Lkw-Transport

Mehr als zehn Tonnen Hilfsgüter aus Fulda - Gottesdienst zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs

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Die Ladung des Hilfstransports für die Ukraine bestand dieses Mal unter anderem aus Gehhilfen, Rollstühlen und Rollatoren.
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Zum dritten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine findet im Dom in Fulda ein Friedensgottesdienst statt. Bistum Fulda, Malteser und Caritas blicken indes zufrieden auf einen erneuten Ukraine-Hilfstransport zur Unterstützung Kriegsversehrter und älterer Menschen zurück.

Fulda - Am Montag (24. Februar) ist der dritte Jahrestag des Kriegsausbruchs in der Ukraine. Aus diesem Grunde findet ab 18.30 Uhr ein ökumenischer Friedensgottesdienst im Fuldaer Dom mit Gebeten, Gesang und Fürbitten für die Menschen in der Ukraine statt. Das teilte das Bistum Fulda mit.

Ukraine-Hilfe aus dem Bistum Fulda - Gebete und Lkw-Transport

Zelebranten sind Weihbischof und Bischofsvikar für die Weltkirche, Prof. Dr. Karlheinz Diez, der Dekan des Kirchenkreises Fulda, Dr. Thorsten Waap, sowie Pfarrer Ivan Hnativ von der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche. Ferner wirkt Pastoralassistent Ivan Kolodii (Gesang) mit.  

Seit dem Ausbruch des russischen Angriffskrieges am 24. Februar 2022 sind die Menschen im Bistum Fulda ihren Schwestern und Brüdern in der Ukraine über das gemeinsame Gebet hinaus auch ganz praktisch verbunden. „Eine gemeinsame Hilfs-AG des Bistums Fulda mit der Caritas und den Maltesern sammelte zum Beispiel bereits zahlreiche Geld- und Sachspenden“, hieß es.

Schon in den Vorjahren hat es im Fuldaer Dom Friedensgottesdienste am Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine gegeben. Der nächste ist am 24. Februar um 18.30 Uhr.

Etliche Hilfs-Transporte seien bereits auf den Weg gebracht worden. Der jüngste Lkw-Transport aus dem Bistum Fulda war erst vor Kurzem mit gut zehn Tonnen Hilfsgütern an Bord gestartet. Die Organisatoren bewerteten diesen als großen Erfolg, „dank eines hohen Spendenbewusstseins und der tatkräftigen Unterstützung von gut 20 Helfern“.

Unter den Helfern waren auch Angehörige der ukrainischen Gemeinschaft, Syrer und Deutsche. Unter Regie von Alfred Hau, Koordinator Auslandsdienst der Malteser, wurde der 40-Tonner am Malteser-Standort Petersberg beladen und trat – nach Erledigung aller Formalitäten – seine Fahrt nach Iwano-Frankiwsk in der Westukraine an.

Spenden-Möglichkeiten

Auch Geldspenden helfen weiter: Zweckgebundene Spenden sind weiterhin möglich unter dem Stichwort „Ukraine-Krieg Nothilfe“ auf das Spendenkonto des Caritasverbandes für die Diözese Fulda bei der Sparkasse Fulda, IBAN DE64530501800000000220. Auch Online-Spenden sind möglich. Auf www.caritas-fulda.de gibt es dazu ein Direktlink. Das Spendenziel lautet ebenfalls „Ukraine-Krieg Nothilfe“.

Von dort aus übernehme dann die örtliche Caritas die Weiterverteilung eines Teils der Spenden in die besonders vom Krieg betroffene Ostukraine. Bei der Spendenaktion habe diesmal besonders die Unterstützung von Kriegsversehrten und älteren Menschen im Fokus gestanden.

Unter anderem wurden den Angaben zufolge einige Pflegebetten, 60 Paar Gehhilfen, 20 Rollstühle, gut 35 Rollatoren, Liegen und rund 20 Matratzen gespendet. Hinzu kamen Hygieneartikel: drei Paletten mit Flüssigseife, Waschmittel, Toilettenpapier und Duschgel. Diese waren von der Caritas und dem Bistum Fulda finanziert worden.

Video: Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk schildert die Lage in der Ukraine

Der Transport aus dem Bistum Fulda wurde ergänzt durch viele Bananenkisten voller Spenden der Malteser aus dem Jossgrund im Main-Kinzig-Kreis. Insgesamt wurden mit dem aktuellen Transport mehr als zehn Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geschickt, teilten die Organisatoren abschließend mit.

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