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Hessen: RMV kann Angebot erhalten

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Aber es gibt sehr viele Baustellen im nächsten Jahr. Und weitere Erneuerungen zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember.

Trotz schwieriger Finanzen kann der Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) sein Angebot erhalten. Punktuell ist sogar eine Erweiterung möglich. So weit die gute Nachricht zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember. Die schlechte sind die vielen Baustellen, die Fahrgäste auch im kommenden Jahr das Vorankommen erschweren werden. Bei einem Großprojekt ist indes das Ende in greifbare Nähe: Nach der letzten Totalsperrung zwischen Frankfurt und Friedberg vom 2. Januar bis 20. Februar kann die S-Bahn-Linie 6 zwischen Frankfurt-West und Bad Vilbel endlich auf eigenen Gleisen rollen. I-Tüpfelchen wird die neue S-Bahnstation Frankfurt-Ginnheim, die soll Ende nächsten Jahres fertig sein.

Kein Personal für das Stellwerk

Wegen personeller Unterbesetzung eines Stellwerks bleibt es dabei, dass an Samstagen und Sonntagen zwischen Glauburg-Stockheim und Gelnhausen Busse statt Züge verkehren. Werktags ist ein Stundentakt möglich, bis voraussichtlich im August das neue Stellwerk Büdingen in Betrieb geht.

Der Wasserstoffzug im RMV.

Viele Baustellen

Vom 2. bis 26. Februar ist die Main-Neckar-Bahn zwischen Darmstadt und Mannheim gesperrt. Die Kinzigtal-Bahn zwischen Frankfurt und Fulda ist an den Wochenenden im Zeitraum vom 22. März bis 6. Mai nicht benutzbar. Während der Sommerferien vom 19. Juli bis 16. August rollt kein Zug zwischen Hanau und Friedberg. Der größte Brocken ist die Generalsanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt- Stadion und Mannheim. Vom 2. bis 21. Januar sowie zwischen 15. Juli und 14. Dezember ist die Strecke stillgelegt. Busse übernehmen den Transport.

Rekordniveau

Fahrplanänderungen betreffen unter anderem die Netze Mittelhessen, Rheingau, Lahn-Vogelsberg-Rhön, Taunusnetz. Verbesserungen gibt es auch in Rheingau-Taunus Kreis/Wiesbaden.

Mit 2300 Projekten liegt der Neubau udn Ausbau der Schienenwege im RMV auf Rekordniveau. jur

www.rmv.de

Nach dem großen Ärger bei der Einführung der Wasserstoffzüge im Taunusnetz gehen die Verantwortlichen auf Nummer sicher. Die Verbindung Brandoberndorf – Bad Homburg ist seit Frühsommer zuverlässig, heißt es. Die Züge des Typs iLint werden nun auch auf der Linie Königstein – Frankfurt-Höchst – Frankfurt-Hauptbahnhof eingesetzt. Wer die Linie 11 Bad Soden – Frankfurt-Höchst betreibt, werde je nach Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Personal entschieden. Für die zum Taunusnetz gehörige Linie Friedrichsdorf – Friedberg stehen moderne Dieselzüge zur Verfügung, die im Laufe des Winters von den Wasserstoffzügen abgelöst werden sollen.

Neuer Betreiber

Neues bringt der Fahrplan für Fahrgäste des Mittelhessenexpresses (Dillenburg/ Treysa – Gießen – Frankfurt). Die Hessische Landesbahn übernimmt den Betrieb. Zum Fahrplanwechel 2025 steigt das Angebot, weil die S6 auf eigenen Gleisen fährt und der Regionalverkehr mehr Platz hat. Zusätzliche Fahrten gibt es auch im Rheingau, entlang der Lahn, sonn- und feiertags in der Rhön sowie beim Expressbus im Taunus. RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Hochtaunuskreises Ulrich Krebs erinnerte daran, dass mehr nötig ist, als ein 49-Euro-Ticket: „Hoffentlich finden Bund und Länder Finanzierungswege, die nicht nur das beliebte Deutschland-Ticket langfristig über 2024 hinaus sichern, sondern auch gerade auch durch das günstige Ticket nötige Fahrplanausweitungen finanziell ermöglichen.“

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa

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