VonFlorian Dörrschließen
Ein elfjähriger Junge aus Mittelhessen muss nach einer Mutprobe mit einem extrem scharfen Chip ins Krankenhaus. Er hatte den „Hot Chip“ an einem Gießener Kiosk gekauft.
Gießen – Er aß einen Chip und landete in die Klinik: Wie die Polizei Mittelhessen berichtet, wurde ein Elfjähriger am Freitag (13. Oktober) durch Rettungskräfte in ein Gießener Krankenhaus gebracht. Das Kind hatte den extrem scharfen „Hot Chip“ für zehn Euro in einem Gießener Kiosk gekauft, wie die Polizei am Montag (16. Oktober) mitteilte. Der Elfjährige, der den Angaben zufolge aus dem Lahn-Dill-Kreis kommt, bekam demnach „gesundheitliche Probleme, hinzugerufene Rettungskräfte mussten den Jungen schließlich in eine Klinik bringen“, heißt es in der Meldung der Polizei in Gießen.
„Das Essen dieser Chips ist eine Art Mutprobe und verbreitet sich als Challenge auch unter Kindern und Jugendlichen. Es drohen jedoch ernsthafte, körperliche Beeinträchtigungen“, erklärt die Polizei. Die gute Nachricht: Der Elfjährige konnte das Krankenhaus nach der Behandlung am Freitagabend wieder verlassen.
Hot Chip Challenge in Gießen: Elfjähriger aus Lahn-Dill-Kreis im Krankenhaus
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnte bereits im September vor Mutproben wie der „Hot Chip Challenge“, die auch über soziale Medien bekannt werden. „Der Verzehr führte vereinzelt bereits zu ärztlichen Noteinsätzen“, so das BfR. Die Polizei Gießen empfahl Eltern unter anderem, ihre Kinder zu ermutigen, „die Inhalte riskanter Challenges zu hinterfragen“ und zu verstehen, dass „die Weiterverbreitung von gefährlichen Challenges andere gefährden kann“. Eltern sollten regelmäßig mit ihren Kindern sprechen, „um zu erfahren, welche Mutproben aktuell angesagt sind“.
Nach dem Fall aus Gießen hat die Polizei die Ermittlungen übernommen. (fd)
Für viel Aufregung im Gießener Bahnhofsviertel jüngst ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in und im Umfeld der Neuen Post. Dort soll ein möglicherweise mit einer Pistole bewaffneter Mann unterwegs gewesen sein.
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