnerz ist wirklich nicht einfach“, räumte Wehner ein.

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Eine Erschwernis sei gewesen, dass der Neubau am Standort des bisherigen Kindergartens entstehen sollte. „Also mussten wir erst abreißen, ehe wir an den Neubau gehen konnten“, erklärte Wehner. Eine glückliche Fügung sei gewesen, dass die Kinder über drei Jahren das bisherige Kindergartengebäude in Marbach nutzen konnten. Die Kinder unter drei Jahren werden im umgebauten Pfarrhaus in Lehnerz betreut.

Wehner skizzierte dem Ausschuss folgenden Planungsstand:Gebaut wird ein Kindergarten mit fünf Gruppen. Momentan werden vom Büro „Kreativ-Architekten“ die bereits vorliegenden Angebote der Erd-und Rohbauarbeiten geprüft und die Vergabeempfehlung erstellt. Weiter werden bereits die ersten Bewehrungs- und Schalpläne erstellt. Gewerke wie Blitzschutz und Aufzugsanlage sind in der Beauftragungsphase.

„Nach dem aktuellen Stand der Planungen ist ein Baustart für Juli oder August 2023 vorgesehen. Die Fertigstellung des Rohbaus ist Anfang 2024 geplant. Anfang 2025 wird mit der Fertigstellung des Gebäudes und Aufnahme des Kita–Betriebes gerechnet“, erklärte der Bürgermeister.

So soll der neue Kindergarten in Lehnerz aussehen.

Das geplante Bauvorhaben liegt im Brunnenweg 12 in Lehnerz auf einem Hanggrundstück, dass vom Brunnenweg aus steil bergauf in den hinteren Freibereich führt. Die auf diesem Grundstück bisher vorhandene Kindertagesstätte „Pusteblume“ wurde hierfür bereits vollständig abgerissen. Der Hauptzugang erfolgt, wie schon bei der vorherigen Kindertagesstätte, vom Brunnenweg oder direkt von der auf der Ostseite liegenden Straßenseite aus. Die Zufahrt zu der auf der Nordseite liegenden Anlieferung erfolgt etwas versetzt vom Hauptzugang. Sowohl die Stellplätze für Autos als auch für Fahrräder werden vom Brunnenweg aus erschlossen.

Um die Barrierefreiheit zu erleichtern, wird das Erdgeschoss gegenüber der vorherigen Kita um 1,32 Meter verlegt. Der Bereich auf der Ostseite umfasst neben dem Hauptzugang auch Stellplätze für Autos, die alle einzeln direkt von der Straße aus erschließbar sind, sowie für Fahrräder und Kinderwägen.

Für die beiden Gruppen der ein bis drei Jahren alten Kinder im Erdgeschoss ist als Außenspielbereich der südliche Bereich des Grundstücks auf Höhe des Erdgeschosses vorgesehen. Angrenzend wird weiter südlich der neue öffentliche Spielplatz positioniert. Die drei Gruppen der Drei- bis Sechs-Jährigen im Obergeschoss finden ihren Außenspielbereich im westlichen Teil des Grundstücks.

Dieser wird direkt über die Gruppenräume erschlossen. Zur sinnvolleren Modellierung des Geländes wird vor zwei Zugängen zur Grünfläche im südwestlichen Bereich eine Stahlkonstruktion mit einer Art Balkon geschaffen. Der Baukörper besteht aus zwei übereinander gestapelten „Riegeln“.

Dem FC-Bayern-Star Jamal Musiala, früher Jugendspieler beim TSV Lehnerz, war es zusammen mit seiner Familie wichtig, bereits so früh wie möglich eine Stiftung ins Leben zu rufen, die Kindern hilft und inspiriert ihren eigenen Weg zu gehen. Dafür kam er sogar extra nach Fulda.

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