Energie

Heizen mit Abwärme aus dem Industriepark Höchst

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Abwärme aus dem Industriepark Höchst kann nach Ansicht des Energieversorgers Mainova die Versorgungssicherheit in Frankfurt stärken.
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Der Frankfurter Energieversorger Mainova und der Betreiber des Industrieparks Höchst sehen die Chance, die Wärmeversorgung in Frankfurt nachhaltiger zu gestalten.

Abwärme des Industrieparks Höchst soll für die Fernwärmeversorgung in Frankfurt nutzbar gemacht werden. Das streben der Frankfurter Energieversorger Mainova und Infraserv als Betreibergesellschaft des Industrieparks an. Eine entsprechende Zusammenarbeit haben nach Mitteilung der Unternehmen jetzt Infraserv-Geschäftsführer Joachim Kreysing und Mainova-Vorstand Martin Giehl vereinbart.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, die Wärmeversorgung der Stadt Frankfurt noch nachhaltiger zu gestalten“, sagt Giehl. „So können wir die CO2 -Emissionen senken und mit der klimafreundlichen Energie zugleich die Versorgungssicherheit stärken.“ Das Unternehmen, das zu 75 Prozent den Frankfurter Stadtwerken gehört, will bis spätestens 2040 klimaneutral arbeiten und treibt schon deshalb mit hohen Investitionen die Dekarbonisierung ihrer Wärmeerzeugung in Frankfurt voran. Ein Großprojekt ist die Umrüstung des Heizkraftwerks im Gutleut von Kohle- auf einen Gasbetrieb.

Erstes Projekt könnte ein Rechenzentrum im Industriepark sein

In einem ersten Schritt wollen Infraserv und Mainova nun prüfen, unter welchen Bedingungen die unvermeidbare Abwärme des Industrieparks in das Fernwärmesystem integriert werden kann. Als mögliche Abwärme-Quelle könnte nach Angaben der Partner ein geplantes Rechenzentrum auf dem Industriepark-Gelände sein. Auch die Rückkühlwerke des Industrieparks könnten in Zukunft Abwärme liefern, heißt es. Langfristig streben Mainova und Infraserv an, unvermeidbare Abwärme auch aus anderen Quellen nutzbar zu machen. cm

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