Wetterbericht

„Blockierende Hochdrucklage“: Hohe Waldbrandgefahr in Frankfurt und Rhein-Main

  • schließen

Ein blockierendes Hoch bestimmt das Wetter auch in Hessen – Trockenheit dominiert. Die Waldbrandgefahr ist hoch und hat bereits für Flammen gesorgt.

Frankfurt/Rhein-Main – Ein stabiles Hochdruckgebiet über Mitteleuropa prägt derzeit das Wettergeschehen. Diese sogenannte Omega-Lage wird von zwei Tiefdruckgebieten im Osten und Westen flankiert, schreibt das Portal „Wetter online“ in einer Pressemitteilung vom Montag (7. April). Im Laufe der Woche soll die Blockade jedoch allmählich zu schwächeln beginnen.

„Seit einiger Zeit sorgt diese blockierende Hochdrucklage für unser aktuelles Wetter“, heißt es – auch mit Blick auf Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet. Charakteristisch für diese Situation sei eine anhaltende Trockenperiode. Bis Mittwoch (9. April) bleibe diese Wetterlage voraussichtlich bestehen. Mit Regen wird in der Rhein-Main-Region frühestens ab dem Wochenende gerechnet.

Waldbrandgefahr in Frankfurt und Rhein-Main hoch – Regen erst zum Wochenende hin

Im südöstlichen Rhein-Main-Gebiet sowie in Teilen Südhessens und im Rheingau wurden in den vergangenen Tagen bereits Waldbrände gemeldet. So waren die Feuerwehren zwischen Freitag, 4. April, und Sonntag, 6. April, in Hanau-Wolfgang (Main-Kinzig-Kreis), Hainburg (Kreis Offenbach), Münster (Kreis Darmstadt-Dieburg) sowie in Waldems (Rheingau-Taunus-Kreis) im Einsatz,

Brisant war hier der Fall aus Münster: Wie die Reporter von 5Vision.News am Sonntagabend berichteten, war am selbigen Tag gegen 17.30 Uhr ein Brand im sogenannten Muna-Gebiet ausgebrochen. Das betroffene Areal ist ein ehemaliges Militärgelände von etwa 260 Hektar, das heute als Naturschutz- und Erholungsgebiet dient. Als die ersten Einsatzkräfte aus Münster und Eppertshausen eintrafen, entdeckten sie einen einzelnen brennenden Baum. Das Feuer hatte sich bereits auf etwa 300 Quadratmeter ausgedehnt. Das Gelände ist als risikobehaftet bekannt, da es sich um eine ehemalige Lufthauptmunitionsanstalt aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.

In Hessen ist die Waldbrandgefahr hoch – wie etwa in Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg.

Der zeitliche Zusammenhang mit einer Feuerwehrübung am selben Ort sei bemerkenswert: Am Sonntagvormittag hatte die Feuerwehr Münster genau an der Schneise, an der später der Brand ausbrach, eine groß angelegte Übung durchgeführt. Dabei wurde bewusst auf Pyrotechnik oder offenes Feuer verzichtet. Das Szenario wurde lediglich mit Flatterband markiert und die Übung verlief planmäßig. Dass nur wenige Stunden später an genau dieser Stelle ein echtes Feuer ausbrach, wirft Fragen auf. Eine spontane Selbstentzündung erscheint aufgrund der Bedingungen unwahrscheinlich. Trotz der hohen Waldbrandgefahr in Hessen gibt es derzeit keine Hinweise auf eine natürliche Ursache. Die Polizei hat Ermittlungen hierzu aufgenommen.

Aussichten für Frankfurt und Rhein-Main: Sonniges Frühlingswetter – Nachts Frost.

Doch wie wird das Wetter konkret in den kommenden Tagen in Frankfurt und Rhein-Main? Der Deutsche Wetterdienst mit Sitz in Offenbach rechnet am Montag mit Temperaturen bis 15 Grad. „In der Nacht zum Dienstag oft gering bewölkt, teils klar, in nördlichen Flusstälern Nebel nicht ganz ausgeschlossen. Niederschlagsfrei. Tiefsttemperatur +2 bis -3 Grad“, heißt es im aktuellen Wetterbericht.

Am Dienstag soll es in Frankfurt und Rhein-Main heiter bis sonnig werden. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 und 18 Grad, in Hochlagen um 11 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind. In der Nacht zum Mittwoch werde es gering bewölkt bis klar, im Nordosten teils wolkig. Die Tiefstwerte liegen zwischen 4 und -2 Grad. Verbreitet leichter Frost in Bodennähe. Mit Regen ist nicht zu rechnen. Am Mittwoch sollen die Tempraturen auf 18 Grad ansteigen. (csa)

.

Rubriklistenbild: © 5Vision.News

Kommentare