VonCaspar Felix Hoffmannschließen
Während sich die Asiatische Tigermücke in Hessen weiter ausbreitet, zeigt ein Pilotprojekt erste Erfolge im Kampf gegen das lästige Insekt.
Wiesbaden – Mit den steigenden Temperaturen und dem milden Winter wächst in Hessen die Sorge vor einer Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke, die nicht nur als lästig, sondern auch als möglicher Überträger verschiedener Tropenkrankheiten gilt. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) appellierte zu Beginn der Saison an die Bevölkerung, bei der Eindämmung zu helfen.
Mit einfachen Maßnahmen, wie der Kontrolle und Vermeidung von möglichen Brutstätten auf dem eigenen Grundstück, könnten die Hessinnen und Hessen die Ausbreitung der Tigermücke wirksam bekämpfen, so Stolz. Das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) unterstützt die Initiative mit Informationsmaterialien wie Flyern und Checklisten, die auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt werden. Bürgerinnen und Bürger sind zudem aufgerufen, Beobachtungen der Tigermücke direkt an das HLfGP zu melden.
Hessen kämpft gegen die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke
Die Asiatische Tigermücke zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit an trockene und heiße Bedingungen aus und benötigt für die Entwicklung ihrer Larven nur minimale Wassermengen. Eine Übertragung der mit der Mücke assoziierten Krankheitserreger ist in Deutschland bisher nicht dokumentiert, jedoch steigt mit der zunehmenden Verbreitung des Insekts und dem mit dem Klimawandel einhergehenden Temperaturanstieg das Risiko für die Bevölkerung.
Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, setzt das HLfGP auf ein Monitoring der Stechmückenpopulationen durch das Aufstellen von Fallen an Hotspots, die anhand von Bürgerhinweisen und Daten aus den Vorjahren identifiziert wurden. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Ansatzes, die Bevölkerung über die Gefahren zu informieren und zur aktiven Teilnahme an Präventionsmaßnahmen zu motivieren.
Einsatz von „Bti“ in der Stechmückenbekämpfung
Bacillus thuringiensis israelensis – kurz „Bti“ – heißt das Bakterium, das die Larven bestimmter Stechmückenarten abtötet. Es wird per Hubschrauber oder zu Fuß versprüht.
Darüber hinaus läuft in Hattersheim in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Gesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises das Pilotprojekt KomBAT zur kommunalen Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke durch Ausbringung von „Bti“. Erste Ergebnisse des Projektes zeigen eine Stagnation bzw. einen Rückgang der Tigermückenpopulationen in der Pilotregion im Vergleich zu Kontrollregionen, ein Zeichen dafür, dass die Bekämpfungsstrategien erfolgreich sein könnten. Eine abschließende Bewertung des Projekterfolgs steht jedoch noch aus. (cas)
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