„Heron“

Alice Merton mit neuem Album am Start: Nach ihrem Vorfahren sind mehrere Orte in Frankfurt benannt

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Popstar Alice Merton hat 2024 ihr neues Album „Heron“ veröffentlicht. Die Sängerin ist in Frankfurt geboren – und ihr Nachname in der Stadt allgegenwärtig.

Frankfurt – Deutsche Künstlerinnen, Bands oder Sänger, die in den USA auf Tour gehen, sind rar gesät. Alice Merton gehört zu diesen wenigen Stars, die auch außerhalb des deutschen Sprachraums Erfolg haben. Im Mai 2024 tourt die 30-Jährige durch die Vereinigten Staaten und hat dann auch ihr neues Album „Heron“ im Gepäck. Die Sängerin wuchs zwar in Kanada auf, ist aber gebürtig Frankfurterin – und trägt einen in der Mainmetropole berühmten Nachnamen.

Ihr in Deutschland wohl bekanntester Hit „No Roots“ lief 2016 lange in Dauerschleife im Radio und schaffte es damals auf Platz drei der Charts. In Frankreich und in den USA stand er zeitweise sogar auf Rang eins. Im TV war Merton 2019 als Jury-Mitglied von The Voice of Germany zu sehen.

Alice Merton hat im April 2024 ihr neues Album „Heron“ veröffentlicht und geht im Mai in den USA auf Tour.

Eine Schule, eine Straße und ein ganzes Viertel sind in Frankfurt nach Wilhelm Merton benannt

Bei Late Night Berlin, der ProSieben-Show von Klaas Heufer-Umlauf, war Merton am Dienstag, 23. April, mal wieder zu Gast im deutschen Fernsehen. Sie und Klaas plauderten über das neue Album, die anstehende Tour – und kurzzeitig auch darüber, dass Merton in ihrem Leben schon ganze 14 Mal umgezogen ist. Über New York City kam sie als Kind nach Kanada, lebte anschließend mal in München, studierte in Mannheim und hat ihren Lebensmittelpunkt mittlerweile nach London verlegt. Frankfurt wird in ihrem Pass aber immer erhalten bleiben – als ihr Geburtsort.

Der Name Merton taucht in der Mainmetropole immer wieder auf, auch wenn man historisch schon maximal bewandert sein muss, um die Gründe zu kennen. Mertonviertel, Mertonstraße, Mertonschule oder das Wilhelm-Merton-Zentrum der Goethe-Universität – sie alle sind nach einem Ururonkel von Alice Merton benannt, zu dessen Ehren es 2023 sogar eine Ausstellung in Frankfurt gab. Wilhelm Merton war ein deutscher Unternehmer, Sozialpolitiker und Philanthrop, der 1848 ebenfalls in Frankfurt zur Welt kam und 1916 in Berlin starb.

Er gilt insbesondere wegen seines sozialpolitischen Engagements als einer der bedeutendsten deutschen Unternehmensgründer der Wilhelminischen Epoche. Unter anderem gründete in Frankfurt 1890 das Institut für Gemeinwohl und 1901 die Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften. (csa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Alessandro Bremec

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