Fußballfans dürfen sich freuen, denn heute, am Freitag (14. Juni), ist das EM-Eröffnungsspiel. In etlichen Kneipen und Restaurants werden Fernseher und Leinwände aufgebaut.
Fulda - Doch nur einige wenige Gemeinden veranstalten „Public-Viewing-Events“ für das Spiel am Freitag. So wird Gersfeld eine Live-Übertragung des Spiels Deutschland gegen Schottland ab 20:30 Uhr unter freiem Himmel auf dem Schlossparkfest veranstalten.
Stadt Fulda überlässt zur Fußball-EM der Gastronomie das Public Viewing
Auch in Bad Salzschlirf blicken Fußballbegeisterte mit großer Vorfreude auf das anstehende Länderspiel am 14. Juni. Im Kurpark wird es ab 20 Uhr, eine Stunde vor Anpfiff, ein Public Viewing bei Bratwurst und gekühlten Getränken geben. Wenn das Wetter mitspielt, läuft das Spiel auf der Großbildleinwand, bei Wind und Regen im Gebäude am Gardier-Pavillion.
Gibt es Public-Viewing-Wetter in Hessen?
Freitag: Der Freitag wird laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wechselhaft, schwach bis mäßig windig (in Kammlagen teils mit starken Böen) mit leichten Schauern. Die Höchstwerte liegen bei 19 bis 21 Grad, in Hochlagen 15 Grad. Vormittags: bedeckt, von Westen leichter Regen. Nachmittags: stark bewölkt, örtlich etwas Regen. Abends: Auflockerungen von Westen, einzelne Schauer.
Samstag: Auch am Samstag bleibt es wechselhaft bei bis zu 21 Grad mit mäßig bis frischem Wind, zum Start der EM-Spiele am Nachmittag aber etwas freundlicher. Nachts: wechselnd bis stark bewölkt mit Schauern und Regen, einzelne Gewitter mit starken bis stürmischen Böen nicht ausgeschlossen. Vormittags: schauerartig verstärkter Regen, danach Auflockerungen, dann wechselnd bewölkt und meist niederschlagsfrei.
Sonntag: Am Sonntag wird es endlich freundlicher. Nachts: wechselnd bewölkt und überwiegend niederschlagsfrei, im Nordwesten einzelne Schauer möglich. Tagsüber ist es ebenfalls wechselnd bewölkt, einzelne Schauer möglich, oft aber auch niederschlagsfrei bei Temperaturen bis zu 23 Grad und schwachem bis mäßigem Wind.
Für Fans gibt es noch mehr gute Nachrichten: In diesem Jahr gibt es anlässlich der Fußball-EM eine Bundesverordnung zur Lockerung des Lärmschutzes, die im Juni in Kraft getreten ist. Auch noch nach 22 Uhr sind Jubelausbrüche beim Public Viewing erlaubt.
Die Pressestelle der Stadt Fulda teilt mit, dass es in diesem Jahr lediglich Anmeldungen für kleinere Public-Viewing-Events gegeben habe. Große Veranstaltungen mit mehreren Tausend Besucherinnen und Besuchern hat es in Fulda nur in den Jahren 2006 zur Fußball-WM auf dem Universitätsplatz und 2008 zur Fußball-EM im Schlossinnenhof gegeben. Dort seien jeweils private Veranstalter federführend gewesen.
„Spätestens seit der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg im Jahr 2010 und den stark gestiegenen Sicherheitsanforderungen für Großveranstaltungen in der Folge, gab es keine Ambitionen mehr für große „Public-Viewing“-Veranstaltungen, sagt Johannes Heller, Pressesprecher der Stadt.
„Das finanzielle Risiko ist für die Veranstalter offenbar nicht unerheblich“, führt Heller aus. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) fügt hinzu: „Wir gehen zunächst davon aus, dass die Fuldaer Gastronomie die Möglichkeiten der Übertragung nutzt, um Fußballfans anzuziehen.“
Hohe Sicherheitsanforderungen hemmen Public-Viewing-Ambitionen
Für die EM plane die Stadt selbst, wie in der Vergangenheit, kein eigenes Public-Viewing-Angebot. „Für Interessenbekundungen von möglichen Betreibern ist die Stadt natürlich offen und kooperationsbereit“, so Wingenfeld.
Ähnlich ist es in Hünfeld. Helmut Käsmann Sprecher des Magistrats berichtet, dass in unmittelbarer Nähe zum Rathaus die Gastronomie „Trödelstübchen“ ein Public Viewing angekündigt habe. „Dort wird es im Innen- und Außenbereich Fußball bis zum Abwinken geben, deshalb ergibt es keinen Sinn, als Stadt zusätzlich etwas anzubieten“, sagt Käsmann.
Video: Fragen und Antworten zu Europameisterschaft
Bettina Herbst vom Bürgerbüro Tann ist aktuell keine geplante Veranstaltung bekannt, „eventuell ändert sich das im Verlauf der EM, sollte Deutschland weit kommen“, spekuliert Herbst. Auf den Dörfern engagieren sich vor allem Vereine, wie zum Beispiel die SG Rönshausen, die alle deutschen Gruppenspiele im Waldstadion Rönshausen übertragen wird.
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