Länderspiele

Bundesliga-Star aus der Wetterau erstmals für deutsche Nationalmannschaft nominiert

Ein Nationalspieler aus der Wetterau: Paul Nebel steht erstmals im Kader der deutschen A-Nationalmannschaft. Damit geht ein anderer Verband leer aus.

Bad Nauheim – Wenn die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der kommenden Woche gegen die Slowakei (4. September) und gegen Nordirland (7. September) in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 startet, wird einer das Spiel erstmals nicht vor dem Fernseher verfolgen müssen: Paul Nebel.

Julian Nagelsmann nominiert Paul Nebel

Der gebürtige Bad Nauheimer (Wetteraukreis) war einer der Shooting-Stars der vergangenen Bundesligasaison – und kann sich bald auch A-Nationalspieler nennen: Zusammen mit Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt) und Finn Dahmen (FC Augsburg) ist der laufstarke Flügelspieler des FSV Mainz 05 einer von drei Neulingen im Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann.

Trumpfte bei der U21-EM groß auf: Paul Nebel

Damit wird der 22-Jährige, aufgewachsen in Nieder-Mockstadt, für seine zuletzt starken Leistungen in Verein und U21-Nationalmannschaft belohnt. Er war Teil des Teams, das im vergangenen Sommer die Fußball-Nation begeisterte und sich bis ins Finale der U21-Europameisterschaft kämpfte, wo es sich England geschlagen geben musste. Nebel konnte sich dabei allerdings keine Vorwürfe machen: Er bereitete erst den Anschlusstreffer zum 2:1 für Vereinskollege Nelson Weiper vor und erzielte anschließend den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Auch im Verein wusste der agile Dribbler zunehmend zu überzeugen. Seit etwa einem Jahr ist er Stammspieler bei Mainz 05. Mit Lee Jae-sung und Jonathan Burkardt, mittlerweile bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, bildete er in der vergangenen Saison die starke Mainzer Offensive. Insgesamt 16 Torbeteiligungen (zehn Tore und sechs Vorlagen) steuerte Nebel dazu bei. Das blieb offensichtlich auch Nationaltrainer Julian Nagelsmann nicht verborgen – und auch Heimir Hallgrímsson, Trainer der irischen Fußball-Nationalmannschaft, hat ein Auge auf ihn geworfen.

Paul Nebel wird in Zukunft vielleicht auch auf Pressekonferenzen der A-Nationalmannschaft zu sehen sein.

Paul Nebel hätte auch für Irland spielen können

Denn Nebel hat irische Vorfahren. Seine Mutter ist Halb-Irin, schon als kleiner Junge hat er oft Urlaub im Ferienhaus seiner irischen Oma in der Nähe von Galway gemacht. Somit wäre er auch für das Nationalteam von Irland spielberechtigt. „Nach der Saison haben sie schon intensiver gebaggert“, erklärte Nebel am Rande der U21-EM dem Kicker. „Das ist ja auch schön. Wenn das beim DFB irgendwann nicht mehr klappen sollte, dann muss man sich auch Gedanken machen, weil auch Irland in meinem Herzen ist.“

Diese Befürchtung scheint sich nun nicht zu bewahrheiten. Die Zukunft Paul Nebels liegt allem Anschein nach beim DFB. Somit werden auch die Bemühungen der irischen Verantwortlichen bald ein Ende nehmen, denn sobald Nebel einmal für die A-Mannschaft des DFB auf dem Rasen stand, ist ein Verbandswechsel so einfach nicht mehr möglich.

Rubriklistenbild: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Meusel

Kommentare